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Far Cry 3
von Manuel S. vom 25.11.12, 23:34 Uhr
Was für eine Wucht!

Und immer wieder gibt es sie, die Spiele die kein Mensch braucht. Darunter ist einst Far Cry sicher nicht gefallen. Den Ruck den das Spiel zur damaligen Zeit durch die heimischen Rechner geschickt hat, spürt man noch heute. Es war unglaublich was Crytek mit dem Titel erreicht hatte, und zu was Videospiele fähig sein könnten. Viel mehr war es aber ein Zeichen dafür, was uns alles noch erwarten wird. So sollte es dann auch sein, und Ubisoft stellte mit Far Cry 2 die Zeichen auf Angriff, enttäuschte aber in den meisten Punkten zutiefst. Der unterdurchschnittliche Shooter war sogar so sehr misslungen, dass man gedacht hat, Far Cry ist am Ende. Falsch gedacht, denn als Far Cry 3 angekündigt worden ist, und spürbar war mit welchem Potenzial man an die Arbeit gehen wird, war plötzlich wieder jeder interessiert am dritten Ableger. Und genau dieses Interesse wird in keinem einzigen Punkt enttäuscht. Warum erfahrt Ihr in folgendem Test zum wohl besten Shooter des Jahres 2012.
Screenshots zu Far Cry 3




 
Endlich....Urlaub...?!

Jeder kennt doch dieses Gefühl. Tag für Tag erledigt man seine Pflichten und versucht allem gerecht zu werden, und dann kommt dieser eine Tag auf den man sooo lange gewartet hat, und der nur der Anfang von etwas besonderem ist: Urlaub!
So ergeht es auch den Jungs und Mädels rund um die 3 Brüder Grant, Jason und Riley Brody, die zusammen mit ein paar Freunden an der südostasiatischen Küste ein wenig von Ihrer Arbeit entspannen wollen. Das können Sie am besten, wenn sie zusammen Spaß haben. Also geht sie los die Reise, vollgestopft mit waghalsigen Unternehmungen, sportlichen Herausforderungen und vor allem sehr viel Spaß und guter Laune. Leider haben die Teenies aber vergessen, dass es nicht ungefährlich ist so weit von zuhause so unbedenklich mit dem eigenen Leben umzugehen. Denn was sportlich bisher noch nicht passiert ist, soll binnen ein paar Minuten nach einem ungeplanten Skydiving Trip in der Hölle auf Erden enden. Jason und Grant kommen so langsam zu sich, als sie merken das etwas nicht stimmt. Beide sind in einem Käfig gefesselt und vor Ihnen läuft ein sehr markantes Gesicht mit dem Smartphone von Jason auf und ab. Dem Gesicht und seiner Stimme nach zu urteilen kann das nur eine Person sein: Vaas Montenegro. Sie wissen bis dato noch nicht wen Sie da vor sich haben.


Erfreut Euch zu sehen!

Er selbst ist aber unglaublich erfreut, wieder ein paar dieser amerikanischen Kids vor sich zu haben, deren Eltern sicherlich ein Vermögen dafür hinblättern werden, um Ihren geliebten Nachwuchs heile da raus zu holen. Man muss aber erwähnt haben, dass Grant der älteste der 3 Brüder ist, und versprochen hat sowohl auf seine Brüder als auch auf den Rest der Truppe aufzupassen, egal was auch passiert. Also lässt er sich nicht weiter von Vaas beschimpfen, sondern versucht seiner Wut Ausdruck zu verleihen. Dem selbsternannten Oberhaupt der sogenannten Piraten gefällt das aber gar nicht, und so wird Vaas dezent wütend, und droht Grant damit, Ihn auf der Stelle umzubringen. Also schweigt dieser, schafft es aber dann, nachdem man die 2 allein gelassen hat, sich zu befreien.

Grant und Jason müssen nun schnell aber vor allem sehr leise sein, um nicht bei Ihrer Flucht aus dem Camp entdeckt zu werden. Und so ganz nebenbei bekommt man einen Eindruck, wie krank Vaas und seine gesamte Gefolgschaft sein müssen. Erhängte Touristen, Schweine die menschliche Überreste vorgeworfen bekommen, an jeder Ecke Alkohol und Drogen in groben Mengen und eine Lebensweise, die ausdrückt wie abartig es hier zu gehen muss.

Am Ende der Flucht, gerade als man denkt man hat es geschafft, taucht Vaas auf, erschießt ohne Vorbehalt Grant, und Jason ist ab sofort auf sich alleine gestellt. Er bekommt 10 Sekunden Vorsprung zur Flucht, und flieht in den Regenwald, um danach ungebremst aus großer Höhe direkt ins Meer zu stürzen. Da findet Ihn aber Gott sei Dank Dennis Rogers. Er gehört dem Stamm der Rakyat an, und rettet Jason das Leben. Der Grund dafür wird schnell klar. Jason wird bei dem Volk als eine Art Kriegsheld vergöttert. Angeblich sei er die Wiedergeburt des größten Kriegers, den es je bei den Rakyat gab. Jason dagegen will davon nichts wissen, er will nur seinen kleinen Bruder und seine Freunden finden, und danach so schnell wie möglich aus diesem Alptraum davon kommen. Daraus wird aber nichts, Jason wird wider Willen immer mehr zum Krieger, und Far Cry 3 immer mehr zur positiven Ausnahmeerscheinung.


