Resi 5 ist eines der Spiele die ich mehrfach angefangen habe und nie wirklich beenden konnte.Zum Release hat mich im Coopmodus die ganze Action abgeschreckt und letztendlich gelangweilt und später im Singleplayer war die Lernkurve des Schwierigkeitsgrades der Grund für ein erneutes zurücklegen.Nachdem mich Teil 6 aber sensibilisiert hat,was Action und ausschlachtung der Franchise angeht,gibts kein Ausweg mehr für Teil 5.
Story:
Chris und Sheva(ich hab nach mehrmaligem durchspielen noch immer kein Plan wer sie eigentlich ist) gegen Umbrella,böser Viren und Wesker als Oberfiesling.Das ganze spielt in Afrika wo die Bewölkerung durch Parasiten in Monster verwandelt werden.Dutzende Explosionen später wird dann die Verschwörung aufgedeckt und selbst eine Figur aus dem Orginal gibt sich ein Stelldichein.Im Gegensatz zu Teil4+6 fehlen hier die skurillen und mysteriösen Figuren und so bleibts bei Chris und Wesker als Aufhänger für das abschlachten von mutierten Afrikanern/Majini.
Technik/Grafik/Sound:
Begrüsst wird man gleich mit Tearing,leichtem Ruckeln und Bildversatz in den Cutscenes.Die Kamera ist besser als in 4+6,da viel schneller nur das man dafür leider nicht laufen und zielen gleichzeitig kann und Feinde in Armlänge sind für die Kamera quasi unerreichbar.Das Chris gebaut ist wie der Hulk und ein Drittel des bildschirms einnimmt,ist ebenfalls nicht hilfreich beim Kameraproblem.Der absolute Tiefpunkt,was die Optik angeht,ist erreicht sobald man die Chaingun freigespielt hat...der überbreite Chris hat dann einen riesigen Munitionsrucksack auf dem Rücken der das Sichtfeld auf 50% einschränkt,wenn dann auch noch Sheva daneben steht weiss man wie es sich anfühlt blind zu sein...da haben wieder Genies gewerkelt!
Ansonsten Grafisch alles sehr lecker,aber auch plastisch und selten lebendig.Einzig die Tempelanlagen und das Sumpfgebiet stechen hier positiv hervor.Das Monsterdesign hat mich nach Teil 6 nicht vom Hocker gerissen(meine Schuld)Einzig eine Mutation bei der einem Feind der Brustkorb aufklappt und einen Embryo preisgibt fand ich klasse.Einige der Bossfiguren sahen auch spitze aus,besonders die bildschirmfüllenden Kolosse sind beeindruckend.
An den Sound kann ich mich kaum erinnern,Effekte waren zwar gut(Gegner und Waffen) aber nichts was in Erinnerung bleibt.
Gameplay:
Resi 5 spielt sich bis auf wenige Ausnahmen flüssig und schnell,es gibt ein kaum funktionierendes Deckungssystem und viele der Kämpfe werden schnell unübersichtlich.Die ständige Munitionsknappheit und die aggressiven Gegner sorgen dafür das man viel auf Melee zurückgreift.Dank fester Animationsabläufe und wenigen unterschiedlichen Moves wird das allerdings schnell langweilig und ist der Hauptgrund für die Unübersichtlichkeit(neben der Kamera natürlich).
Viele Teile des Spiels sind auf Coop ausgelegt...es gibt die obligatorischen Turret-Level,Coop-Türen und Klettereinlagen.Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad ist Coop allerdings fast schon Pflicht.Die Feinde sind schneller,aggressiver und gehen sofort auf die Spieler los,so dass man immer Rücken an Rücken kämpfen muss.Die Bossfights machen auch nur zu zweit richtig Spass wenn man die Feinde ablenken kann und aus Rücken angreifen kann.Einige der Bosse sind im Singleplayer zu unfair und Sheva's dämmlich Ai ist keine grosse Hilfe.(sie ist eigentlich nur als Packesel zu gebrauchen)
Horrormomente gibt es nicht und Rätsel und Bereiche zum erforschen sind sehr spärlich gesetzt.Die ganzen Sammelsachen wirken aufgesetzt und passen nicht zu der ganzen Action und das man Muni nicht automatisch aufsammeln kann ist nicht zu verstehen.Ätzend auch das begrenzte Inventar das es zulässt 9 Waffen gleichzeitig zu tragen aber wehe man nimmt auch nur ein Paket Munition zu viel mit...hirnrissig sowas!
Was mir sonst noch aufgefallen ist: Der Wesker-Story-teil ist langweilig und der Endkampf war spielerisch mau,im 2ten Durchgang gehen die Levels kaum länger als 10-15 Minuten und der saucoole Waffenhändler aus dem 4ten Teil wird hier schmerzlich vermisst den das Waffenupgrade/Shopsystem ist hier unübersichtlich,lustlos und langweilig umgesetzt worden.Ausserdem vermisse ich das uhhhh...Welcome!
DLC-Lost in Nightmares:
Hier gehts mit Chris und Jill wieder zurück ins Herrenhaus aus dem ersten Teil,leider nur kurz und in wenigen Bereiche.Das ganze ist ne Stunde lang und nichts weiter als ein kleiner Nostalgiebonbon.Der Endfight suckt und das einzige was zum erneuten Durchspielen motiviert sind die neupositionierungen der Gegner/Waffen auf anderen Schwierigkeitsgraden.
DLC-Desperate Escape:
Jill und Josh(eine weitere Figur über die man kaum etwas erfährt) müssen hier unter Zeitdruch gegen Wellen von Feinden überleben und einen Ausweg finden.Es gibt ausser der Flucht keinen Storyanreiz und die Episode ist im Singleplayer knallhart,obendrein ändern sich die Gegner bei fast jedem durchspielen was Art und Position angeht.Auch im Coop ist das Spektakel ganz schön frustig wenn man auf engen Raum gegen Kettensägen-Psychos und Raketengeschütztürme antreten muss.
Fazit:
Im Coop kann man mit Resi 5 viel Spass haben...fordernde Kämpfe,coole Bossmonster und viele freischaltbare Waffen reichen für viele Abende mit hirnloser Action.Wer Horror,Grusel und was zum Rätseln sucht ist hier falsch.Wenig Resident Evil Feeling und dafür umso mehr Blei und Explosionen.Im Alleingang macht das Spiel leider auch weniger Spass da man,ohne Hilfe von Sheva,gegen zu viele Feinde auf zu engem Raum kämpfen muss und der Munitionsmangel mehr nervt als fordert.
Resident Evil 5...mieses Resident Evil...cooles Coop-Actiongame mit ordentlichem Umfang und ohne die absurden QTE's aus dem 6ten Teil(bis man dann mit Chris einen Felsbrocken vermöbelt).
Achievements:
Im Alleingang hat man hier eine harte Nuss zu knacken...ich kann nur empfehlen das Spiel im Coop zu spielen.2 Durchgänge sind Minimium,da man ätzenderweise Prof. erst wieder freischalten muss.Ansonsten gibts viel Sammelmist und einige glücksbedingte Erfolge wie zB.den Headshot bei einem springendem Gegner.Dank kurzen Levels und Missionselect ist allerdings nichts verpassbar.Bei Desperate Escape und dem Erfolg mit den Megafon-Spinnern kann ich nur empfehlen You Tube zu Hilfe zu nehmen(ich musste den Quatsch 3x spielen).Mein Tipp für Prof:Magnum mit unendlich Schuss und viel Geduld bei "NDESU"(wasn A-loch).Have Fun!
Nach verheerend schlechten Verkaufszahlen wird Absolution wohl für lange Zeit das letzte Hitman gewesen sein...Zeit für eine letzte Runde meucheln mit Stil.
Story:
Nach Blood Money steht die Agency in Trümmern und Diana als Verräterin da.Unter neuer Führung muss 47 nun Diana an den Kragen und bekommt von ihr die Bitte auferlegt sich um eine wortkarge,junge Frau zu kümmern.Diese steht im Kreuzfeuer von allerhand bösen Buben...ab da setzt dann die allseits beliebte Klaviersaite ihre Arbeit fort!
