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Anarchy Reigns
von Kevin vom 11.01.13, 01:36 Uhr
Bei uns im Brawler-TEST!

Nach zahlreichen Auftritten, Trailern, News und Ankündigungen in der ganzen Videospiele-Medienwelt ist es jetzt endlich soweit: "Anarchy Reigns" steht auch in Europa in den Händlerregalen. Im Vorfeld ließen die Berichte ja schon durchblicken, dass der Brawler so Einiges zu bieten haben soll. Ein guter Grund, um das Spiel auf den Prüfstand zu schicken - und unser Test zeigt Euch, ob "Anarchy Reigns" vollends überzeugen kann.
Screenshots zu Anarchy Reigns




 
Die Japaner kommen!

Um es gleich vorweg zu nehmen: "Anarchy Reigns" ist ein in vielerlei Hinsicht arttypischer Brawler aus Japan. Dort ist der Titel nämlich bereits im vergangenen Juli erschienen - da hat man sich mit der Lokalisierung ja ordentlich Zeit gelassen. Entsprechend seiner Herkunft bringt das Spiel natürlich auch recht ungewöhnliche Charaktere mit - es ist ja nun kein Geheimnis mehr, dass die Japaner diesbezüglich für eine gewisse Exzentrik bekannt geworden sind.

Verantwortlich für "Anarchy Reigns" zeichnen sich übrigens die Mannen von Platinum Games, die in der Vergangenheit mit "Bayonetta" und "Vanquish" durchaus solide Titel abgeliefert haben. Zumindest in Hinsicht auf die Story kann man aber nicht behaupten, die Entwickler hätten sich besonders viel Mühe gegeben, eine zusammenhängende und vor allem plausible Hintergrundgeschichte zusammenzuschustern. Was man stattdessen geboten bekommt, verwirrt mehr, als dass es eine ordentliche Atmosphäre erzeugt oder eine solche zumindest etwas unterstützt. Grob ausgedrückt geht es um eine Gruppe von recht ungewöhnlichen Charakteren, die jeder ein gewisses Ziel verfolgen - deren Wege sich allerdings überschneiden.

Brawl im Dutzend

Hinsichtlich der Spielmechanik gibt es eigentlich nur wenige Überraschungen. So reicht es zumeist, wild button-mashend durch die Gegend zu heizen und so seinen Gegnern den Garaus zu machen. Damit das aber nicht zu simpel wird, hat man ein Missions-System eingebaut, das dem Spieler - je nach Fortschritt in der aktuellen Region - verschiedene Haupt- und Nebenmissionen anbietet.

Das ist natürlich prinzipiell wenig aufregend, allerdings macht es "Anarchy Reigns" dem Spieler auch recht einfach, hier durchzusteigen. Das Kampfsystem ist in Sachen Komplexität nun wirklich nicht mit "richtigen" Beat-em-Ups vergleichbar, dafür muss man aber auch nicht stundenlang damit zubringen, irgendwelche Combos und Techniken zu erlernen. Bezüglich der Steuerung geht das Ganze auch durchaus in Ordnung, so dass die technischen "Kernwerte" auch keinen Anlass zur Beschwerde geben.

Altes Brot?

Böse Zungen mögen bei "Anarchy Reigns" natürlich wieder auf die etwas altbackenen Spielprinzipien vieler japanischer Titel anspielen. Tatsächlich ist es nicht so, als würde das Spiel den Zocker mit einer extrem komplexen Spielmechanik überfordern - aber das macht Brawler ja gerade aus. Allerdings grenzt das auch den Kreis der potentiellen Zielgruppe deutlich ein - wer epische Werke im Sinne von "Halo" und "Gears of War" wertschätzt, wird sich mit "Anarchy Reigns" ein wenig schwer tun.

Bildlich gesprochen

Etwas zurückhaltend gab sich der Entwickler Platinum Games auch bei der Aufmachung von "Anarchy Reigns". Ein richtiges Grafikfeuerwerk liegt hier nämlich nicht vor - die bösen Zungen lassen wieder einmal grüßen. Dass dies technisch nicht unbedingt dem Stand der Dinge entspricht, kann man vielleicht noch verschmerzen - dass die Areale aber doch eher trist und uniform gestaltet sind, ärgert dann doch ein wenig. So gibt es keine Möglichkeiten und erst recht keinen Anlass, um auf Erkundungstour in den (ohnehin nicht gerade riesigen) Levels zu gehen.
So richtig überzeugend ist die Audio-Abteilung von "Anarchy Reigns" übrigens auch nicht - zwar sind die Soundeffekte und das Gejaule der Figuren ganz okay, die Musikuntermalung ist aber wirklich nichts, was einem über längere Zeit im Gedächtnis verbleiben wird.

