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Special Forces: Team X

von Kevin vom 08.02.13, 15:39 Uhr

Bei uns im Arcade-TEST!

Es kommt immer mal wieder vor, dass ein Entwickler versucht, mit einem Multiplayer-Shooter in Gestalt eines Download-Titels Fuß zu fassen. Leider gelingt dies nicht gerade regelmäßig - häufig hat man scho nach kurzer Zeit damit zu kämpfen, dass es wenig bis keine Mitspieler gibt. In dieses Minenfeld begibt sich jetzt auch "Special Forces: Team X", das seit dieser Woche für 1200 Microsoft-Punkte auf dem Xbox Live Marketplace erhältlich ist. Wie sich der Titel schlägt, verrät Euch unser Test.
Screenshots zu Special Forces: Team X




 
Kennt man das nicht?

Rein prinzipiell ist "Special Forces: Team X" ein recht herkömmlicher Third-Person-Shooter. Die Spielmechanik an sich ist recht solide, bietet aber praktisch keine außergewöhnliche Funktionalität. Das Spiel kommt in Cellshading-Optik daher, was aber nicht allzu gut in ein derartig ernstes Szenario passt. Ansonsten erinnert das Ganze teilweise stark an die Multiplayer-Gefechte von "Gears of War", was allerdings eher einer Adelung gleichkommt.

Die Besonderheit liegt schlicht und ergreifend im Leveldesign - oder vielmehr in der Tatsache, dass es keine streng vordefinierten Maps gibt. Stattdessen wählen die Spieler vor dem Match einzelne Bestandteile der Multiplayer-Karte aus einem vorgegebenen Fundus aus. Ihr snipert gerne durch die Gegend? Dann bietet sich die Wahl eines Elements mit erhöhter Position durchaus an. Zünftige Feuergefechte in der Lagerhalle sind eher Euer Ding? Bitteschön!

Ordentliches Arsenal

Ebenfalls nicht von schlechten Eltern ist die Waffenauswahl. Nicht nur, dass es davon eine ganze Menge gibt, man hat auch jede Menge Möglichkeiten, diese mit diversen Extras zu modifizieren. Zusätzlich gibt es im Level auch immer wieder Waffenkisten mit schlagkräftigen Schießeisen wie einer Panzerfaust oder einer Mini-Gun - gerade letztere macht viel Spaß.

Anstatt irgendwelche Perks oder Abschussserien-Belohnung zu verbauen, hat man dem Spieler generell die Möglichkeit geboten, diverse Extras freizuschalten - darunter etwa auch Hunde, die - wie seinerzeit bei "Call of Duty: World at War" den Spieler tatkräftig unterstützen.

Das übliche Problem?

"Special Forces: Team X" bringt dem Spieler auch eine ganze Reihe an Spielmodi ins Haus - insgesamt muss sich der Titel spielerisch kaum verstecken. Allerdings zeichnet sich schon jetzt, kurz nach dem Release, eine gewisse Schwierigkeit ab, Mitspieler zu finden. So gibt es zwar eine Handvoll Spiele zur "Prime Time", zu den ruhigeren Zeiten muss man allerdings nehmen, was man bekommt - das wäre sicherlich nicht ganz so tragisch, hätte man wenigstens einen Einzelspielermodus mit Bots integriert.

Zellenschatten

Auch wenn der Cell-Shading-Stil von "Special Forces: Team X" nicht zwangsläufig perfekt dazu passt (das ist aber sicherlich eine Geschmacksfrage), so ist diese qualitativ dennoch sehr ordentlich geworden. Diesbezüglich gibt es sicherlich keine großen Beschwerden - diese kommen allerdings aus einer gänzlich unerwarteten Richtung.

So ist die Übersetzung gelinde gesagt extrem gewöhnungsbedürftig. Ist man weniger höflich, dann muss man fragen "Welcher Stümper war für die Übersetzung zuständigt", letztendlich läuft es aber wohl auf eine computerisierte Übersetzung hinaus. Kleine Kostprobe gefällig? Bei "Special Forces: Team X" heißt die Wiedergeburt gefallener Soldaten nicht etwa "spawnen" - vielmehr wird man zum "laichen" aufgefordert - und das ganz ohne Froschmann-Klasse.

Wiederholung!

Für Entwickler muss es eine grausame Sache sein: Man gibt sich Mühe, ein unterhaltsames Spiel zu entwickeln, ist mit dem Endergebnis (zu recht) zufrieden - und ob es Erfolg wird, liegt dann plötzlich gar nicht mehr in der eigenen Hand. Diese Situation verstärkt sich natürlich deutlich bei Multiplayer-Titeln, und noch schlimmer wird es, wenn es um Arcade-Titel geht. Obwohl "Special Forces: Team X" mehr als nur solide ist, zeichnet sich schon wieder das übliche Bild des Gegnermangels ab. Wer sich daran nicht stört oder eine Menge ähnlich interessierter Kollegen hat, sollte sich die Demoversion unbedingt näher betrachten.
Fazit zu Special Forces: Team X
Mit "Special Forces: Team X" bietet sich uns ein wirklich ordentlicher Multiplayer-Shooter, der einiges Potential mitbringt. Leider zeigt sich aktuell wieder einmal, dass ein Release als Arcade-Titel nicht unbedingt ein ideales Konzept für Multiplayer-Shooter darstellt, denn man kämpft wieder einmal mit einer eher mittelmäßigen Akzeptanz bei den Spielern. Davon (und von der lächerlichen Übersetzung) abgesehen bringt der Titel das notwendige Handwerkszeug mit - und ist daher einen zweiten Blick wert.
 
Special Forces: Team X
  Typ: Neuerscheinung
  Erschienen: 06.02.2012
  Entwickler: Zombie Studios
  System: Xbox 360
  Spieler: 16
  Genre: Ego-Shooter
  USK: USK 18
  Sprache: Unbekannt
  Texte: Deutsch
  Onlinefähig: Ja
  Preis: 1200  MS Points
 
Bewertungen

 

  Spielspaß:
8/10
  Präsentation:
7/10
  Preis/Leistung:
8/10
  Gesamt: 8/10
 Userwertung: 
 
+
+ sehr solides Gameplay
+ zahlreiche Waffen + Optionen
+ interessantes Map-Konzept
-
- lausige Übersetzung
- aktuell nicht allzu viele Gegenspieler
 
Screenshots zu Special Forces: Team X




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Kommentare zu Special Forces: Team X
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