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BlazBlue: Continuum Shift Extend
von Kevin vom 21.02.12, 21:42 Uhr
Bei uns im Test

„BlazBlue: Continuum Shift? Kenn ich doch schon!“ mag so mancher Zocker beim Durchforsten der aktuellen Release-Listen gedacht haben. Doch ganz so einfach ist es nicht, denn die jüngste Veröffentlichung aus dem Hause Arc System Works trägt den Zusatz „Extend“. Doch was genau erwartet den Spieler - frisches Futter oder abgehalfterte Dosenkost? Wir nehmen „BlazBlue: Continuum Shift Extend“ etwas genauer unter die Lupe und sagen Euch, ob sich die Investition lohnt.
Screenshots zu BlazBlue: Continuum Shift Extend




 
Vollgestopft

Tatsächlich ist „BlazBlue: Continuum Shift Extend“ im Kern noch immer das Spiel, das wir Euch im Dezember 2010 vorgestellt hatten. Was die Neuauflage hiervon unterscheidet, ist das Drumherum: Nicht nur hat man die verschiedenen Download-Contents, die es für das Spiel gibt, mit eingepackt, überdies gibt es auch zusätzliches Story-Material. Das geht sogar so weit, dass man die Story vom Vorgänger „BlazBlue: Calamity Trigger“ in überarbeiteter Fassung mit verwurstet hat. Hinzu kommen noch diverse Neu-Modi - man kann ja von solchen Neuauflagen halten, was man will, aber genügend Neues gibt es auf jeden Fall.

Kleine Einführung

Doch worum handelt es sich bei „BlazBlue: Continuum Shift Extend“ überhaupt? Für so manchen Zocker schlicht und ergreifend um den besten 2D-Prügler überhaupt. Auch wenn das technisch bestimmt nicht dem Stand der Dinge entspricht, so spricht das die Traditionalisten unter den Genre-Fans doch am ehesten an. Auf diese Art und Weise bleibt dem Entwickler einfach am meisten Zeit, um sich um wichtige Dinge wie das Balancing zu kümmern. Denn obwohl es in der Extend-Fassung beinahe legendär viel Story-Material gibt, ist für den Grossteil der Zocker der Multiplayer-Modus ausschlaggebend.

Personalfragen

„BlazBlue: Continuum Shift“ war sicherlich nicht für das grösste Kämpfer-Roster aller Zeiten bekannt. Motto der Reihe war immer „Qualität statt Quantität“, und das erklärt vermutlich auch, wieso man für jeden DLC-Kämpfer rund sieben Euro verlangt hat. Glücklicherweise gehört dies mit der „Extend“-Fassung der Vergangenheit an - aber schon rein vom finanziellen Standpunkt her rechnet sich das.
Diese DLC-Charaktere bringen allesamt eigene Story-Segmente mit, und auch wenn das dem Multiplayer-Fan vielleicht nicht allzuviel bedeutet, so lässt es dennoch den Spielumfang gewaltig ansteigen. Letztendlich ist es ja auch so, dass man durch Einzelspieler-Erfahrung auch die Charaktere und deren Fähigkeiten besser kennenlernt. So kann man das Ganze dann unter „Training“ verbuchen, auch wenn man eigentlich lieber seine Zeit mit dem Online-Kräftemessen verbringt.

Prügelplanet

Neu mit von der Partie ist dieses Mal der sogenannte „Unlimited Mars“-Modus. Hier wird der Schwierigkeitsgrad mal so richtig angezogen - und nur, wer das Spiel so richtig beherrscht, kommt gegen die wesentlich stärkeren Gegner an. Doch am Ende dieser Tortur steht die Belohnung in Form einer Positionierung in den globalen Leaderboards. Wer zu den eher kompetitiven Zockern gehört, bekommt hier reichlich Motivation geboten, es immer und immer wieder zu versuchen. Wen der doch immens hohe Schwierigkeitsgrad frustriert, darf sich am Score-Modus versuchen, der im Prinzip genau dasselbe ist - nur mit wesentlich humaneren Gegnern.

Gegner platt, Level hoch

Eine Erweiterung hat auch der Abyss-Modus erhalten. Hier geht es bekanntermassen darum, Gegner zu verprügeln (welch Überraschung) und somit Punkte einzuheimsen, die man anschliessend in Charakter-Upgrades investieren darf. Das ist zwar zweifelsohne keine riesige Abwandlung von den anderen Modi, bietet aber trotzdem eine ganze Menge Spielspass, da man ja stetig darauf erpicht ist, die nächste Stufe zu erklimmen. Auf diese Art und Weise hält man sich die Spieler warm, die Spass daran haben, ihren Charakter auf unterschiedliche Art und Weise weiterzuentwickeln.

