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Warp

von Kevin vom 16.02.12, 14:09 Uhr

Bei uns im Arcade-Test

Es ist wieder soweit: Microsoft startet wieder ein Arcade-Event. Dieses Mal ist es die „Xbox Live Arcade House Party“, die den interessierten Spielern vier Wochen lang je ein besonders aussergewöhnliches Arcade-Game bieten will. Den Einstieg macht der Puzzler „Warp“, der für 800 Microsoft-Punkte über den Ladentisch geht. Haben wir hier einen echten Knallertitel gleich zu Anfang oder spart man sich das Beste für den Schluss auf?
Screenshots zu Warp



 
Die Aliens kommen!

Bei „Warp“ übernimmt man ausnahmsweise die Rolle eines Ausserirdischen. Ganz E.T.-mässig wurde dieser von Menschen einkassiert, die mit ihm die wildesten Experimente in einer bizarren Forschungseinrichtung durchführen wollen. Doch die Peiniger haben nicht damit gerechnet, dass unser Protagonist ein paar ganz besondere Fähigkeiten besitzt. Und diese müssen jetzt eingesetzt werden, um aus der Forschungseinrichtung zu fliehen.

Scottie warpt sich hoch

Die wohl wichtigste Fähigkeit des kleinen Ausserirdischen ist das namensgebende Warp-Talent. Das erlaubt es dem Spieler, eine bestimmte (kurze) Distanz per Warp zu überspringen. So schafft man es beispielsweise, durch eine Wand in den nächsten Raum zu gelangen oder Löcher im Boden zu überbrücken. Sind die Hindernisse aber weiter als die Warpdistanz, funktioniert das Ganze logischerweise nicht.
Fast ebenso wichtig ist die Funktion, in bestimmte Gegenstände - und auch in Menschen - hereinzuspringen und diese zum explodieren zu bringen. Letzteres ist wohl auch der Grund für das 18er-Rating, denn ganz unblutig läuft das nicht ab (auch wenn dies kaum das Gewalt-Level von Mortal Kombat und Konsorten erreicht). Es sei aber auch gleich darauf hingewiesen, dass man zu keiner Zeit gezwungen ist, Blut zu vergiessen - wer pazifistisch eingestellt ist, findet immer einen alternativen Weg.
Nach und nach gesellen sich noch weitere Fähigkeiten zum Arsenal, und so erweitert sich auch die Anzahl der Lösungsmöglichkeiten, die die verschiedenen Herausforderungen anbieten.

Heiter bis wolkig

In Sachen Optik kommt „Warp“ zwar für Arcade-Verhältnisse ganz ordentlich daher, kann aber nicht unbedingt glänzen. Während man im normalen Spielbetrieb (aus sicherer Entfernung von schräg oben) wenig an der Grafik aussetzen kann, wird dies in Zwischensequenzen etwas deutlicher. Trotzdem geht das Gebotene so in Ordnung.
Ärgerlicher sieht es da bei der Beschallung aus. Diese ist qualitativ zwar absolut zufriedenstellend, warum man allerdings sowohl Sprachausgabe als auch Untertitel ausschliesslich auf englisch zur Verfügung stellt, stimmt etwas sprachlos. Handelt es sich bei „Warp“ doch um alles andere als einen Wald- und Wiesentitel, wie man sie jedes Jahr zu dutzenden in die FInger bekommt - es ist als Teil der „House Party“ eben auch Teil der ganz besonderen Spiele in der Arcade-Sektion. Wieso man hier dermassen spart, ist absolut nicht nachzuvollziehen.

Ausserirdisch kurz

Nach rund fünf bis sechs Stunden hat man sich durch „Warp“ gekämpft. Das ist sicherlich nicht epochal lang, hat man aber Gefallen an dem Spiel gefunden, lohnt sich erneutes Durchspielen aufgrund der verschiedenen Lösungsmöglichkeiten. Desweiteren gibt es noch Challenge-Räume, die es möglichst schnell zu durchqueren gilt. Hier kommen wieder Leaderboards zum Tragen, so dass extrem kompetitive Naturen auch ihren Spass haben.
Insgesamt ist „Warp“ sicherlich ein aussergewöhnliches Spiel, das einem speziellen Event wie der „House Party“ würdig ist - auch wenn es einige Schwächen zu verzeichnen gibt.


Fazit zu Warp
„Warp“ steckt den Spieler in die Haut eines Ausserirdischen, der die Flucht vor der Menschheit antritt. Herausgekommen ist Mischung aus Puzzle und Action, bei der das Überlegen klar an erster Stelle steht. Sehr gut gefällt der Umstand, dass es stets mehrere Lösungsmöglichkeiten gibt - entweder schleichend aus dem Hinterhalt oder voll auf Konfrontationskurs. Angemerkt werden muss bei aller Schwärmerei, dass das Spiel ausschliesslich in Englisch vorliegt - nicht einmal die Bildschirmtexte sind deutsch. Wer also auf Kriegsfuss mit der angelsächsischen Sprache steht, bleibt aussen vor.
 
Warp
  Typ: Neuerscheinung
  Erschienen: 15.02.2012
  Entwickler: Trapdoor
  System: Xbox 360
  Spieler: 1
  Genre: Geschicklichkeit
  USK: USK 18
  Sprache: Englisch
  Texte: Englisch
  Onlinefähig: Nein
  Preis: 800  MS Points
 
Bewertungen

 

  Spielspaß:
8/10
  Präsentation:
7/10
  Preis/Leistung:
7/10
  Gesamt: 7/10
 Userwertung: 
 
+
+ witzige Spielidee
+ mehrere Lösungsmöglichkeiten
+ Challenge-Räume mit Leaderboard-Support
-
- dürfte länger sein
- komplett englisch
 
Screenshots zu Warp



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Kommentare zu Warp
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