|
|
|
|
|
|
|
|
|
Arcade Reviews - Deadlight
|
|
|
Deadlight
|
|
von Kevin vom 03.08.12, 14:04 Uhr
|
|
Bei uns im Arcade-TEST!
|
|
Nachdem wir in der letzten Woche mit „Wreckateer“ ein eher weniger gehaltvolles Arcade-Spiel testen durften, stehen die Zeiche dieses Mal - zumindest augenscheinlich - etwas besser. „Deadlight“ widmet sich mal wieder der Angst vor dem Ende der Menschheit dank einer Zombie-Plage. 1200 Microsoft-Punkte sollen angelegt werden - schauen wir doch mal näher hin, ob sich das auch lohnt.
|
|
|
The Walking Deadlight
Normalerweise benötigt die Zombie-Kultur keine echte Story - schließlich geht es um das nackte Überleben und sonst nichts. Bei "Deadlight" beginnt das Ganze damit, dass sich unser Protagonist von einer Gruppe Überlebender trennt, um seine Familie zu finden. Die Handlung spielt übrigens im Jahr 1986, und so kommt es auch, dass man jede Menge 80er-Kultur zu sehen bekommt.
Aus Gameplay-Sicht erinnert das Gebotene ein wenig an Arcade-Hits wie "Shadow Complex" und besonders in Hinsicht auf die düstere Atmosphäre auch an "Limbo". Das liegt nicht zuletzt an der Perspektive, in der "Deadlight" stattfindet: Man hat wieder einmal die beliebte 2,5D-Idee genutzt, in der die Grafik zwar in 3D-Modellen vorliegt, man sich aber nur auf einer Ebene bewegt.
Hüpfen, Schießen, Cha Cha Cha
Spielerisch gibt es wenig Bahnbrechendes bei "Deadlight": Letztendlich handelt es sich einfach nur um ein nicht zu anspruchsvolles Jump-and-Run mit diversen Rätsel- und Kampfeinlagen. Gemischt wird das alles mit ein wenig Ausdauer-Management und fertig ist die Laube. Das alleine mag vielleicht weniger überzeugen - hier kommt allerdings die Atmosphäre ins Spiel. Die ist bei "Deadlight" nämlich außerordentlich dicht geworden. Nicht nur, dass alles düster und endzeitmäßig aussieht, auch die Erzählungen des Hauptcharakters (in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln) paßt da prima ins Programm.
Trotzdem kann das nicht so ganz darüber hinwegtäuschen, dass das Leveldesign extremst dem Schlauch-Schema folgt. Bedeutet: Spielerische Freiräume gibt es nicht. Lediglich ein paar Verstecke, in denen sich Geheimnisse oder LCD-Spiele (die man sogar richtig spielen kann) befinden, haben die Entwickler eingebaut. Wer aber nicht erst seit gestern Videospiele zockt, wird keinerlei Schwierigkeiten haben, diese Stellen zu finden.
Filmreif!
Insofern wird schnell klar, dass "Deadlight" ein Spiel für all diejenigen ist, die Videospiele als interaktives Mittel zur Vermittlung einer Story verstehen. Wie bei einem Film ist die Handlung streng vorgegeben und man hat keine Möglichkeit, die Herausforderungen anders zu lösen als von den Entwicklern vorgesehen.
Und noch ein Aspekt - dieses Mal aber ein durchaus negativer - erinnert an die Filmwelt: Die Laufzeit. Nach schlappen 2-3 Stunden ist man mit dem Spiel durch, und bis auf eventuell vergessene Geheimnisse einzusammeln gibt es definitiv keinen Grund, noch einmal ans Werk zu schreiten. Das ist - auch für Arcade-Verhältnisse - kaum tolerabel, und schon gar nicht für 1200 Microsoft-Punkte. Die LCD-Handhelds, die man unterwegs findet, kann man zwar auch vom Hauptmenü aus spielen, diese sind aber eher ein netter Gag als ein echter Mehrwert.
Gute Ansätze
Wie so viele Arcade-Games lässt auch „Deadlight“ trotz guter Ansätze einiges zu wünschen übrig. Bei einem niedrigeren Preis könnte man wohl über die Kürze hinwegsehen, aber 1200 Microsoft-Punkte sind definitiv zu viel für nicht mal drei Stunden Spielzeit. Hinzu kommt, dass man - trotz hervorragender Atmosphäre - spielerisch eher Einfach-Kost vorgesetzt bekommt.
|
|
|
|
|
|
|
Ein spannendes Setting und eine tolle Atmosphäre machen noch keinen Frühling - das beweist uns „Deadlight“ aktuell. Das zweifellos ordentliche Drumherum ist eben kein Ersatz für einen akzeptablen Preis oder zumindest für einen dazu passenden Spielumfang. Zwei bis maximal drei Stunden ist nun wirklich am untersten Ende der Skala angesiedelt, und dafür ein 1200-Punkte-Preisschild ist halt schon ziemlich heftig. Wer sich daran nicht stört - oder das Spiel irgendwann als Deal of the Week für die Hälfte bekommt - kann aber durchaus seinen Spaß daran haben.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Typ:
|
Neuerscheinung
|
Erschienen:
|
01.08.2012
|
Entwickler:
|
Tequila Works
|
System:
|
Xbox 360
|
Spieler:
|
1
|
Genre:
|
Jump&Run
|
USK:
|
USK 16
|
Sprache:
|
Englisch
|
Texte:
|
Deutsch
|
Onlinefähig:
|
Nein
|
Preis:
|
1200 MS Points
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|

|
|
|
|
|
|

|
|
|
|
|
|
|