Zweidimensionale Pixelorgie

In Hinsicht auf die Präsentation hat sich bei „BlazBlue: Continuum Shift Extend“ natürlich nichts geändert. Nach wie vor gilt, dass die eigentliche Kampf-Action in 2D-Pixelgrafik stattfindet - und zwar vor einem 3D-Hintergrund. Ebenso gibt es noch immer die Animationen zu bemängeln, die prinzipbedingt nicht so flüssig sind wie bei der 3D-Konkurrenz. Letztendlich erfüllt das alles seinen Zweck, aber besser geworden ist es nicht - im Gegenteil, nagt doch der Zahn der Zeit etwas an der Präsentationsseite.
An der Soundkulisse hat sich ein dagegen etwas getan - so gibt es immerhin ein paar neue Musikstücke im Soundtrack. Die ausschliesslich englische Sprachausgabe ist aber immer noch als einzige zugegen, und auch die Soundeffekte erfüllen ihren Zweck noch genau so wie vor etwas über einem Jahr.

Du gegen den Rest der Welt

Wie eingangs bereits erwähnt, kommt den Multiplayer-Fähigkeiten eines derartigen Prügelspiels besondere Bedeutung zuteil. Es ist zwar sicherlich für ein Weilchen unterhaltsam, gegen Computergegner anzutreten - letztendlich heisst die Königsdisziplin aber „Mehrspielergefecht“. Das funktioniert - wie zu erwarten war - natürlich offline an der heimischen Konsole, allerdings war „BlazBlue: Continuum Shift“ schon richtiggehend berühmt für den sehr gut funktionierenden Online-Multiplayer.
Arc System Works verspricht uns hier sogar einen verbesserten Netzwerk-Code - auch wenn es beim Vorgänger nun wirklich nichts zu bemängeln gab. Wenn man dann den Schritt von den Einzelspieler-Modi zur Multiplayer-Variante tut, so kommt man sich vor, als habe man eine gänzlich neue Spielwelt betreten. Technisch funktioniert das alles hervorragend, was man allerdings daraus macht, bleibt jedem Spieler selbst überlassen.

Ein wahres „Best of“ BlazBlue

Zugegebenermassen: Dass es sich bei „BlazBlue: Continuum Shift Extend“ im Kern noch exakt um den Vorgänger handelt, ist nach rund vierzehn Monaten und zu praktisch unverändertem Preis sicherlich etwas enttäuschend. Dafür gibt es allerdings all die Kämpfer und Kleinigkeiten, die man bislang per Kauf-Download nachrüsten musste. Überdies gibt es neue Spielmodi - und nicht zu vergessen, eine neuaufgelegte Story von „BlazBlue: Calamity Trigger“. Somit ist der Spielumfang phänomenal, und man braucht sich über den Kaufpreis nicht ärgern. Ob das dem Spieler ausreicht, um einen erneuten Kauf zu rechtfertigen, muss man sicherlich für sich selbst entscheiden.


Fazit zu BlazBlue: Continuum Shift Extend
Ein gänzlich neues Spiel ist „BlazBlue: Continuum Shift Extend“ sicherlich nicht - dafür erhält man aber eine ganze Menge Extras, die dem Spiel zu nahezu epischen Proportionen verhilft. Neben den kostenpflichtigen DLCs des Vorgängers sind auch jede Menge neuer Modi enthalten, und auch ein erneuerter Storymodus aus „BlazBlue: Calamity Trigger“ ist mit dabei. Insofern bekommt man zwar ein Spiel, das schon über ein Jahr auf dem Buckel hat, dafür aber einen riesigen Spielumfang mitbringt. Wer das Genre zu seinen Favoriten zählt und „Continuum Shift“ bislang noch nicht besitzt, erhält hier ein wirklich gutes Angebot. Ob man neben dem Vorgänger auch die Neuauflage benötigt, muss aber jeder für sich selbst entscheiden.
 
BlazBlue: Continuum Shift Extend

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  Erschienen: 22.02.2012
  Hersteller: Arc System Works
  Entwickler: Arc System Works
  System: Xbox 360
  Spieler: 2
  Genre: Beat 'em Up
  USK: USK 12
  Sprache: Englisch
  Texte: Deutsch
  Onlinefähig: Ja
  Webseite: blazbluegame.com
  Preis: 39,89 €
 
Bewertungen

 

  Grafik:
79 %
  Sound:
79 %
  Gameplay:
82 %
  Umfang:
87 %
  Multiplayer:
85 %
  Gesamt: 82 %
 Userwertung: 
 
+
+ noch immer extrem solide Spielmechanik
+ DLC-Kämpfer nebst Stories enthalten
+ verbesserter Online-Modus
+ enthält Story aus „Calamity Trigger“
+ riesiger Spielumfang
-
- Optik ist nicht jedermanns Sache
- fühlt sich teilweise etwas veraltet an
 
Screenshots zu BlazBlue: Continuum Shift Extend




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