Die Story ist gut umgesetzt,spannend und bietet viele gute Gegenspieler.Leider ist das Finale ein bisschen zu seicht geraten,besonders im Angesicht von Blood Money,dass so richtig auf die Kacke gehauen hat.
Technik/Grafik/Sound:
Technisch läuft der Titel astrein und bietet obendrein auch noch kurze Ladezeiten und diese auch nur zwischen den Leveln.Grafisch hat Hitman auch nochmal ne Schippe zugelegt und ist der mit Abstand bestaussehendste Teil der Reihe.Die Engine wuppt locker riesige Massen an Figuren und die Framerate bleibt stabil.Die Bewegungen von 47 sind noch geschmeidiger geworden und die Steuerung fühlt sich nicht mehr so schwammig an wie noch in den letzten Teilen.Es gibt hin und wieder Probleme mit der Doppelbelegung von Tasten wenn man verschiedene Dinge aufheben will und die Ragdoll-Physik macht teils absurd komische Verrenkungen.
Hitman und Sound haben bis dato auch immer super harmoniert und auch in Absolution trifft die Musik meinen Geschmack.Besonders die Sprecher leisten eine phänomenale Leistung (Keith Carradine spielt hier echt alle gegen die Wand...fieser gehts kaum noch).Wer hören möchte wie man Voiceacting richtig angeht der muss Absolution zocken.Ebenfalls klasse sind die treibenden Sounds wenn man kurz davor ist erwischt zu werden.
Gameplay:
Erstmal die Neuerungen/Änderungen am System.Das Spiel ist Einsteiger-freundlicher geworden,mit 5 verschiedenen Schwierigkeitsgraden,einem Instinct Feature was einem Tips gibt und der Möglichkeit von Zwischen-Checkpoints innerhalb der Missionen(auf easy und normal).Ein weitere Neuerung ist das Punktesystem bei dem man für alles Punkte bekommt (zum aufleveln von 47's Fähigkeiten).Wirklich spüren tut man diese Fähigkeitenboosts nicht und die Punkteanzeige kann auf Dauer ganz schön ablenken und lässt sich nicht abschalten.
Es gibt 20 Level die von Grösse und Abwechslung sehr unterschiedlich ausfallen...es gibt kurze Missionen in denen man flüchten muss und ungesehen ans Ziel kommen soll und natürlich die Auftragsmissionen mit mehreren Zielen und etlichen Lösungswegen.Im Vergleich zu Blood Money sind die Levels kleiner,dafür aber mit mehr Abwechslung und unterschiedlicheren Themen.Da ist von Courthouse,Rocker-Bar,Hillbilly-Kleinstadt über Villen,Getreidefelder,Bibliotheken bis hin zu Festungen,Waffenläden und Untergrund Versuchslaboren alles dabei was man sich nur wünscht.
Eine Sache die dem Spielprinzip einiges an Nervenkitzel nimmt,ist das überarbeitete Verkleidungssystem.Hier hat jeder Gegner eine nutzbare Verkleidung in der man "relativ" unbemerkt die Levels durchstöbern kann.Relativ deshalb,da Personen mit der selben Verkleidung bei Augenkontakt misstrauisch werden.Das ist einerseits cool,da man besser die Levels auskundschaften kann...andererseits total bekloppt das man sofort von Gleichgesinnten erkannt wird.Selbst in voller Swat-Montur inkl.Maske erkennen einen die Kollegen in kürzester Zeit.Auf den höheren Schwierigkeitsgraden gabs da massig Probleme,weil das System nicht richtig ausgepegelt war.Glücklicherweise gibts einen Patch der dieses Problem deutlich abschwächt.
Um die Spieler lange bei Laune zu halten gibt es über 200 verschiedene "Nebenmissionen/Challenges" in den Levels,diese gehen von alle Waffen/Verkleidungen finden,über spezielle Kills,keine Verkleidungen benutzen bis hin zu No Kill Runs,unentdeckt bleiben oder Katana Amokläufen.Die Levels sind dafür ausgelegt öfters gespielt zu werden und ein gelungener Challenge Tracker sowie ein faires Speichersystem sorgen dafür das der Spielspass nie unter wiederholungen zu leiden hat.Ebenfalls lassen sich alle Zwischensequenzen überspringen.
Contractsmode:
Überraschenderweise ist Hitmans erster "Multiplayer" richtig gut geworden.Hier kann man seine eigenen Aufträge erstellen und mit anderen teilen.Gegner können frei plaziert werden und mit verschieden Vorgaben kann man richtig schön fiese Missionen gestalten.Der grosse Haken an der Sache ist,dass bei den geringen Verkaufszahlen die Ausichten auf langlebige Server sehr niedrig sind.Also geniesst den Contractsmode solange es ihn noch gibt.
Fazit:
Absolution hat mich positiv überrascht.Nachdem Blood Money die Messlatte hoch gelegt hat und die ersten anspielberichte eher negativ ausefallen sind,bin ich mit niedrigen Erwartungen an den Titel gegangen.Absolution ist technisch klasse umgesetzt,die Story ist unterhaltsam und der typische unterschwellige Humor ist nicht verloren gegangen.Bei der Szene mit dem Sushi-Lieferanten im Fahrstuhl hatte ich Tränen in den Augen.Die Sprecher sind grandios und so kleine Dinge wie zB. den Gastauftritt von Lynch zeigen mit wieviel Liebe zum Detail die Entwickler hier am Werk waren.
Die Tatsache das die Level etwas kleiner und geradlinieger ausgefallen sind hat mir anfangs noch missfallen,doch dank der Masse an Content gabs immer etwas zu tun.Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad ist Hitman noch immer das heiss geliebte Try and Error Game das einem bei jedem Fehler an den Anfang zurücksetzt.Für Neueinsteiger gibt es andererseits genug Hilfestellungen um grossen Frust zu vermeiden.Super Titel,Super Umfang und absolut ungerechtfertigte Verkaufszahlen !
Achievements:
Die Erfolge sind leider viel zu einfach ausgefallen.Gerade ein Level muss man unendeckt im Hitman Status schaffen und von den über 200 Challenges sind nur 100 Stück gefragt.Der Rest teilt sich auf in Storyerfolge,etwas gegrinde und ne handvoll Erfolge für den Contractsmode.Selbst der Erfolg fürs durchspielen auf professionell wird dadurch gedämpft,dass es mehrere Prof-Schwierigkeitsgrade gibt.Lockere 1000GS mit leider viel zu lustlosen Erfolgen.Have Fun!
Atryom ist zurück und zeigt zusammen mit 4A Games wie man einen erwachsenen Shooter entwickelt der sich vom heutigen Einheitsbrei abhebt.
Story:
Die Geschichte spielt direkt im Anschluss an 2033 und von den "Dark Ones" ist nur noch einer übrig...dem alle an den Kragen wollen.Atryom soll diesen finden und eliminieren und natürlich kommt alles anders und man steckt ratzfatz mitten in einem Krieg der Fronten.
Der Grundton der Geschichte ist noch immer schön düster,deppresiv und auswegslos und die Welt in der sie spielt mit Gefahren gespickt.Metro legt viel wert auf Atmosphäre und eine glaubhafte Story und soetwas ist im FPS Genre wirklich nicht leicht zu finden.Hut ab.
Technik/Grafik/Sound:
Grafik vorweg...Hammer!Noch besser und detailierter als 2033 und auf dem PC mit 3D einfach nur unglaublich.Der Sound...wahlweise russisch oder Englisch ist ebenfalls wieder eine Klasse für sich.Die Sprecher sind glaubhaft und kräftig und die Umgebungsgeräusche jagen einem den Schauder über den Rücken.Leider gibts einige Probleme mit doppelten Toneffekten und fehlende Untertitel bei Umgebungsgesprächen sind natürlich kacke.Die englischen Sprecher sind zwar gut aber nichts gegen die russischen Orginale.Leider kann man die Sprache während des Spiel nicht mehr ändern,also aufgepasst!
