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Reviews - Darksiders II
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Darksiders II
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von Manuel S. vom 14.08.12, 02:38 Uhr
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Game of the Year 2012!
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Man mag es kaum glauben, aber seit „Darksiders“ liegen schon ganze 3 Jahre hinter uns, und dennoch macht der Action-Adventure-Prügler selbst noch heute eine mehr als gute Figur, und rotiert nicht nur wegen dem anstehenden Nachfolgern wieder oder erstmals in unendlich vielen Konsolen.
Und das wahrscheinlich nicht ohne Grund, schließlich hat THQ zusammen mit Entwickler Vigil sehr große Töne gespuckt, und verspricht uns mit „Darksiders 2“ nicht nur einen Nachfolger, sondern etwas das alles bisher da gewesene in tiefdunkle Schatten hüllen soll. Gut gebrüllt Löwe, aber reichen alleine Worte um uns zu überzeugen? Wir werden sehen!
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Screenshots zu Darksiders II
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Guter Bruder, Böser Bruder
Die Welt liegt in Schutt und Asche, Himmel und Hölle bekämpfen sich aufs ärgste. Und Schuld ist niemand anderes als Krieg. Ja, DER Krieg den wir aus Darksiders kennen, mit dem wir den Turm erobert haben, und mit dem wir Samael einst zu seiner unglaublichen Macht verholfen haben.
Krieg sitzt inzwischen in Gefangenschaft, und so bleibt den Apokalyptischen Reitern nichts anderes übrig, als Ihren Bruder und Weggefährten zu befreien. Dadurch erhoffen Sie sich der Wahrheit auf die Spur zu kommen, und um sehen zu können ob die Vorwürfe gegen Krieg wirklich der Wahrheit entsprechen.
Um das aber komplett verstehen zu können, wäre es hilfreich (gewesen) wenn man sich vor Darksiders 2 den ersten Teil zu Gemüte führt. Dann wäre man in Sachen Geschichte und Charakteren auf dem aktuellen Stand, und wüsste um was es wirklich geht. Es ist aber kein Muss, aber von meiner Seite aus mehr als empfehlenswert.
Aber zurück zur Geschichte. Damit die Menschheit so wie man Sie kennt funktionieren kann, brauchen Gut und Böse, Finsternis und Licht und auch die beiden Seiten des Universums stets ein perfektes Gleichgewicht. Damit dieses Gleichgewicht nicht gestört wird, haben seinerzeit die höchsten Räte beider Seiten einen Waffenstillstand beschlossen, um das Reich der Menschen auf Ewigkeiten in Frieden hüllen zu können. Damit dieser Pakt eingehalten wird, hat man die Diener des Rates und die 4 Apokalyptischen Reiter für die Durchsetzung eingesetzt.
Und dann das. Einer der Reiter, Krieg, hat diesen Pakt gebrochen, und damit die Apokalypse ausgelöst. Dennoch wiegt der Verdacht schwer, dass Krieg absichtlich in eine Falle gelockt worden ist, und so will jetzt sein Bruder Tod dieser Intrige die Luft aus den Flügeln nehmen. Tod ist der gefürchtetste und gefährlichste aller 4 Reiter, und er setzt wirklich alles daran die Unschuld seines Bruders zu beweisen. Er setzt sich über alle Gesetze und auch Räte hinweg, und macht sich auf den Weg in ein unglaubliches Abenteuer, in das Abenteuer von Darksiders 2.
Ohne langes Gerede!
Auf eine großartige Einführung wird schon wie beim Vorgänger danken verzichtet, und so werden die wichtigsten Tastenbefehle dem Spieler direkt während den ersten Minuten im Spiel vermittelt. Es fällt aber direkt auf das sich seit Teil 1 nicht viel an der Steuerung geändert hat, nur dass sich Tod deutlich leichter und nicht so plump wie einst sein Bruder bewegt.
Ganz von Anfang an hat man dieses Mal das eigene Pferd im Gepäck, das auf den Namen Verzweiflung hört. Eine direkte Neuerung ist dagegen der Einsatz von Asche, einem Raben der immer den richtigen Weg aber auch nützliche Verstecke von Schatztruhen aufzeigt. Tod selbst ist wie gesagt ein agiler und stolzer Reiter, dessen Gesicht von einer martialischen Maske geziert wird.
Und er wird es sein, der uns in ein unvergessliches Abenteuer reißen wird. Ein Abenteuer mit dem man so wirklich nicht rechnen konnte, auch nicht nach den wirklich sehr großen Versprechungen von THQ. Schließlich behaftet einen Nachfolger immer wieder das Vorurteil, im Vergleich immer schlechter als der Vorgänger zu sein. Aber bei Darksiders kann man schon jetzt hoffen, dass es mindestens für eine Trilogie reichen wird. Was Vigil und THQ hier auf die Beine gestellt haben, offenbart sich bereits nach nur einer halben Stunde Spielzeit. Und das soll auch wirklich nur der Anfang sein.
