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Die Hüter des Lichts
von Manuel S. vom 02.12.12, 22:18 Uhr
Weihnachtsmann trifft Osterhase!

Ein neuer Film, ein neues Spiel. Bei den Publishern geht es inzwischen immer wieder reihum, wer denn die nächste Versoftung zu einem der kommenden Blockbuster übernehmen darf. Dabei sind gerade Animationsfilme oder aber auch Filme die in Richtung von Märchen oder Sagen gehen immer wieder sehr beliebt. Passend zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft ist dieses Jahr der an sich ganz nette Streifen "Die Hüter des Lichts" angelaufen, und Namco Bandai übernimmt dieses mal das Spiel dazu. Da bleibt nur abzuwarten, ob das Spiel überhaupt qualitativ zumutbar ist, oder nur für die lieben Kleinen interessant ist. Genau das erfahrt Ihr im folgenden Test zu "Die Hüter des Lichts".
Screenshots zu Die Hüter des Lichts



 
Ideenreich und ohne Kitsch!

Die Hüter des Lichts, sicherlich ein Film der genau die Nerven der heranwachsenden Kindern da draußen perfekt trifft, und sicherlich auch die einiger Eltern. Natürlich werden auch andere Personen von dem Animationsfilm angesprochen sein, aber das Zielpublikum ist eher in den Mittelschulen zu finden. Dennoch ist es durchwegs interessant, wie Regisseur Peter Ramsey es schafft, ohne Kitsch einen Film zu präsentieren, der vor tollen Ideen nur so sprüht. So eignet sich der Streifen nicht nur für die kommenden Wintertage, sondern verbreitet auch während dem restlichen Jahr ein unnachahmliches Flair, das zu jederzeit für unterhaltsame Familienabende ausreicht.

Die Handlung ist schnell erklärt. Die Hüter des Lichts, das sind Nicholas St. North (der Weihnachtsmann), E. Aster Bunnymund (der Osterhase), die Zahnfee Tooth und der Sandmann, müssen sich immer stärker werden Angriffen durch den Bösewicht Pitch stellen, der mit seiner immer größer werdenden Armee an Albtraumsoldaten den Kindern auf dieser Welt schlechte Träume beschert, und es so fast schafft, dass die Kinder Ihren Glauben an die Hüter des Lichts verlieren, also an die mitunter wichtigsten Figuren in der Kindheit. Also müssen sich die 4 etwas neues überlegen, und nehmen daher den Jüngling Jack Frost in Ihrer Regie auf. Mit vereinten Kräften und den jeweiligen Spezialfähigkeiten gewinnt der langatmige Kampf gegen Pitch schnell an Fahrt, und man fühlt sich richtig wohl in der liebevoll umgesetzten Verfilmung.


Weihnachtsmann, Zahnfee und Co.

Ähnlich verhält es sich auch bei dem Spiel, dessen Anfang zwar nicht so spritzig in Szene gesetzt worden ist, wohl aber durch nette Videos und humorvolle Charakteranimationen - zumindest in den Zwischensequenzen - für ein Grinsen auf den Lippen sorgt. Alle 5 Charaktere haben die Originalstimmen Ihrer Kinovorbilder erhalten, und sind dementsprechend angenehm synchronisiert worden. Gerade die Stimme von North ist wunderbar eingefangen, und schnell wird der Weihnachtsmann zum Lieblingscharakter im Spiel. Spielbar sind aber alle 5 Darsteller, man kann also gerne mal durchprobieren, mit wem man am besten zurecht kommt. Denn ein anderer Charakter hat auch andere Fähigkeiten und Spezialitäten. Während der Weihnachtsmann eher der Hau-Drauf Fraktion zuzuordnen ist, macht es sich der Osterhase lieber aus der Ferne gemütlich, und greift die Gegner aus der Distanz mit Fernangriffen an. Der Sandmann schwingt seine Peitsche oder was das Teil in seinen Händen darstellen soll, während Tooth und Jack sehr eigene Fähigkeiten haben, über die wir mal nicht zu viel ausplaudern wollen - die Spannung soll ja erhalten bleiben.


