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Previews - Syndicate
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Syndicate
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von Kevin vom 20.11.11, 01:05 Uhr
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Bei uns in der Vorschau
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Es soll ja durchaus auch heute noch einige Spieler geben, die in den frühen Neunzigern bereits unserem liebsten Hobby gefrönt haben. Wer damals einen Amiga sein Eigen nennen durfte, erinnert sich bestimmt noch an "Syndicate", einen spannenden Taktik-Shooter im abgefahrenen Sci-Fi-Kostüm. Die Besonderheit dieses Spiels war eine Komplexität und ein Tiefgang, wie man es damals nur selten zu Gesicht bekam. Im Februar 2012 - fast zwanzig Jahre nach Release des Originals - soll jetzt eine Neuauflage erscheinen. Allerdings muss man sich auf tiefgreifende Änderungen vorbereiten.
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Überwachungsstaat 3.0
Klar, mit dem Begriff "Überwachungsstaat" kann man in Zeiten von Vorratsdatenspeicherung und Bundestrojaner durchaus etwas anfangen - aber bereits vor fast 20 Jahren malten die Entwickler von "Syndicate" ein äusserst düsteres Bild von der Zukunft. Als Teil eines privaten Geheimdienstes gilt es, diverse Aufträge durchzuführen. Doch das darf man sich nicht als wilde Ballerei vorstellen - vielmehr hatte man recht komplexe Spielelemente wie einen Überzeugungsstrahl, der Passanten dazu verleitete, die Drecksarbeit für den Agenten zu erledigen. Das Ganze lief in einer isometrischen Engine ab und war alles andere als zimperlich, was Gewaltdarstellungen angeht - zumindest nach damaligem Maßstab.
Aus alt mach neu
Bereits bei der ersten Ankündigung sorgte die kommende Fassung von "Syndicate" für Kontroversen. Doch überraschenderweise fühlt sich niemand durch die möglichen Gewaltdarstellungen belästigt, vielmehr befürchten viele Gamer, die das Original seinerzeit liebten, dass der zuständige Entwickler (die Starbreeze Studios) sich viel zu weit vom Vorbild entfernt. Und tatsächlich: Wo anno 1993 mehr Taktik als Action in der Tüte waren, geht man jetzt den vermeintlich sicheren Weg eines First-Person-Shooters. Das kann durchaus funktionieren, wenn man sich zum Vergleich das Cyberpunk-Spektakel "Deus Ex: Human Revolution" anschaut - doch es kann auch gewaltig in die Hosen gehen. Hier steht und fällt der potentielle Spielehit mit den Möglichkeiten, die den Titel von herkömmlichen Shootern unterscheidet.
Im Quartett
Schon im Original von 1993 gab es die Möglichkeit (und Notwendigkeit!), bis zu vier Agenten mehr oder weniger gleichzeitig zu steuern. Sowas sorgte bisweilen für Hektik, wenn man mit dem ersten Agenten gerade einen wichtigen Schachzug plante, während der zweite gerade entdeckt wird. Hier verspricht man bei der Neuauflage, moderne Funktionalitäten zu nutzen - wie etwa kooperatives Spielen zu viert. Jeder, der schon einmal ein halbwegs taktisches Spiel mit anderen ernsthaften Zockern kooperativ angegangen ist, weiss, dass so etwas fast ein Garant für jede Menge Spielspass ist.
Spezialagent mit Spezialfähigkeiten
Nur mit der Idee, einen Shooter nach dem Vorbild "Syndicate" zu erbauen, kommt man ja nicht zwangsläufig auf einen grünen Zweig - die Ideen sind es, die zählen. Hier will "Syndicate" auch ganz klar überzeugen. Die Zeit zu verlangsamen kennt man ja durchaus von anderen Shootern mit "Bullet Time"-Feature. Doch die Sache mit der Gedankenkontrolle hat man auch auf die Neuauflage von "Syndicate" übertragen. Die perfide Sache in dieser schönen neuen Spielwelt ist die Tatsache, dass alle Menschen mit einem Chip versehen sind, der Kaufgewohnheiten steuern und analysieren soll. Unser Spezialagent kann sich in diese Chips einhacken und die Leute somit zu seinem Vorteil nutzen.
Damit sind natürlich auch Gegner angreifbar, und das Hacken bietet hier eine ganz besondere Vielfalt an Möglichkeiten, den Gegnern übel mitzuspielen. So kann man etwa seine Waffe überlasten und sie zur Explosion bewegen, was den armen Tropf, der das Teil trägt, natürlich einschmelzen lässt. Oder man macht es sich einfach und bringt den gegnerischen Kämpfer dazu, sich oder seine Gegner zu beschiessen - die Möglichkeiten sind zahlreich und herrlich gemein.
Ein Ausblick
Wie man sieht, hat "Syndicate" auch im Jahr 2012 durchaus noch das Potential, ein interessantes Spiel abzugeben - die genaue Stilrichtung ist dabei im Prinzip gar nicht mal das Wichtigste. Dafür kommt es natürlich stark darauf an, was man aus der ganzen "Mind Control"-Geschichte macht. Zweifelsohne werden die Hardcore-Fans der ersten Stunde zunächst enttäuscht sein - wenn die Entwickler ihre Karten aber richtig ausspielen, könnte "Syndicate" ein echter Hit werden.
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