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Babel Rising

von Kevin vom 13.06.12, 18:21 Uhr

Bei uns im Arcade-TEST!

Ein wenig in die Richtung „Tower Defense“ schlägt auch der Arcade-Titel „Babel Rising“, der sich in dieser Woche den Weg in die Herzen und auf die Konsolen der Zocker bahnen will. So etwas wird doch immer wieder gern genommen - oder etwa nicht? So oder so - unser Test zeigt die Stärken und Schwächen auf, die das 800 Microsoft-Punkte teure Spiel so mitbringt.
Screenshots zu Babel Rising




 
Schreien zwecklos

Die Idee hinter „Babel Rising“ ist denkbar simpel: Man steckt in der Haut einer Gottheit, die verhindern muss, dass das undankbare und offenbar wenig gottesfürchtige Menschenvolk einen Turm baut, um so den Gottesstatus zu erlangen. Götter nutzen in aller Regel keine Maschinengewehre, sondern ihre göttlichen Kräfte - so ist es natürlich auch bei „Babel Rising“ der Fall. Man soll also mit allerhand Mitteln vom Regenguss über kleine Meteoriten bis zur Sintflut dafür sorgen, dass den Menschlein das Fürchten gelehrt wird.

Wie die Lemminge

Spielerisch sieht das Ganze wie folgt aus: Die Menschen laufen auf die Baustelle zu (zunächst aus einer Richtung, später wird‘s schwieriger!) und werden mit dem Fadenkreuz eingefangen. Mit den Buttons kann man dann die verschiedenen Kräfte einsetzen. Dabei kann und muss man um den Turm herumrotieren, um auch wirklich alle einzufangen. Schafft es einer der kleinen Bauarbeiter ans Ende der Turmbaustelle, erweitert er den Bau um ein Stückchen und die Menschheit ist ihrem Ziel ein Stück weiter.
Das Ganze erinnert streckenweise doch sehr an die guten alten „Lemmings“, und auch die Art und Weise, auf die sich unsere Widersacher akustisch bemerkbar machen, sieht da ganz ähnlich aus. Allerdings liegt die Aufgabe des Spielers mitnichten darin, die kleinen Stinker zu retten.

Vom Telefon, da komm ich her!

Ursprünglich stammt „Babel Rising“ aus der Smartphone-Ecke. Dort sieht es zwar lange nicht so gut aus wie auf der Xbox360, allerdings hat man es mit dem Touchscreen bei Kräften, die einen Pfad vom Spieler erwarten, deutlich leichter. Hier kommt die Kinect-Funktionalität ins Spiel - „Babel Rising“ erlaubt nämlich auch das wilde Herumfuchteln vor der Konsole. Ob man das jetzt besser findet, kommt natürlich auf den Spieler an. Genauer als die Steuerung mit einem Touchscreen kann das Ganze allerdings nicht sein.

Babelicious!

Wie bereits erwähnt ist man in Sachen Optik einen klaren Schritt weiter als die Mobil-Variante. Man hat sich einen dem Zeitalter entsprechenden Grafik-Stil ausgesucht, und auch die 3D-Umsetzung mit der rotierenden Turmbaustelle weiß zu gefallen.
Es gibt zwar keine echten technischen Mängel, eines sollte man dennoch erwähnen: Es gibt Priester, die gegen eine der Naturgewalten immun sind. Das wird durch eine halbtransparente, farbige Kugel um diese gezeigt. Hier ist es mitunter etwas schwierig, die Unterschiede zwischen grün, blau und gelb zu erkennen - sicherlich kein Beinbruch, aber in der Hitze des Gefechts bisweilen etwas ärgerlich.

Restwerte

Bei „Babel Rising“ ist eines klar: Man muss schon einigermaßen stressresistent sein. Obwohl man zunächst ohne große Schwierigkeiten durch die Herausforderungen der Kampagne kommt, wird es schnell deutlich heftiger. Aber gerade das macht den Turmbau zu Babel ja auch aus.
Auch sonst können sich die Features sehen lassen: Es gibt Koop- sowie kompetitiven Multiplayer (allerdings nur offline) und darüber hinaus noch eine Art Survival-Modus. Insgesamt kann man sich für die 800 Microsoft-Punkte kaum beschweren - das Spiel ist zwar für Mobiltelefone erheblich günstiger, bietet aber auch wesentlich weniger.
Wer also ein Faible für ungewöhnliche Genre-Mixe hat und entsprechend gut mit Stress umgehen kann, wird „Babel Rising“ richtiggehend lieben.


Fazit zu Babel Rising
„Babel Rising“ ist zwar im Kern eine Art „Tower Defense“-Klon, allerdings ist das Drumherum eine echt witzige Abwechslung zum sonstigen Einheitsbrei. Es gibt diverse nette Zugaben wie Kinect-Unterstützung, obgleich das eher in die Abteilung „Gimmick“ fällt. Insgesamt erhält man aber genügend Spiel für sein Geld, so dass man - entsprechende Stress-Resistenz vorausgesetzt - bedenkenlos zugreifen kann.
 
Babel Rising
  Typ: Neuerscheinung
  Erschienen: 13.06.2012
  Entwickler: Ubisoft
  System: Xbox 360
  Spieler: 2
  Genre: Genre Mix
  USK: USK 12
  Sprache: Unbekannt
  Texte: Deutsch
  Onlinefähig: Nein
  Preis: 800  MS Points
 
Bewertungen

 

  Spielspaß:
8/10
  Präsentation:
8/10
  Preis/Leistung:
7/10
  Gesamt: 8/10
 Userwertung: 
 
+
+ unverbrauchter Genre-Mix
+ frische Spielidee
+ nette Aufmachung
+ Multiplayer-Modi...
-
- ...aber nur offline
- Farbe der Schutzsphären teilweise schlecht zu erkennen
- Steuerung mancher Naturgewalten ungenau
 
Screenshots zu Babel Rising




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Kommentare zu Babel Rising
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