Technisch hat das Spiel allerdings leicht abgebaut.Ich habe 4 Abstürze gehabt,es gibt einige Bugs die zum Neustart aufrufen,viele Clippingfehler und der DLC ist verbuggt.Die 360 Version hat im übrigen mit heftigen Framrateeinbrüchen zu kämpfen(Bossfight gegen Rhino).Da war wohl leider nicht genug Zeit für Qualitätskontrolle übrig nach dem Aufkauf des Studios.Schade.
Gameplay:
Hier liegt wie schon bei 2033 Metros grösste Schwäche...das Gameplay ist mager.Die Stealthabschnitte wurden deutlich grösser ausgelegt,mit mehr Lichtquellen und dichterer Gegnermenge...dafür wurde der Schwierigkeitsgrad runtergeschraubt so dasss selbst auf Ranger die Schleichpassagen die einfachsten sind.Die Gegner bemerken Atryom selten und solange seine Bluelight-Uhr nicht leuchtet ist man quasi unsichtbar und kann an Feinden vorbei flitzen.Um sich zu wehren kann man neuerdings zwischen Stealth-Messer-Kill und Faustschlag-Knockout entscheiden...leider ist das etwas zu unausgewogen da man direkt auf einen Feind zu gehen kann und bevor er zur Waffe greifen kann gibts ne Packung Fäuste und keiner bekommts mit.
Das behindern der Sicht gehört bei Metro zum guten Ton..die Gasmaske senkt das Blickfeld ein,Blut,Schlam und Wassertropfen müssen abgewischt werden und in der Hitze des gefechts kann die Maske schonmal splittern.Hinzu kommen Spinnenweben,Fliegen und Gegner die mit Säure spucken.Diese Effekte sind extrem atmosphärisch,ebenso nervig und im Vergleich zum Vorgänger etwas seichter ausgefallen.
Dann kommen die Waffen...es gibts massig Waffen und Kombinationen mit Erweiterungen,Wurfmesser,Granaten,Feuerbomben und Atryoms Taschenlampe mit der er sich gegen neue Spinnengegner wehren muss.Diese haben kein Problem mit Kugeln,sind dafür äusserst lichtempfindlich und lassen sich ungern totbrutzeln.Die Waffen haben auch wieder ihre coolen Abnutzungsmomente in denen Kugeln stecken bleiben oder Druck nachgepumpt werden muss.Was mich absolut angekotzt hat ist aber die Hitdetection...Feinde reagieren meist gar nicht auf Einschüsse und erst nach einer bestimmten Anzahl an Treffern setzt die Todesanimation ein,davor hat man selten eine Ahnung ob man den nun getroffen hat.Licht und Spinnen sind auch verbuggt.Mal reagiren sind auf Lichteinwurf und mal attackieren sich fröhlich auf meinen Lichtkegel zu.
Jedes Gefecht mit etwas anderem als einem Menschen wird zum Frustakt,besonders auf Ranger.Man verschwendet soviel Munition ohne zu wissen ob man getroffen hat.Toll sind auch die fliegenden Dämonen die einen packen und durch die Gegend werfen.Und weil es so wenig Spass macht Dämonen zu bekämpfen haben die Entwickler diesmal Bossgegner ins Spiel gepackt die einfach nur ätzend sind.Bulletsponges ist noch freundlich ausgedrückt und das ganze wirkt völlig deplaziert.
Das Spiel ist noch immer sehr linear und die etwas offeneren Bereiche laden nicht gerade ein erkundet zu werden.Eine Stelle die mir sehr gefallen hat ist das Level in dem man ein Fahrzeug(auf Schienen)durch einen Stützpunkt fahren muss und zwischendurch absteigt und Seitengänge kontrolliert,Weichen stellt oder vormaschiert um Feinde aus dem Weg zu räumen.
Mit dem Ranger Hardcore Modus haben es die Jungs diesmal deutlich übertrieben(abgesehen von der Tatsache das man die Achievments nicht freischalten kann).Keine Munitionsanzeige,keine Prompts(ob man eine Tür öffnen kann,ein Lichtschalter bedienen oder etwas aufheben kann),kaum Munition,noch weniger Filter und selbst das Auswahlmenü für Sekundärwaffen und Zubehör muss man auswendig lernen.Das wäre alles sehr cool (wenn auch drakonisch)wenn es den funktionieren würde.Dank der Doppelbelegung der "X"Taste(Betätigen/nachladen) und den fehlenden Prompts hat an andauernd das Problem statt ne Lampe auszuschalten,lieber die Waffe nachzuladen,während man schön im Licht steht und von Kugeln durchsiebt wird.Ähnliche Situation...Lampe und Munition liegen dicht beeinander,es ist dunkel,Gegner überall,jetzt nur schnell die Muni einsacken und weiter...Tada Lampe angemacht,Position verraten,gestorben...leck mich doch am Ar...
Die Munition ist so rar das man gar nicht daran denken darf auf Feinde zu schiessen wenn es nicht absolut nötig ist und die 2 Treffer=Tod Masche macht die Bossfights und das Ende zum Alptraum und wenn man es den geschafft hat und am Ende von einem "nicht" aufploppenden Erfolg begrüsst wird,dann steht einem die Freude ins Gesicht geschrieben.
Fazit:
Metro Last Light ist eine gelungene Fortsetzung und Pflichtkauf für Fans und Leute die auf storylastige Shooter stehen.Das Spiel hat ein sehr langsames Pacing mit Fokus auf Atmosphäre und Details....Spielerisch allerdings immer noch ein mauer Shooter mit visuellen Behinderungen,nicht abbrechbaren Sequenzen und kaum Wiederspielwert.(es gibt allerdings 2 Enden).Last Light ist technisch nicht so poliert wie 2033,bietet dafür aber viele Neuerungen und eine Grafik/Soundkulisse zum verlieben.Mir persönlich hat 2033 zwar besser gefallen aber mit Metro Last Light hat Deep Silver eine Marke am Start von der ich in Zukunft gerne mehr sehen möchte.
Achievements:
Finger Weg vom Ranger Mode bis die Erfolge gepatcht sind! Um die 1000 voll zu bekommen ist wieder ordentlich Planung gefragt.Einen Run für alle Diarys,Instrumente,Waffen,Kills und dem bösen Ende.Ein 2ter Run für das gute Ende und dem Paszifisterfolg man dem man niemandem töten darf der einen nicht angreift d.h. Feinde nur ausnocken,immer schön schleichen und auch den Dämonen aus dem Weg gehen.Per Kapitelwahl kann man später alles spezifische nachholen(bis auf die Instrumente).Tipp für Ranger Hardcore: Immer schleichen,nicht schiessen lieber versuchen zum nächsten Punkt zu rennen und keine Erkundungstouren.Immer auf NPC'S hören und gucken das diese für einen kämpfen...gerade im Endfight.Der Rhinokampf,Red Square und der Endkampf sind absolut brutal auf Hardcore(hardcore halt).Viel Glück!
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Dead Island: Riptide
Gelungener Nachfolger, an sich wieder richig Bock gemacht, nur hat mich auf Dauer das Gerenne von A nach B um dann wieder nach A und danach nach B satt genervt. Ansonsten genau meins, viel zu tun, schöner Splatter und für günstiges Geld zu haben.
8,0 von 10
Sleeping Dogs
Nach etwas eintönigem Einstieg ein immer besser werdendes Spiel, gerade die Story wird im Verlauf zur richtigen Bombe und ist am Ende wie ein sehr guter Blockbuster zum Nachspielen. Das Ganze dann mit ausreichend Spielzeit, viel Nebenmissionen und reichlich Sammelkram. Gespickt mit einem perfekten Soundtrack und genau dem Flair den es versprühen soll. Ich bin begeistert!