Mehrspielerfreuden

Bezüglich der Einzelspieler-Kampagne von "Anarchy Reigns" wird man schon einige Zeit mit dem Durchspielen beschäftigt sein - und es bietet sich durchaus an, die einzelnen Missionen zur Vermehrung der Punkte erneut in Angriff zu nehmen, wenn man entsprechende Freischaltungen vornehmen will. Erfreulich ist hier vor allem die Tatsache, dass man trotz des recht simplen Spielprinzips mit so einiger Abwechslung belohnt wird - wer also befürchtet, dass man sich wirklich nur blind durch die Gegnermassen schnetzeln muss, wird sich darüber freuen, dass es die verschiedensten Missions-Einlagen gibt - darunter auch illustre Dinge wie Fahrzeug-Touren und dergleichen mehr.

Als interessanter Bonus kommt hier aber noch der Multiplayer-Part in Betracht. In elf verschiedenen Spielmodi (zumeist die üblichen Verdächtigen vom Schlage des Deathmatchs und "Capture the Flag", aber auch einige ungewöhnliche Vertreter) darf man auch mal gänzlich andere Charaktere (wie etwa Bayonetta via DLC) auf große Abenteuerfahrt ausführen. Das hat auch durchaus Spaß-Potential, wenngleich das Matchmaking nicht immer ganz fair vonstatten geht. So kommt es dann doch mit schöner Regelmäßigkeit vor, dass man gegen wesentlich stärkere Gegner antreten muss, die einem den virtuellen Pixelhintern versohlen. Da muss man teilweise eine ordentliche Portion Frustresistenz und Durchhaltevermögen mitbringen.

Schöne Anarchie?

Auch wenn man mit "Anarchy Reigns" technisch nicht unbedingt den ersten echten Kracher des Jahres 2013 in die Finger bekommt, so ist dennoch durchaus für Spaß gesorgt. Trotz aller Kritik hat es etwas außerordentlich Befriedigendes, wenn man durch einen Pulk von Gegnern durchrattert, als gäbe es kein Morgen mehr. Natürlich darf auch nicht unerwähnt bleiben, dass das Spiel kein klassischer Vollpreis-Titel ist - stattdessen kommt man mit 30 Euro aus. Dafür gibt es dann doch eine ganze Menge, und wer kein Problem mit dem Brawler-Genre hat - oder gar ein Fan dessen ist - ist hier sehr gut aufgehoben.
Fazit zu Anarchy Reigns
Mit "Anarchy Reigns" erreicht uns ein recht interessanter Brawler aus dem Hause Platinum Games, die ja schon mit Bayonetta und Vanquish auf sich aufmerksam machen konnten. Dabei bleibt das Spiel in weiten Zügen - vor allem in Hinsicht auf die Spielmechanik - konservativ, kann aber mit immerhin elf Multiplayer-Modi und verhältnismäßig viel Abwechslung punkten. Über die meisten Kritikpunkte - vor allem die etwas einfache Aufmachung - kann man angesichts des Kaufpreises durchaus hinwegsehen, so dass "Anarchy Reigns" eine echte Daseinsberechtigung hat.
 
Anarchy Reigns

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  Erschienen: 11.01.2013
  Hersteller: Sega
  Entwickler: Platinum Games
  System: Xbox 360
  Spieler: 16
  Genre: Action
  USK: USK 18
  Sprache: Englisch
  Texte: Englisch
  Onlinefähig: Ja
  Webseite: sega.com
  Preis: 27,99 €
 
Bewertungen

 

  Grafik:
71 %
  Sound:
74 %
  Gameplay:
77 %
  Umfang:
83 %
  Multiplayer:
80 %
  Gesamt: 77 %
 Userwertung: 
 
+
+ recht abwechslungsreich
+ solide Steuerung
+ ordentlicher Umfang
+ fairer Preis
-
- recht einfaches Spielprinzip
- unfaires Matchmaking
- eher einfache Aufmachung
 
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Da gibt's nur Mist!
Die meisten Sachen habe ich schon
Kostet nix, kann also nicht schaden
Habe so schon einige tolle Spiele für lau bekommen
Eine rundum tolle Sache!
Da muss sich im Vergleich zu PS+ noch einiges tun
Ich hab' eh kein Xbox Live Gold


  
 

 

 
 



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