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Amoklauf in Newtown

von Manuel S. vom 22.12.12, 22:24 Uhr

Videospiele töten Menschen, und nicht Waffen?!

Vor rund einer Woche kam es im amerikanischen Newtown zu einem tragischen Amoklauf, der für 20 Grundschulkinder und sechs Erwachsene tödlich endete. Recht schnell wurde nach Besonderheiten gesucht, die aus einem scheinbar harmlosen Menschen einen Massenmörder werden ließen.

Während verstärkt über eine Verschärfung der amerikanischen Waffengesetze diskutiert wurde, fanden die weltweiten Medien bei Adam L. eine Besonderheit. Offenbar litt der 20-jährige am sogenannten Asperger-Syndrom. Die Vorverurteilung begann: Bild.de titelte beispielsweise: “Eiskalt. Ohne Gefühl. Kein Mitleid – Bild.de erklärt das Asperger-Syndrom”. Ein Schlag in das Gesicht von Tausenden Betroffenen.

Aber auch Spieler blieben nicht verschont. Nach einer Woche des Schweigens meldeten sich gestern die Sprecher der Waffenlobby ‘National Rifle Association of America’ zu Wort und forderten eine Bewaffnung der Schulen, um die Schüler vor Amokläufern zu schützen, die zuvor von Videospielen und sonstigen Medien animiert wurden. Im Wortlaut heißt es: “Waffen töten keine Menschen. Videospiele, die Medien und Obamas öffentlicher Haushalt töten Menschen”, so NRA-Vize Wayne LaPierre.

Weiter: “In diesem Land existiert leider eine herzlose, korrupte und verderbende Schattenindustrie, die Gewalt im eigenen Volk verbreitet und bösartige, gewalttätige Videospiele mit Namen wie Bulletstorm, Grand Theft Auto, Mortal Kombat und Splatterhouse verkauft. Es gibt ein Spiel, das nennt sich Kindergarten Killers.”

In das selbe Horn blies auch Senator Joe Manchin, der in einem aktuellen Interview die folgenden Worte zu Protokoll gab: “Schaut auf Grand Theft Auto, das von Rockstar Games in New York City herausgebracht wurde, und schaut, was es fördert. Sollte es nicht geprüft und vielleicht auch verboten werden?”

Im weiteren Verlauf des Interviews machte er seine Nähe zur Waffenlobby deutlich: “Es sind meine Freunde. Sie sind gute Menschen. Sie sind tief getroffen. Und sie sind wie jeder andere Amerikaner in Trauer darüber, was mit diesen zwanzig kleinen Kindern passiert ist. Aber ich werde nicht zulassen, dass jemand deswegen verleumdet wird.”

Im Endeffekt sind also wieder Videospiele Schuld an einem weiteren Massaker, und nicht das ohnehin umstrittene Waffengesetz in den USA.

[ Quelle: Gameranx ]

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Wenn es Kultspiele sind, geht es in Ordnung
Ich nehme alles, was ich kriegen kann!
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Früher oder später gibt's die sowieso via PS+/GwG
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