9,0 von 10
Star Wars: The Force Unleashed 2 + Endor DLC
Da verlier ich nicht viel Worte. Pralle Optik, ein Spektakel für Aug und Ohr, allerdings sehr kurz. In der Hinsicht aber genau richtig, denn mehr Star Wars in der Aufmachung würde ich nicht packen. Der Vorgänger war in meinen Augen aber das bessere Spiel.
Der Endor DLC ist sein Geld an sich nicht wert. 45 Minuten und ein paar GS mehr rechtfertigen nicht den verlangten Preis. Gott sei Dank hab ich nix dafür bezahlt. Dafür isses nett mal auf der anderen Seite zu stehen, und Chewbakka die finale Kugel zu verpassen.
7,0 von 10
Alan Wake: American Nightmare
Zum Sparpreis abgegriffen, aber mehr wäre mir das Teil auch ehrlich gesagt nicht wert. Lahme Erfolge, ziemlich kurze Spielzeit und erzählerisch nicht mit dem eigentlichen Alan Wake zu vergleichen. Eigentlich schade, da es mir das Spiel eigentlich angetan hatte, aber Amiercan Nightmare lässt mich da eher gelangweilt rülpsen. Obendrauf viel zu viel Action.
6,5 von 10
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Alles is wie immer, nur schlimmer!!!
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Verbaplex: 25.05.2013 17:33.
Epic Mickey 2-The Power of Two 1000GS in ca.43 Stunden
Boah,ich bin mir nicht sicher ob ich hier ein extrem schlechtes Spiel gezockt habe oder ein Meisterwerk erleben durfte. Epic Mickey 2 ist definitiv polarisierend.
Story:
Die Geschichte spielt nach den Ereignissen des Vorgängers und Mickey muss erneut Wasteland retten.In der Welt der vergessenen Disneyfiguren schliesst sich Mickey mit dem Hasen Oswald zusammen um gemeinsam herauszufinden wer oder was für das Leid in Wasteland verantwortlich ist.
Die Umgebung und die Story sind sehr komplex und düster umgesetzt worden...auf der anderen Seite gibts Gesangseinlagen und good old Goofy und Donald(mit verstörendem Äusseren).Das Spiel stellt einen vor die Wahl zu zerstören oder aufzubauen und das hat seine Auswirkungen.
Storytechnisch ist das alles wirklich gut,passt aber so gar nicht zum Umfeld und den Figuren und ist ebenfalls kaum für Kinder geeignet.
Technik/Grafik/Sound:
Hier möchte ich mit einem Zitat von Warren Spector persönlich anfangen(Quelle IGN) :
Epic Mickey's camera has been drastically changed since the first Epic Mickey, where it was a point of contention for critics.
"We've had a team working on the camera from literally the day we finished the first game," he said.
"They'll be working on it until the day we ship the second game. [There have been] over 5,000 specific changes made to the camera.
Our goal is that you will not have to touch the manual camera controls even once to play through the main story path of this game."
Das ist was Warren bis zum heutigen Tag(in seiner Traumwelt)denkt...in der Realität ist die Kamera der absolute Müll und noch schlechter zu kontrollieren als im ersten Teil mit der Wii-Mote. Andauerndes nachjustieren,springende Perspektiven und blinde Winkel aus denen man angegriffen wird.Die Kamera kommt direkt aus den Tiefen der Hölle.
Ansonsten gibts viel zu lange Ladezeiten,Ruckler,Abstürze,Bugs,Glitches und Probleme mit der Steuerung(dazu mehr unter Gameplay).
Die Grafik geht von nett anzusehen bis unglaublich hässlich und dient eher als Mittel zum Zweck...was bei einem Disneyspiel schon enttäuschend ist.Der Sound geht in Ordnung,die Sprecher machen einen guten Job und Mad Doctors Gesangseinlagen sind spitze.Leider haben die ganzen Nebenfiguren immer die gleichen Sätze und auch Mickey und Oswald labern ständig die selben handvoll Sätze.
Gameplay:
Das Spiel ist konzipiert für Coop und Oswald ist immer an Mickeys Seite.Im Singleplayer wird Oswald von der AI gesteuert und man kann nicht zu ihm wechseln.Alle seine Movesets,Kampfverhalten und Coopmoves sind nicht beeinflussbar.Man kann ihn höchstens rufen und ihn in die Luft werfen um von ihm getragen zu werden.Dieses System ist völlig kaputt.Oswald hat Elektroattacken mit denen man Feinde kurzzeitig stoppen kann,Mickey hat diese Fähigkeiten nicht und ist auf Osi angewiesen.Die Ai führt diese Attacken allerdings nur aus wenn sie gerade Bock hat,obendrein kostet der Spass auch noch Mana und die Ai geizt nicht mit Mana Verbrauch.
Einige Kämpfe sind da echt ein Glücksspiel...genau wie die Coop-Sprünge.man fällt so oft irgendwo runter weil Oswald nicht hoch genug springt,oder die Kamera einem die Sicht blockiert.
Das Problem mit dem Coop ist,dass man(wenn man das Spiel richtig spielen möchte)auf Backtracking angewiesen ist...und ich rede von Hardcore-Backtracking,ergo hunderte Male an den selben Ort,stundenlanges suchen von Gegenständen und grinden von Materialien...das macht kein Coop Partner dieser Welt mit,nicht mal dein Blutsbruder oder der Typ dem du deine Niere gespendet hast.
Hier beginnt das grösste Dilemma von Epic Mickey 2...das Spiel steckt in einer Identitätskrise und um das Spiel geniessen zu können muss man ein bestimmter Typ von Spieler seien.
Epic Mickey ist ein Disney Spiel aber zu düster und komplex für Kinder,ein Coop Spiel aber zu zeitaufwendig und grindintensiv für 2 Spieler,ein Jump N Run mit zu einfachen Sprungeinlagen,ein Abenteuerspiel mit einer tiefen Geschichte und komplexen Nebenaufgaben die aber kaum jemand je zu Gesicht bekommen wird.
Und hier muss ich zurück rudern...wenn man EM2 zum ersten mal spielt weiss man absolut nicht was man machen soll und es wird auch nichts erklärt.Man stolpert in knapp 3 Stunden durch scheinbar zusammenhangslose Abschnitte und in einen Bossfight nach dem anderen bis man den Abspann zu Gesicht bekommt.Nach dem Abspann wird man ohne Ziel wieder in die Welt geworfen und kann weiter zocken,ab diesem Punkt sind ca 98% der Spieler draussen und fassen das Spiel nicht mit der Kneifzange an inkl. die Mehrheit der Tester deren Tests ich gelesen habe.
Was mich zum weiterspielen motiviert hat sind einzig und allein die Achievements. Epic Mickey 2 ist eines der ganz wenige Spiele das erst durch die Erfolge einen spielerischen Sinn ergibt.Ich hab nach dem ersten Duchlauf kaum Erfolge gehabt und auch keine Ahnung wie ich die restlichen freischalten sollte.Im Internet gab es auch kaum Hilfen und bis heute keinen 100%-tig vollständigen Guide zu den 1000 Punkten.
Erstmal musste ich mir einen Guide erstellen um zu verstehen wie die Levels miteinander verbunden sind.Das hat mich gut 2 Durchgänge gekostet,da jeder Abschnitt miteinander verbunden ist und etliche Ein und Ausgänge hat.Für alles was man in dem Spiel macht gibt es Konsequenzen,einmal falsch zwischen Paint und Thinner gewählt und man kann ganze Abschnitte zerstören und unzugänglich machen.Es gibt mehrere Hubworlds die mit allen Leveln verbunden sind,ausserdem Abkürzungen und die Tatsache das bestimmte Ereignisse nur zu bestimmten Zeiten in Erscheinung treten und man für einige Nebenaufgaben riesige Wege vor und zurück bestreiten muss.