Action oder doch RPG?
Neben gewohnter Steuerung aber dazugewonnener Agilität widmet man sich selbstredend direkt mal dem Charaktermenu und allem was das so mit sich bringt. Ganz wichtig zu erwähnen ist, dass man jetzt keine Seelen mehr einsammelt, sondern Gold. Dieses Gold, genauer „Loot“ genannt, kann man dann später gegen Leben, neue Techniken oder Rüstungsgegenstände einlösen. Apropos Rüstungsgegenstände, die werden auch von den Gegner in unregelmäßigen Abständen fallen gelassen. Von einfachen Gegenständen mit noch wenig Effektivität wie Stiefel oder Stulpen kommt man so im Handumdrehen an Zweitwaffen. Ein schwerer Hammer oder eine wuchtige Axt sind schnell eingepackt, und zeigen Ihre verheerende Wirkung direkt im nächsten Kampf. Aber jetzt von einem zum anderen.
Im Menu bzw. Charaktermenu hat man zwar anfangs einen etwas erschwerten Einblick in die Fähigkeiten und Eigenschaften von Tod. Aber aller Anfang ist schwer, einfach wird’s von selbst. Hat man sich erst einmal mit dem deutlich gewachsenen Menu und auch Inventar anvertraut, sieht man in welchem Umfang man dieses Mal seinen Charakter nach den eigenen Vorstellungen anpassen kann. Es sind deutlich mehr Zweige möglich und auch einzelne Fähigkeiten gibt es insgesamt 33, die sich aber in 2 Gruppen aufteilen.
Auf der einen Seite kann man sich für den Nekromanten entscheiden, auf der anderen für den Todesboten. Auch eine Mischung beider Charaktereigenschaften ist möglich, aber von Vorteil ist klar wenn man bei einer Richtung bleibt. Das Inventar wurde gerade deswegen erwähnt, weil es genau das beim ersten Darksiders nicht gab. Tod dagegen hat immer einen dicken Rucksack dabei, in dem sich mehr als genügend Platz für Rüstungen, Waffen und auch Tränke findet. Leben und Zorn beispielsweise sind jetzt in Fläschchen abgefüllt, die man sich kaufen aber auch in versteckten Truhen finden kann. In Sachen Umfang alleine von der Anpassung des Charakters und dem Inventar inkl. Untermenus könnte es Darksiders 2 so gesehen schon fast mit einem Rollenspiel aufnehmen. So gesehen dürfte man es in dieser Hinsicht sogar eine Art Action-Prügel-RPG-Adventure Orgie nennen. Eine perfekte Genremischung, die auf Anhieb Spaß macht.
Viel Gewohntes, noch mehr Neues
Aber wenn schon Geprügel, dann bitte auch wieder so dass Schwerter, Sensen und Äxte fliegen, Gegner bis zur Besinnungslosigkeit zerschmettert werden. Und das auch nicht zu einfach, einen gewissen Schwierigkeitsgrad sollte man sowohl sich als auch dem Spiel zumuten. Nicht zu schwer und nicht zu leicht sollte es sein, stets schaffbar aber auch mit harten Brocken. Diese Mischung hatte einst schon Krieg beherrscht, und auch Tod hat in dieser Hinsicht alles von seinem Bruder beigebracht bekommen. Waffen gibt es deutlich mehr, deutlich ist aber sogar untertrieben. Wenn man Rüstungselemente, Waffen und Spezialisierungen zusammenrechnet, die wirklich immer verschiedene Ergebnisse erzielen, kommt man schnell auf eine Zahl jenseits der 1.000.
Die Waffen unterscheiden sich nicht nur in der Anzahl sondern auch in der Art von dem was man bisher kennt. Die Hauptwaffe ist eine brutalste Doppelsense, die gepaart mit Tod´s Akrobatik schnell zum ultimativen Meuchelwerkzeug mutiert. Daneben geht es weiter mit leichten Waffen wie Klauen und Faustschilden, mit schweren Waffen wie riesigen Hämmern, Keulen und Glefen. Schwere Waffen brauchen zwar auch mehr Zeit, verursachen im Verhältnis aber auch einen verheerende Schaden. Die Krönung bietet zwar keine allzu wuchtige Waffe, aber Tod hat von Krieg etwas geschenkt bekommen. Dabei handelt es sich um „Vergeltung“. Dahinter versteckt sich die Pistole von Krieg die zwar nicht unglaublich viel Schaden verursacht, aber immer wieder gut an Ihrem Platz ist.