Einmal um die Welt gehackt!

Das Spiel ist in 5 verschiedene Regionen auf dieser Welt unterteilt, und jede einzelne ist die Heimat von einem der Charaktere. Verständlich also, dass es mitunter auch an den Nordpol geht, um Santas Heimat vor Pitch zu und seinen Albträumen zu beschützen. Jeder Bereich bietet je nach Können und Sammelinteresse bis zu 3 Stunden Spaß, was insgesamt dann doch eine recht ansehnliche Spielzeit ergibt. Diese Zeit verbringt man mit vielerlei verschiedenen Dingen, die sich aber allesamt gleich erarbeiten lassen. Im Kern kann man "Die Hüter des Lichts" als ein Hack n Slay Abenteuer bezeichnen, denn viel anderes wird während des ganzen Spiels hindurch nicht getan.

Um Kristallbrunnen zu erobern, von denen es pro Spielwelt einige gibt, muss man beispielsweise eine ganze Horde an Gegnern bezwingen, bis der Brunnen den Hütern gehört. Einmal geschafft bleibt das so, und so kann man dann direkt die in der Nähe gelegene Schatztruhe plündern, und die Kinder befreien, die von den Albtraumfiguren(Skorpione, Pferde, Affen, Wölfe, uvm.) gefangen genommen worden sind. Um das zu erreichen, langt es wieder aus die anfallenden Gegnermassen zu erledigen, um danach die Käfige zu zerschlagen. Gleiches gilt für die Sammelstellen der Albträume, an denen vermehrt Gegner Ihr Unwesen treiben. Alle Punkte die man finden und erledigen kann sind dazu auf der übersichtlichen Karte vermerkt, die man schnell mittels Tastendruck aufrufen kann.

Wie man die Aufgaben dabei erledigt ist reine Geschmackssache. Für das Durchspielen benötigt man nicht unbedingt alle Sammelpunkte abzulaufen, und alle Kinder zu befreien. Irgendwann bekommt man die Info, dass man das versteckte Portal von Pitch gefunden hat, und kurz darauf kann man dann auch direkt dort hinreisen. In insgesamt 6 nicht gerade abwechslungsreichen Kämpfen in Endbossmanier ist es dann schließlich dem Spieler selbst überlassen, ob er es bis zum Ende schafft.


Rangaufstiege und Verbesserungen

Die Kämpfe sind also sehr arm an Abwechslung und zu 90 Prozent immer identisch aufgebaut. Da ist etwas Abwechslung immer wieder gut, und so kann man sich mit den Charakteren Rangaufstiege verdienen, die dann wiederrum ermöglichen, dass man damit erhaltene Fähigkeitenpunkte an die Charaktere verteilen kann. Leben, Ausdauer, Stärke und andere Eigenschaften lassen sich so aufwerten und verbessern. Ähnliches kann man auch mit den ersammelten Edelsteinen erreichen, die jeder Albtraumgegner nach seinem Ableben hinterlassen hat. Je nach Rang und Edelsteinen auf dem Konto kann man bis zu 3 Edelsteine freikaufen und aktivieren, die dann ergänzend zu den Aufwertungen immer nur spezielle Punkte verbessern. So kann man alle Standardangriffe verstärken, oder auch dafür sorgen, dass die Spezialattacken, die auf 3 Tasten verteilt sind sich schneller wieder aufladen oder sogar sofort wieder verfügbar sind. Der vorsichtige Spieler greift eher zu der Spezialität Leben heilen, die auf den eigenen als auch auf die anderen Charaktere wirkt. Apropo andere Charaktere, "Die Hüter des Lichts" lässt sich auch jederzeit mit den Freunden spielen, die dazu aber anwesend sein müssen. Also ist es nicht zwingend notwendig alleine den Weg zu bereisen, sondern kann das mit bis zu 3 Freunden tun.