Nach gut 8 Durchgängen hatte ich dann endlich alles gefunden,alles gesehen und alle Zusammenhänge verstanden.Das Spiel gibt einem keinerlei Hilfestellungen,die Ingame Map ist sau schwer zu verstehen und es gibt Tonnen an versteckten Sachen zu finden.Ganze Quest-Reihen bleiben einem verborgen wenn man einen kleinen Fehler macht so sind zB die Fotoquests in der man unzählige Bilder machen muss nur möglich wenn man den Eingangsbereich des Fotoladens von Schutt befreit hat...tut man dies nicht gibts keinen Zugang mehr zur Kamera.Diese ganzen Try and Error Geschichten sind doppelt so hart weil es nur einen Speicherstand gibt und die regelmässigen automatischen Speicherpunkte einen den ganzen Fortschritt vermasseln können.
Fazit:
Ich kann das Spiel nicht ohne Warnung empfehlen...wer Spielspass und ein forderndes Abenteuer sucht muss sich intensiv mit Epic Mickey 2 beschäftigen und den Achievements nachjagen.Unter eine Schicht katastrophaler Designentscheidungen ist EM 2 ein wirklich grandioser Titel...das bringt leider nicht viel wenn der Ersteindruck(und 2-5) so niederschmetternd schlecht ist.Also Finger Weg von Epic Mickey 2 es sei den man möchte sich richtig in den Titel reinbeissen. Danke Warren Spector für dieses merkwürdige Spiel.
Achievements:
Dutzende Durchgänge,endloses gegrinde,Unmengen an Sammelsachen und Monotonie wohin das Auge blickt.Vergesst die 1000GS am besten sofort.Die Guides im Internet werden euch kaum helfen.Wer doch so vernarrt ist wie ich,dem kann ich nur raten immer schön die Saves auszulagern(USB) und jede Pinlocation aufzuschreiben.Wenn am Ende dann nur ein paar Pins fehlen geht auf Nummer sicher und checkt jeden Händler und jede Figur. Have Fun(werdet ihr nicht haben).
Capcom zeigt mal wieder wie man ein Reihe so richtig ausschlachtet und schmeisst jetzt schon Ports von DS Games auf den Markt. Revelations jetzt in gross und aufpoliert...
Story:
Bla Bla Virus,Bla Bla Umbrella,Bla Bla Boom...diesmal auf nem Schiff.Chris und Jill sind dabei,erst getrennt dann wieder vereint und neben ihnen gibts einen Haufen anderer spielbarer Figuren,deren Hintergrundgeschichten leider spärlich ausfallen.Die Story trägt wiedermal dick auf und nimmt sich viel zu ernst,dafür sind die Figuren aber schön schräg und typisch Videospielmässig. Raymond,Parker und Keith muss man einfach in Aktion gesehen haben...köstlich.
Technik/Grafik/Sound:
Der HD-Port ist definitiv gelungen und man sieht dem Titel kaum seinen Ursprung an.Es gibt längere Ladezeiten(Fahrstuhl) und vereinzelte Ruckler sonst gibts technisch kaum was zu meckern.Einige Texturen hätten allerdings hübscher seien können besonders bei den Hintergründen.Die Grafik und die Designs haben mit gefallen wenn auch die Auswahl an Monstern grösser hätte seien können.Im Vergleich zu Teil 4-6 sind die Bösewichte auch eher harmlos ausgefallen.
Das Soundumfeld kann auch endlich mal wieder positiv hervorstechen.Neben den obligatorischen Waffensounds und Monstergestöhne gibt es endlich wieder Ambientsounds d.h. die Musik passt sich den Bereichen und Umständen an.Einige Orte bieten schon fast ihre eigene Theme inkl. Ohrwurmgarantie.
Gameplay:
Hier hat Capcom versucht die Action aus Teil 4-6 mit dem Backtracking und Keycard-gesuche aus den Originalen zu verbinden...nahezu erfolgreich.Es war schön endlich mal wieder Level durchstöbern zu können und mit verschlossenen Bereichen konfrontiert zu werden,die man erst später öffnen kann.Da die Story zum grössten Teil auf einem Schiff spielt gibt es viel Backtracking und wiederverwertete Bereiche.Auch wenn alles sehr eng und eingeschränkt ist kommt das Gefühl von Entdeckungsdrang auf.Rätsel gibt es leider keine und Inventarmanagment fällt ebenfalls weg.Kein Kräuter kombinieren mehr und kein Munitionsgeschiebe. Es gibt massig Waffen zu finden und man kann,an oft plazierten Truhen,jederzeit seine 2-3 bevorzugten Waffen wählen.Jede Waffe hat seinen maximalen Muntionstand den man durch extra Taschen aufleveln kann.
Der Actionpart ist etwas ruhiger als noch in 5+6 und auch die Feinde sind langsamer(allerdings nicht minder gefährlich). Melee ist nutzlos und nur zu benutzen wenn der Gegner betäubt wurde d.h.kein Brawler wie Resi 5.Es gibt einen Dodgemove um in engen Bereiche den Attacken ausweichen zu können,dieser ist leider sehr schwammig und lässt sich kaum zuverlässig ausführen.Die Kamera hat auch so ihre Aussetzer bei der die Angreifer in nem toten Winkel verschwinden und man leicht den Überblick verliert.
Die Steurung ist ansonsten sehr flüssig auch wenn die Renngeschwindigkeit gern höher sein könnte.Im Vergleich mit Resi 6 schleicht man hier.
Neu ist der Scanner mit dem man Feinde,Munition und sonstigen versteckten Kram lokalisieren kann.Erinnert so ein bisschen an Fatal Frame nur ohne den Horrorfaktor. Die Story ist in Kapitel unterteilt inkl.Intros,Recaps und Cliffhangerenden(sehr ungewohnt wenn man das Spiel am Stück spielt)und regelmässigen Abständen spielt man einen anderen Charakter was anfangs etwas unübersichtlich ist wenn man keine Ahnung hat wenn man den nun gerade spielt.
Es gibt ne 3D Karte die sehr unübersichtlich ist,keinerlei Statistiken(zum kotzen),keine Kapitelwahl(absolut unverständlich) und der neue hohe Schwierigkeitsgrad ist absurd.Die ersten Gegner schlucken 50 Kugeln,man sucht ständig nach Muni und Heilkräutern und der AI Partner ist komplett nutzlos.Ich hab auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad angefangen und das hat absolut keinen Spass gemacht und als ich mich dann da durchgequält hatte finde ich heraus das man ein New Game+ mit allen Waffen starten darf...Yeah!
Was mir an der Kampagne ebenfalls nicht gefallen hat: Turretsequenzen inkl.Boss(passt nicht ins Spiel),sämtliche Unterwasserpassagen(drecks Kamera,drecks Steuerung,drecks Sicht) und all die nervigen Abschnitte auf Zeit...
Raidmode:
Ich bin ja davon ausgegangen das ich nach der Kampagne mal kurz in den Raidmode reinschau um mir die Erfolge zu holen...leichte Fehleinschätzung! Der Raidmode hat ein riesen Sucht-potential und sollte ab jetzt in jedem Resi Teil Einzug finden.
Es gibt 20 Level die aus Teilbereichen der Kampagne bestehen,gefüllt mit Gegnern und mit der Aufgabe zu Ende zu kommen.Meistens gillt es Schlüssel zu finden(die von Gegnern gedroppt werden)um das weiterkommen zu ermöglichen.Und jetzt zum Suchtteil...
Gegner droppen Waffen und Statuserweiterungen und man levelt seine Figur bis auf Level 50 hoch.Hat man die 20 Level durch wird der erste im nächsten Schwierigkeitsgrad freigeschaltet und man kann sein Glück dortversuchen.Insgesamt gibt es 3 Stufen für jedes Level und ein Bonuslevel was man erst mit Stufe 50 betreten sollte.Auf der härtesten Stufe sind die Level vollgestopft mit Feinden und Bossgegner erscheinen quietschvergnügt zwischen den Standard Feinden.Die Waffendrops sind ähnlich Borderlands in Farben unterteilt und man jagt quasi nach immer besseren Waffen.Ab und an gibts Feinde die mit einem Namen versehen sind und Extrastark sind und besondere Drops haben.