Tod besitzt aber auch einige Fähigkeiten, von denen Krieg in seiner Gefangenschaft nur träumen kann. Nicht komplett neu, aber deutlich erwachsener geworden ist die Reaper Gestalt. Tod verfügt über eine Fähigkeit, mit der er vorübergehend das Aussehen und die Fähigkeiten eines Reapers annehmen kann. Reaper-Angriffe sind schnell und Tod selbst nur teilweise während seiner Kombos zu sehen. Neben der Reaper Gestalt kann Tod aufgrund seiner Agilität und Akrobatik unglaublich schnell ausweichen und binnen Sekunden jeden Gegner verwirren. Gerade große Boss- oder Zwischengegner verlieren damit sehr schnell ihren Schrecken. Das Ende ist aber noch lange nicht erreicht. Auch die Wurfleine „Todesgriff“ oder die neue Fähigkeit „Seelenteiler“ beherrscht Tod. Seelenteiler ermöglicht es, seinen Körper in zwei Wesensteile zu zerteilen. Somit kann man an 2 Orten gleichzeitig sein. Auch der „Leerläufer“ verfügt über eine nützliche Technik, die man bereits aus Darksiders kennen könnte. Ähnlich wie aus Portal bekannt kann man damit Portale erzeugen, mit denen man weite Wege überbrücken oder an unzugängliche Bereiche gelangen kann.
Blockbuster-Qualitäten!
Technisch kann Darksiders 2 wahrscheinlich gerade so ziemlich alles degradieren was zuvor noch von sich dachte, etwas darstellen zu wollen. Andere Titel schreien geradezu vor supertoller Optik und perfekter Technik. Darksiders 2 schreit es allerdings nicht, es ist einfach so geworden. Sicherlich war es mitunter auch ein Ziel von Vigil, dass man optisch auf dem neuesten Stand stehen will, und so auch der Konkurrenz aufzeigt, das selbst auf aktuellen Konsolen noch deutlich Sprünge nach oben machbar sind. Aufgebaut hat man diesen optischen Leckerbissen mitunter durch direkte Mithilfe von Scaleform und Havok. Es ist auch nicht so dass man hier etwas lobt das nicht vorhanden ist oder im Auge des Betrachters liegen könnte. Gerade in den Momenten in denen die perfekt gerenderten Videos aufhören, und das eigentliche Spiel wieder weitergeht, reibt man sich gerne die Augen. Es ist kein Unterschied vorhanden. Videos und Spielgrafik sind völlig identisch, identisch perfekt und unglaublich schön gleichermaßen.
Unglaublich vielleicht nicht aber gelungen und perfekt auf die Charaktere angepasst wurde die Synchronisation. Jede wichtige Figur, jeder Gegner und auch Tod selbst haben charismatische Stimmen bekommen, die man jederzeit wieder erkennt. Die Sprecher wurden perfekt ausgewählt, und verleihen dem eh schon prächtigen Spiel eine unverkennbare Note.
Übertroffen werden kann das so gesehen nur mehr vom Soundtrack. Ganze Orchester hat man scheinbar mobilisiert um eine ausgezeichnete Untermalung für Darksiders 2 komponieren zu können. Es wäre sogar möglich, wenn man es nicht besser wissen würde, dass man eine ganze Kompanie professioneller Musiker bei einem Kino-Blockbuster abgezogen hat, nur um diesem Spiel das verpassen zu können, was es verdient hat.
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Wer Krieg sät, wird Tod ernten. Das hätte durchaus ein perfekter wenn auch gewagter Wahlspruch von THQ sein können, um Darksiders 2 zu bewerben. Aber so weit hergezogen ist dieser Spruch auch gar nicht. Denn so gut wie Krieg einst war, so perfekt ist sein bösartiger Bruder geworden. Tod ist die Evolution von Krieg, Darksiders 2 macht genau das besser wo es beim Vorgänger noch Gründe zur Beanstandung gab. Genau so sollte es eigentlich auch sein. Und THQ hat wie es aussieht genau diese damaligen Beanstandungen zum Anstoß genommen, um uns mit dem direkten Darksiders Nachfolger mal so richtig vom Stuhl zu fegen.
Aber nicht nur das, es ist tatsächlich so, dass man Darksiders 2 und The Elder Scrolls V: Skyrim im gleichen Satz nennen kann, und das aus gutem Grund. Zwar sind beide Spiele grundverschieden, haben aber eine wichtige Gemeinsamkeit: Skyrim ist das beste Spiel des Jahres 2011, Darksiders 2 ist der bisher heißeste Anwärter auf das Spiel des Jahres 2012. Wer bisher noch Zweifel hatte, dem sei gesagt: Es gibt keine!
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Screenshots zu Darksiders II
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Kommentare zu Darksiders II
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