Kleine Fehler, aber ansprechendes Gesamtpaket!

Die Steuerung verhält sich mit Sicht auf das gesamte Spiel etwas hakelig, und so läuft der eigene Charakter gerne mal woanders hin als man es selbst will. Dazu ist die Karte zwar übersichtlich, aber schon fast spiegelverkehrt, und man erst nach dem zweiten oder dritten Mal den richtigen Weg einschlägt. Optisch hat man sich, wie bestimmt schon erwartet, nicht gerade ein Bein ausgerissen. Aber das muss auch nicht sein, denn im Hinblick auf das angepeilte Publikum erfüllt die eingesetzte Optik bei diesem Spiel genau die Erwartungen. Es sieht schön aus, ist nicht kitschig und wirkt vor allem sehr stimmig. Jede spielbare Welt hat Ihre eigene Stimmung und Färbung, dazu passend eine angenehm unterschwellige Musik, die das Gesamtpaket schon fast märchenhaft einhüllt. Was will man also großartig mehr von einem in Sachen Entwicklungskosten eher kleinen Titel erwarten. Dafür ist das schon mehr als genug, vorausgesetzt man kann sich mit der anfangs ungewohnten Draufsicht von Schräg-Oben anfreunden.

Fazit zu Die Hüter des Lichts
Es gab durchaus schon viel schlimmere Spiele zu Kinofilmen, und so ist "Die Hüter des Lichts" ein Spiel das sogar mal aus dieser grauen Suppe der miesen Umsetzungen heraussticht. Glaubhafte Charaktere, viel zu erleben und erkunden sind genau das, was den Spieler immer wieder antreibt. Umrundet wird das Erlebnis von einem liebevoll eingesetzten Soundtrack, angenehm transportierten Stimmungen und in Sachen Spielwelt reichlich Abwechslung. Die fehlt dafür aber bei den Kämpfen und den Kommentaren der Spielfiguren zu den momentanen Geschehnissen. Im Endeffekt aber kein Beinbruch, denn "Die Hüter des Lichts" kann selbst einen erwachsenen Spieler stundenlang bei Laune halten, wenn man sich mit den vorhandenen Fehlern und den andauernden Wiederholungen anfreunden kann. Belohnt wird man dafür dann mit einem wirklich tollen Abspann und einer gelungenen Franchise-Versoftung.
 
Die Hüter des Lichts

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  Erschienen: Released
  Hersteller: Namco Bandai/D3 Publisher
  Entwickler: Torus Games
  System: Xbox 360
  Spieler: 4
  Genre: Action-Adventure
  USK: USK 12
  Sprache: Deutsch
  Texte: Deutsch
  Onlinefähig: Nein
  Webseite: diehueterdes...
  Preis: 39,99 €
 
Bewertungen

 

  Grafik:
74 %
  Sound:
81 %
  Gameplay:
75 %
  Umfang:
80 %
  Multiplayer:
0 %
  Gesamt: 78 %
 Userwertung: 
 
+
- Schön erzählte Geschichte
- Viel zu Sammeln und Erkunden
- Unterschiedliche Gegnertypen
- Netter Soundtrack
- Liebevoll umgesetzt
-
- Perspektive im Spiel gewöhnungsbedürftig
- Im Kampf immer wieder das selbe Spiel
- Oft sich wiederholende Kommentare der Figuren
- Steuerung nicht optimal
 
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Da gibt's nur Mist!
Die meisten Sachen habe ich schon
Kostet nix, kann also nicht schaden
Habe so schon einige tolle Spiele für lau bekommen
Eine rundum tolle Sache!
Da muss sich im Vergleich zu PS+ noch einiges tun
Ich hab' eh kein Xbox Live Gold


  
 

 

 
 



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