Als weiteren Anreiz kann man versuchen S-Ränge zu erreichen oder man kann sich an den Bonusaufgaben die Zähne ausbeissen....No Damage,alle Gegner killen,mit niedrigem Level antreten und obendrein alles gleichzeitig für massig Money(BP) um im Store neue Waffen,Muni und Upgrades zu kaufen.Immer noch nicht genug Anreiz? Wie wärs mit neuen Kostümen und Figuren...Jill im Piratenlook oder Hunk als Bonus freischalten.
Einfach nur geil und obwohl das alles super repetitiv ist findet man sich immer wieder in dem "Noch ein Level" Szenario.
Fazit:
Resifans müssen zuschlagen,DS Vorbesitzer können ebenfalls nochmal zugreifen und alle anderen können hier auch nichts falsch machen.Die Kampagne ist ein netter Mix aus neu und alt Resi und der Raidmode sorgt für Umfang und Langzeitmotivation.Der Schwierigkeitsgrad ist happig,das Monsterdesign etwas schwach brüstig(wer wohl auf die bekloppte Idee gekommen ist Mini und Maxi Versionen von Feinden ins Spiel zu bringen),die Story schwer übertrieben und Jills Hintern ist so lecker das man nicht um Revelations rumkommt.Gutes Spiel.
Achievements:
Knallhart und sehr frustrierend.Kampagne am besten auf normal starten für Sammelkram und Special Kills und den No Death Run...Warnung es gibt keine Kapitelwahl ! Dann im New Game+ auf hard durchziehen und immer schön sparsam mit Muni umgehen.Wer nicht aufpasst steht ohne Munition in nem Bosskampf und kann die ganze Kampagne neustarten.Zum Raidmode: Hier kann man zeigen was man kann.Alle Schwierigkeitsgrade durchspielen ist die erste Hürde.Nr.2 sind die S Ränge und die ganz harten Hunde müssen dann noch die 150 Bonuse zusammen tragen.Mein Tipp:Auf Chasm alle Bonuse holen inkl.Trinity,dann auf Trench alle Gegner killen und immer ein Level unter Empfehlung starten.Auf Abyss "nur" alle Feinde killen und zum Schluss versuchen auf Trench die restlichen Trinitys zu bekommen.Wer das alles hinter sich gebracht hat darf sich auf den dümmsten Erfolg freuen...10000 Kills. Ich musste dafür noch extra 4 Stunden lang Kills grinden bis der Erfolg poppte. Danke Capcom und danke auch für die nicht vorhandenen Statistiken...macht echt Laune 2013 noch Strichlisten führen zu müssen. Have Fun!
Mehr Gegner als Dynasty Warriors,mehr grinden als in Tony Hawks Pro Skater und härter als Dark Souls...Welcome to Terraria!
Story:
So etwas wie ein Story hat Terraria nicht...man wird in ein Welt geworfen,die einem von allen Seiten ans Leder will und das einzige Ziel ist es zu überleben.Wie? Das bleibt dem Spieler überlassen.
Technik/Grafik/Sound:
An der Technik gibts nichts auszusetzen...quasi keinerlei Ladezeiten ausser beim generieren der Welt,stabile Framerate,keine Abstürze,keine Bugs und reibungsloser Onlineservice.Die Grafik hat ihrer ganz eigenen Stil und harmoniert mit dem Gameplay d.h. obwohl die Optik minimal ist kann man alle wichtigen Unterschiede zwischen Gegnern,Waffen,Rüstungen usw ohne Probleme ausmachen.Die Welt ist unterteilt in verschiedene Gebiete wie z.B. Schnee,Wüste,Dschungel,Himmel,Hölle,Wasser usw. und alles ist klar definiert und durch einen schlichten aber passenden Soundtrack untermalt.Die Musik wechselt nach Tageszeiten,nach Gebieten,nach Gegnern etc. alles hat seine eigene Theme und viele davon gehen ganz klar in Richtung Ohrwurm.Nach Hunderten von Spielstunden freut man sich immer noch darüber wenn ein neuer Tag anbricht und die bekannte Melodie startet.
Gameplay:
Starten tut man am besten mit dem Tutorial.Dieses erklärt einen kurz und knapp wie die Steuerung funktioniert,wie man die Menüs bedient und wie man ein Haus baut.Das ist dann im Grunde auch alles was man Hilfestellung bekommt.Wenn das Spiel startet wird man mit Holzaxt/Schwert und Hammer in die karge Welt gesetzt und muss sehen wie man klar kommt. Erstmal nach links...Gegner...tot!Rechts das gleiche Spiel und auch nach unten endet in einem schnellen Dahinscheiden.Ähnlich wie Minecraft ist das erste Ziel ein Haus zu bauen bevor die Nacht die noch gemeineren Monster bringt.Es gibt eine handvoll NPC's die als Händler und Tippgeber fungieren,vorausgesetzt man baut ihnen eine Bleibe.(und beschützt sie vor den Feinden).
Besiegte Feinde droppen allerhand Materialien,die es zu benutzen gilt.Ein Druck auf die "Y" Taste öffnet das "crafting" Menü und alle bisher gefundenen Rezepte.Um mehr Rezepte zu bekommen muss man mehr Materialien zusammen tragen und ausprobieren was man miteinander benutzen kann z.B. Wasser+Flasche=tragbares Wasser+Sand=Lehm...aus Lehm kann man Lehmblöcke herstellen und damit sein Haus bauen.Das ist anfangs sehr logisch aufgebaut und ratzfatz hat man seine Bronze/Silber/Gold Rüstungen und Waffen und kann weiter auf Monsterjagd gehen.Die Feinde spawnen im Sekundentakt und man hat ausserhalb seines Hauses nie Ruhe vor ihnen.Nach kurzer Zeit steht man auch dem ersten Boss gegenüber(Bildschirm-füllend,schnell und natürlich nahezu unbesiegbar).Hier startet dann das lieben oder hassen Prinzip von Terraria.
Wer ohne Lösungen und Wikis spielt muss stundenlang Materialien grinden und jeder Bosskampf wird zur Geduldsprobe.Das Spiel wird immer schneller immer umfangreicher...man findet Peitschen,Schusswaffen,Zauber,Rocketboots,Flügel,Laserschwerter usw.Für einige Rezepte muss man zig selten Waffen zusammentragen um daraus eine Superwaffe zu schmieden.Nach gut 60 Stunden Tunnel graben,Material farmen und Gegner metzeln habe ich dann aus Zufall meine erste richtige Hürde gefunden.Beim Auskundschaften der Hölle ist mir eine Voodoo-Puppe in Lava gefallen...woraufhin einer meiner NPC's geopfert wurde und den ersten "richtigen" Boss erweckt hat.Eine Wand die einen mit Lasern beschiesst,mit Würmern bewirft und mit Tentakeln angreift.Gut 6 Stunden habe ich gebraucht bis ich den besiegen konnte...nur um festzustellen das dann erst das richtige Spiel losgeht...Der Hardmode!
Neue Gegner,neue ultraharte Bosse,neue Materialien und obendrein die Corruption...Eine Masse die sich langsam aber ständig ausbreitet und die Umgebung mit Feinden flutet.Mein Haus steht natürlich mittendrin,ist unbewohnbar und meine Leute tot oder geflüchtet.
Um den Vergleich mit Minecraft aus dem Weg zu räumen...in Terraria geht es mehr um erforschen und überleben als ums bauen und man ist konstant am kämpfen.Der höchste Schwierigkeitsgrad quält einen dazu noch mit der Tatsache das man beim ableben,alles was man mit sich führt,goodbye sagen kann.
Wer Terraria spielen möchte sollte aber unbedingt zur PC Fassung greifen.Der 360 Controller ist mit der Steuerung komplett überfordert.Spätestens wenn man im Hardmode fliegend mit Feinden von allen Seiten fertig werden muss und zeitgleich seine Potions justiert sehnt man sich nach Maus und Tastatur.
