Arcade Reviews - Phantom Breaker: Battle Grounds  Bookmark and Share

Phantom Breaker: Battle Grounds

von Kevin vom 01.03.13, 19:00 Uhr

Bei uns im Arcade-TEST!

In dieser Woche erreicht uns wieder etwas aus der Japan-Ecke auf dem Xbox Live Marketplace: "Phantom Breaker: Battle Grounds" heißt der neue Arcade-Brawler, der jetzt um die Gunst der Kundschaft buhlt. 800 Microsoft-Punkte soll man dafür hinterlegen - aber lohnt sich das auch für die gefühlt tausendste Auflage eines simplen Prügelspiels? Wir gehen dieser Sache auf den Grund!
Screenshots zu Phantom Breaker: Battle Grounds




 
Japan Ahoi!

Bereits vor rund zwei Jahren kamen die Japaner in den Genuß von "Phantom Breaker", einem Beat-em-Up, das es leider nicht über die Grenzen Nippons hinaus geschafft hat. Das war so manchem Genre-Fan mit Hang zu Anime-Mädchen ein Dorn im Auge - aber immerhin gibt es jetzt mit "Phantom Breaker: Battle Grounds" wenigstens ein Spinoff.

Spielerisch haben wir es hier mit einem klassischen Brawler zu tun. Das Genre ist ja beinahe so alt wie Videospiele an sich, aber gerade in der 2D-Variante ist es nicht mehr so gängig. Der letzte wirklich populäre Vertreter war wohl "Scott Pilgrim", und in ähnlichem Stil kommt jetzt auch "Phantom Breaker: Battle Grounds" daher - zwar eher japanisch als kanadisch, dafür aber in vergleichbarer Pixeloptik.

Fast wie Urlaub!

Die vermutlich größte Auffälligkeit von "Phantom Breaker: Battle Grounds" ist die Umgebung: Selten sah man typisch japanische Schauplätze wie Spielhallen oder das Elektronik-Viertel Akihabara derartig liebevoll zusammengepixelt. Das ist dann aber auch schon fast alles, was heraussticht - spielerisch ist das Ganze nämlich recht konservativ. Mit genügend Button-Masherei kommt man hinreichend gut hin, und auch sonst gibt es da wenige Extras - bis auf den Vier-Spieler-Koop natürlich.

Nur ein Schwein spielt allein!

Wie so oft bietet auch "Phantom Breaker: Battle Grounds" die Möglichkeit zum Multiplayer - und hier steckt auch ganz klar mehr Spaß als wenn man sich alleine durch Tokio kämpft. Bis zu vier Spieler dürfen diese Aufgabe übernehmen, und zwar sowohl lokal im heimischen Wohnzimmer als auch online via Xbox Live. Wie man sich aber vorstellen kann, ist da von Übersichtlichkeit keine Spur mehr - aber diese völlig übertriebene und frenetische Action macht das Ganze ja auch irgendwie aus.

Auf eine eigene Art hübsch!

Sicherlich ist "Phantom Breaker: Battle Grounds" im technischen (und auch im spielmechanischen) Sinne nicht aktuell. Dafür kann der Titel aber mit einer ansprechenden Pixelgrafik begeistern, wie man sie nicht mehr häufig zu sehen bekommt. Stilistisch muss man sich aber auf klassische japanische Charaktere vorbereiten, wenn man dies nicht mag, wird einem das ganze Spiel quer im Magen liegen.

Ebenfalls japanisch ist auch die Ausstattung: So gibt es nur vereinzelt (japanische) Sprachausgabe zu hören, die "Hintergrundgeschichte", falls man es so nennen darf, wird in den üblichen Texttafeln erzählt. Das ist vielleicht für japanische Spiele so üblich, erschreckt im Westen aber noch immer die Zocker.

Auch in Sachen Schwierigkeitsgrad beziehungsweise Durchhaltevermögen werden japanische Verhältnisse propagiert. So muss man etwa - wenn der eigene Charakter das Zeitliche gesegnet hat - das komplette Level von vorne beginnen, und nicht nur den betreffenden Abschnitt.

Für Fans

Wieder einmal zeigt sich, dass ein veraltetes Konzept nicht unbedingt schlecht sein muss - wenn man die entsprechende Zielgruppe erwischt. Dann kann "Phantom Breaker: Battle Grounds" für so einige Stunden Kurzweil bieten. Wer allerdings immer auf der Suche nach neuen Konzepten und Spielerlebnissen ist, der wird sich hier nicht besonders wohl fühlen - da sind dann andere Arcade-Spiele vielleicht eine bessere Investition.
Fazit zu Phantom Breaker: Battle Grounds
Mit "Phantom Breaker: Battle Grounds" haben wir mal wieder einen typischen Brawler in der Arcade-Ecke, der bisweilen doch stark an "Scott Pilgrim" erinnert, wenngleich der charakteristische Humor des Kanadiers fehlt. Dafür haben wir es aber mit nicht minder ansehnlichen japanischen Schauplätzen zu tun, die liebevoll gepixelt wurden. Wer sich für Spiele wie seinerzeit "Double Dragon" oder später auch "Scott Pilgrim" begeistern kann, ist hier gut aufgehoben - alle anderen dürfen sich gerne woanders umschauen.
 
Phantom Breaker: Battle Grounds
  Typ: Neuerscheinung
  Erschienen: 27.02.2013
  Entwickler: Release Universal Network
  System: Xbox 360
  Spieler: 4
  Genre: Action
  USK: USK 12
  Sprache: Japanisch
  Texte: Deutsch
  Onlinefähig: Ja
  Preis: 800  MS Points
 
Bewertungen

 

  Spielspaß:
6/10
  Präsentation:
7/10
  Preis/Leistung:
7/10
  Gesamt: 7/10
 Userwertung: 
 
+
+ liebevoll erstellte Pixel-Optik
+ flexibler Multiplayer-Modus
-
- wenig Innovation
- für die meisten Zocker eher uninteressant
 
Screenshots zu Phantom Breaker: Battle Grounds




Komplette Screenshot-Gallery öffnen

 
Kommentare zu Phantom Breaker: Battle Grounds
Information:
Zu diesem Eintrag befinden sich noch keine Kommentare im System.

Einen Kommentar schreiben
 

 





Passwort vergessen?

 


 
 




Auf welches Spiel freut Ihr Euch 2014 am meisten?


Forza Horizon 2
Halo: The Master Chief Collection
Alien: Isolation
Battlefield: Hardline
Evolve
Far Cry 4
GTA V Next-Gen
Assassin's Creed Unity
Destiny
Andere


  
 

 




xbox-newz.de ist Partner von Fantastic Zero und unterliegt als Bestandteil des Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW.
0.136339