Was mir ebenfalls nicht sonderlich gefallen hat ist die Entscheidung das man angegriffen werden kann wenn man im Menü zu Gange ist.Durch die drakonischen Gegnerspawns hat man nie Ruhe...baut man sich ne Brücke zwischen 2 fliegenden Inseln geht das immer: 5-10 Blöcke legen,Feinden ausweichen,Feinde töten,5-10 Blöcke...Das Feinde dazu noch durch Wände schiessen und teleportieren können macht die Sache noch frustrierender.
Fazit:
Terraria ist eine kleine Videospiel-Perle..Ein kleines Spielprinzip mit nahezu unendlicher Spiellänge.Jede Welt sieht anders aus,man kann seine Figuren frei gestalten,tiefgreifende Rollenspielelemente,Tag/Nacht Wechsel,Wetter,besondere Ereignisse wie z.B. der Bloodmoon(überleben bis Sonnenaufgang gegen Horden von Feinden),ohne Ende Loot, herausforderndes Gameplay und eine völlig freie Herangehensweise an Probleme.Wer mit diesen Sachen etwas anfangen kann findet in Terraria einen weiteren süchtig machenden Zeitfresser.Ich liebe diese Spiel-Absolute Kaufempfehlung und jeden Cent wert!
Achievements:
Wer nur auf die Erfolge aus ist kann mit Hilfe von Freunden,Wikiguides und Lösungen die Spielzeit deutlich runter drücken,was allerdings auch den Sinn des Spiels zerstört.Ohne Hilfen ist das Spiel sehr schwer und die Achievements extrem zeitaufwendig.Mein Tipp für die Hardmodebosse: Hellstone und Crossnecklace!Für die Hallowed,Corrupted und Pet-Erfolge kann ich nur raten mit anderen zu tauschen ansonsten ist das nahezu unmöglich zu bewerkstelligen. Have Fun!
"This little Red Riding Hood has got a Basket full off Kick-Ass"
Nach dem durchspielen weiss ich jetzt auch warum Capcom "Remember Me" ohne grosse Werbung auf den Markt geworfen hat...erinnern werde ich mich an das Spiel wohl kaum.
Story:
Remember Me stellt eine düstere Zukunftsvision in Aussicht in der Erinnerungen gelöscht,verändert oder manipuliert werden können.Die Firma die das in Gang gesetzt hat und nach Weltherrschaft strebt muss aufgehalten werden und als Spieler schlüpft man in die Rolle der weiblichen (T)Erroristin Nilin,die in Gefangenschaft darauf wartet ihr Gehirn ausgelutscht zu bekommen.Das passiert natürlich nicht,stattdessen hilft einem die mysteriöse Stimme im Ohr zu fliehen,seine Erinnerungen wieder zu bekommen,Verbündete zu finden und der übermächtigen Memorize Corporation und ihren Schergen den Kampf anzusagen.Klingt super,ist super hält aber leider nicht lange! Nach einem spannenden Einstieg verliert die Geschichte schnell an Fahrt und endet in einem lauwarmen Familiendrama.Die Logiklöcher schreien zum Himmel und wenn der Abspann rollt wünscht man sich das die Geschichte einen anderen Weg gegangen wäre.
Technik/Grafik/Sound:
Zu Beginn wird man grafisch verwöhnt mit einer wunderschönen wenn auch in Mitleidenschaft gezogenen Welt im besten Blade Runner Style.Überall gibt es was zu sehen und der Detailgrad ist sehr hoch,ob nun bei den Hintergründen oder den Figuren.In den ersten Kapiteln geht es durch mechanische Versuchslabors,versiffte Kanalisationen,heruntergekommene Slums bis hin zu einem futuristischen Neo Paris mit zahlreichen Werbetafeln,Bewohner und Roboter-Sklaven.Begleitet wird die gelungene Grafik durch einen elektronischen Soundtrack der definitiv Hörenswert ist.
Technisch ist der erste Abturner,wie so oft,die Kamera.Die Kamera lässt sich zwar frei justieren...nur leider hat sie die Angewohnheit sich sofort wieder in Ausgangsposition zu begeben.Mal verschwinden die Gegner aus den Augen,mal verliert die Kamera die Hauptfigur und ab und zu gibt es Nilin's Kopf in Grossaufnahme anstelle der Umgebung.Wären die Kämpfe nicht so stupide einfach hätte ich mich bestimmt mehr über die Kamera ausgelassen.
Ansonsten gibt es viele Ladezeiten,Clippingfehler,schlampige Lippensynchro(ich kann nur empfehlen auf französisch zu spielen) und nicht wegdrückbare Zwischensequenzen.
Gameplay:
Das Spiel besteht aus 3 verschiedenen Mechaniken...Kämpfen,Klettern und das Memory Remixen...leider kann nichts davon lange überzeugen.Es gibt 5 Combos deren Tastenfunktion man selbst zuordnen kann d.h. Power,Health-Regen,Mana oder Chain. Obendrauf gibt es ein ein Rad für Spezialfähigkeiten die sich über Zeit aufladen.Was sich Anfangs klasse anhört läuft auf das ewig gleiche Prinzip hinaus...eine Combo um die Gesundheit wieder aufzufüllen und eine um den Timer zu beschleunigen.Damit besiegt man vom ersten Kampf bis hin zum Endgegner alles.
Man fängt mit einer Combo an(XXX) und levelt sich langsam mehr zusammen.Sammelgegenstände erhöhen die Gesundheitsanzeige und sind damit mal nicht unnütz.
Das Kämpfen beeinflusst den Soundtrack und lässt die Mucke schneller werden oder bei misslingen stottern und springen...was in Verbindung mit der Kamera doch sehr nervtötend werden kann(Bossfight gegen Madame).
Das Fortbewegen wird durch 2 Tatsachen behindert. Nr.1-das klettern.RB gedrückt halten um schneller zu klettern und ansonsten nur den Stick in die gewünschte Richtung halten.So ab der 4ten Episode realisiert man dann das man bei den Kletterpassagen kaum auf den Bildschirm achten muss und alles nur dazu dient die Spielzeit zu strecken.Apropos Spielzeit strecken...das handholding ist in Remember Me eine Zumutung.Man erreicht nach kurzer Kletterpartie sein Ziel und stemmt sich auf ein Dach ,woraufhin die Kamera herauszoomt und einen den Panorama Rundblick gibt..keine Ding passt zur Szene.Dann habe ich wieder Kontrolle lauf 2 Schritte und Wumm werde ich ausgebremst und die Stimme im Ohr erklärt mir die Umgebung,weiter geht es,10 Meter,nächster Halt...mir wird die Tür zum nächsten Bereich gezeigt.Sobald ich durch die Tür m****iere...Cutscene. Gegner werden vorgestellt.Ich hau 3 von denen zu Klump. Cutscene...Specialgegner wird gezeigt.Prügel den nieder.Lauf ein Stück und schon kommt der nächste Anruf und Nilin wird wieder zu schleichen gezwungen.Meine Fresse ging mir das auf den Sack und jedes Mal wenn sie ihre Finger ans Ohr hält würde ich am liebsten einen Programmierer erwürgen.Das zieht sich ungelogen durch das komplette Spiel und als ich die restlichen Sammelgegenstände im 2ten Durchlauf sammeln möchte und herausfinde das man nichts davon abbrechen kann habe ich nur fassungslos den Kopf geschüttelt.
Kommen wir zur 3ten Mechanik..dem Memory mixen.An 4 Stellen im Spiel muss man Erinnerungen beeinflussen. Dies geschieht in einer Videoediting-Sequenz in der man ein kurzes Filmchen sieht und darin Gegenstände manipulieren kann. z.B kann man ein Flasche umwerfen,woraufhin eine Figur darüber stolpert und sich verletzt.Man kann beliebig oft vor und zurück spulen. Zwischen 5-10 Minuten geht so eine Sequenz und auch wenn der Schwierigkeitsgrad dort minimal ist,macht es durchaus Laune und hilft dem Gameplay wenigstens ein wenig übers Mittelmass.
Fazit:
Remember Me hätte soviel sein können.Spannender Einstieg,umwerfende Hintergründe,gelungenes Figurendesign,die Memory Remix Szenen,ansehnliche Bossfights und ein gelungener Soundtrack.Auf der Schattenseite gibt es dafür ein langweiliges Kampfsystem,eintöniges fortbewegen mit unerwünschten Unterbrechungen im Gameplay und eine Story die völlig im Sand verläuft.Die 6-8 Spielzeit sind gestreckt durch leere Gänge,Cutscenes und dem ständigen ausbremsen der Hauptfigur.Keinerlei Wiederspielwert und ein nutzloses New Game+(man behält alles ausser die Specials)helfen dem Spiel leider nicht in Erinnerung zu bleiben.Wer das Game kauft wird enttäuscht sein...fürs ausleihen übers Wochenende geht der Titel aber in Ordnung.
Achievements:
Easy 1000 Punkte die man in kurzer Zeit abstauben kann wenn man folgende Dinge beachtet.Einen Guide für die Sammelsachen benutzen da man sonst ewig lange Bereiche erneut durchlaufen muss,Zeit lassen beim Memory-Remixen und immer schön vom Anfang beginnen und je einen Gegenstand benutzen,vor den Bossgfights das Savegame kopieren und gleich auf hard spielen.Dank Missionreplay ist nichts verpassbar. Have Fun!
Ein neues Call of Juarez und diesmal eines das mit allen Vorgängern den Boden aufwischt...
Story:
Bounty Hunter Silas Greaves ist auf der Suche nach dem Mann der seine Brüder erschossen hat...seine Suche führt ihn in einen Saloon wo er den Anwesenden seine Geschichte und damit wahre Geschichte des Wilden Westens erzählt.
Die Story ist nicht nur affengeil erzählt,spannend und geht geschickt und witzig mit den legendären Wild West Figuren um,sondern hat auch 2 verschiedene Ende die beide ungemein befriedigend sind.
Technik/Grafik/Sound:
Die Ladezeiten könnten kürzer sein,es gibt zu Hauf Slowdowns,das starke Tearing ist gewöhnungsbedürftig und die Cellshading Grafik ist gerade überm Durschnitt.Die Landschaften und Hintergründe(besonders Gebirge und Wasserfälle)sehen allerdings grandios aus.Da Gunslinger ein Wild West Spiel ist darf eines nicht fehlen...der Soundtrack.Das Audiodepartment hat hier echt Überstunden geschoben.Die Sprecher allen voran John Cygan als Silas sind Top Notch,die Waffengeräusche und Explosionen lassen den Sub wackeln und der Soundtrack geht von Gänsehaut bis legendärer Shootout-Mucke.Absolut hörenswert! Beispiel : http://www.youtube.com/watch?v=uJXwLwcoun0
Gameplay:
First Person Shooter aber Arcadestyle,mit Punkten,Bullettime und allgemein sehr hohem Tempo.Es gibt 4 Waffen...Pistole,Gewehr,Shotgun und Dynamit,die man alle aufleveln kann.So hat man später legendäre Versionen der Waffen(höherer Schaden),Pistolen in beiden Händen und allerhand Perks z.B. verlängern der Bullettime,aufsplittendes Dynamit,schnelleres nachladen etc.
Die Bullettime(Concentration) lädt sich durch Kills auf und umso mehr man kombiniert(4 Sekunden Combotimer) umso mehr Zeit hat man.Während der Bullettime werden die Gegner nicht nur ausgebremst sondern leuchten rot und fungieren als Prima Zielscheiben.
Aufgelockert wird das Run and Gun Prinzip durch kurze aber cool umgesetzte Quicktime Events wo man z.B. für jede richtig gedrückte Taste einem Feind ne Kugel in den Kopf schiesst, ausserdem hat man,bevor man stirbt die Möglichkeit der Todeskugel auszuweichen (QTE).
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Gameplays sind die Duelle.Die Kamera zoomt in Nahaufnahme auf Silas Colt und hat dabei den Gegner im Hintergrund.Mit dem linken Stick lenkt man seine Schusshand zur Waffe und mit dem rechten behält man den Feind im Ziel.Eine Prozent-Anzeige gibt einem an wie gut die Chance stehen...dann wird es spannend.Es gibt 2 Möglichkeiten ein Duell zu gewinnen: Ehrlich oder Unehrlich! Zieht man vor seinem Gegner ist man nur ein Halunke und Mörder.Greift der Gegner als erstes zur Waffe und man erschiesst ihn...ist man ein Gunslinger!
Später gibt es auch Duelle gegen 2 Feinde gleichzeitig und andere Gemeinheiten.Bosse sind ebenfalls vertreten...meist hinter Geschützen oder mit übertriebenen Lebensbalken.
Das Gameplay geht locker von der Hand,macht schnell süchtig und die Levels gehen einmal quer durch alles was in nem guten Western erwartet.So gut wie jeder bekannte Schurke hat einen Auftritt im Spiel spendiert bekommen und Silas Erzählweise sorgt für viele unerwartete und lustige Momente.Da Silas die Story aus seiner Sicht erzählt und diese nicht immer mit der Ursprungsgeschichte übereinstimmt wird hier und da schon mal der Aufbau des Levels beeinflusst oder die Story geht in Slowmotion über weil Silas kurz aufs Klo muss.Humor kommt definitiv nicht zu kurz.
Für die Langzeitmotivation gibt es neben dem Storymode inkl. New Game+,einen Duellmode indem man 6 Leben spendiert bekommt und damit 15 Gegner hintereinander gegenübertreten muss sowie einen Arcademode mit 10 Leveln.
Der Duellmode dauert bei Erfolg nicht länger als 10 Minuten,bis man allerdings soweit ist gibt es einige Fingerkrämpfe und Beinahe-Herzinfakte...sehr stressig.
Ebenfalls nicht für Entspannung zu empfehlen ist der Arcademode...hier geht es nur um Zeit und Punkte.Die Level sind vollgepackt mit Feinden und man muss versuchen seine Combo so lange intakt zu halten wie möglich um neue Perks freizuschalten und seine 3 Sterne Bewertung einzusacken.
Fazit:
CoJ:Gunslinger ist nicht nur ein Lichtblick für die Juarez Reihe sondern ein 1A Western Game für jeden der was mit dem Wilden Westen anfangen kann.Mit 10-15 Stunden Spielzeit,freispielbaren Schwierigkeitsgrad,Arcade und Duellmode gibt ebenfalls nichts an der Länge zu beklagen.Die Story ist klasse,der Soundtrack rockt die Hütte,der Preis stimmt und die Collectibles geben dazu noch eine Menge an Hintergrundinformation über Figuren und Orte preis. Gunslinger ist uneingeschränkt empfehlbar...ausser für Kinder,da die Suppe doch ganz schön am spritzen ist.Bestes Call of Juarez meiner Meinung nach.
Achievements:
Übersichtliche Erfolge aber mit gepfefferten Schwierigkeitsgrad.2 Durchläufe sind nötig da man True West erst freischalten muss.Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad gibt es keinerlei Hud also alles noch einen Tick schwerer.Wichtig...2 Enden ergo 2 Entscheidungen die man jeweils wählen muss.Für den Duellmode gibt es keine Tipps,da hilft nur üben.
Arcademode ist ebenfalls reine Übungssache...erst die Level auswendig lernen und dann versuchen die Combo-Kette am laufen zu halten(40+ Minimum).
Am Ende hatte ich dann noch einen Erfolg über...Swift Justice. Ein Duell ehrenhaft gewinnen in unter 0,6 Sekunden. Ich habe 20 Minuten geflucht wie ein Rohrspatz bis ich den geknackt hatte. Have Fun!