Willkommen im Wahnsinn!

Allein der Vorspann und die ersten Eindrücke der Story samt den wirklich erstklassig synchronisierten Charakteren verdeutlichen, wie psychotisch und intensiv unser Aufenthalt in Südostasien, genauer in den Rook Islands, sein wird. Vaas wurde von Simon Jäger, der deutschen Stimme von Matt Damon, synchronisiert, und verleiht der eh schon unangenehmen Type noch mehr Tiefgang und Grausamkeit, als das sein vernarbtes Gesicht und sein unmenschlicher Blick eh schon tun.
Vaas ist kein einfacher Bösewicht, der mal eben zum Oberhaupt der Piraten aufgestiegen ist. Vaas ist krank, wahnsinnig und einfacher er selbst. Ein Psycho, wie man Ihn kaum beschreiben kann. Dabei ist er aber immer er selbst. Denn wenn wir uns erinnern, gibt es in unzähligen Spielen und auch Filmen immer wieder diese psychisch angeknacksten Bösewichte, die einen Hang zum Wahnsinn haben. Aber Vaas ist anders, denn man hat Vaas einfach das sein lassen, was er auch ist. Und so ist dieser Psycho genau das Ergebnis, wenn man Charaktere zu dem werden lässt, was sie sein wollen. Also wurde aus Vaas quasi in Eigenregie ein perfektionierter Psychopath, der sicher viel Können für den Bereich der Pathologie hätte. Sein Lebensziel ist es nun, von seiner Heimat aus, immer wieder Touristen zu entführen, um dafür Lösegeld abzukassieren. Will einer mal nicht, wird er eben massakriert und als Trophäe aufs Dach gehängt.


Noch Spiel oder doch schon real?!

Nun aber zurück zu Jason. Wie gesagt ist er nicht gerade scharf darauf, als Auserwählter irgendeines Dschungelvolkes herhalten zu müssen. Momentan bleibt Ihm aber keine andere Wahl. Alleine kommt er nicht gegen Vaas und seine Männer an, und wenn er sich jetzt auch noch gegen die Rakya stellt, kann er sich besser gleich selbst die Pistole an den Kopf setzen. So macht er mit bei diesem Spiel, bei dem er selbst aber nach wie vor nicht weis, wie es ausgehen wird. Dabei vermeidet Ubisoft aber geschickt die Leier, die man immer wieder vorgesetzt bekommt. Unbekannter wird zum Auserwählten um am Ende deren Anführer zu werden, oder alles was ungefähr in diese Richtung geht. Und der Trick dahinter ist sehr simpel. So stellt man den Spieler immer wieder selbst vor die wichtigsten Entscheidungen, natürlich zusammen mit Jason, um immer wieder die Gedanken hervorzurufen, ob es das richtige ist was man da tut, ob man das überhaupt will.

Dennoch geht auch der Wandel durch diese Beeinflussungen nicht spurlos an Jason vorüber. Mit der Zeit änder auch er sich, und irgendwann stellt man sogar sich selbst die Frage, ob man denn schon wahnsinnig geworden ist, oder es bald soweit sein wird. Der Grat zwischen normal denken und psychotischem Wahnsinn ist stellenweise hauchdünn, und wirft unendlich viele Fragen auf, die mitunter auch nie richtig beantwortet werden, sondern nur noch weiter in den Wahnsinn führen.
Man überlässt dabei aber nicht nur dem Spiel die Wirkung, die man mit seinem Vorgehen auslöst, sondern spiegelt quasi die Reaktionen direkt auf sein Ego zurück. Es gibt immer wieder sehr unangenehme Situationen, in denen der Spieler Dinge machen muss, die er normal nie machen würde. Das Ergebnis ist, dass man irgendwie selbst nicht mehr weis, wer hier überhaupt der Böse und wer der Gute ist, während man mit seinem Finger in einer offenen Fleischwunde bohrt und das Gegenüber wie ein Hund winselt. Far Cry 3 drückst sich nicht vor den Themen, die in anderen Spielen so perfekt umschifft werden, sondern packt sie genau da wo sie passieren, und konfrontiert genau die richtige Person damit: Den Spieler, der sich dafür entschieden hat dieses Spiel mitzuspielen. Das Medium Spiel wird so indirekt weiterentwickelt, und der Spieler unbemerkt in das Geschehen integriert.


Skillbare Pflanzen?!

Doch das jetzige Leben eines Jason Brody besteht nicht nur aus solchen Gesichtspunkten. Dort wo er sozusagen gestrandet ist, kann man es eigentlich fast als Paradies bezeichnen. Türkisfarbenes Meer, lange Sandstrände gepflastert mit Palmen, die andenklich in einer leichten Südseebrise hin und her schwanken. Wären da nicht die Probleme, die immer mehr zu mutieren beginnen, könnte man seinen eigenen Arsch auch gerne mal an einen dieser Strände pflanzen, um die Sonne zu genießen und richtig abzuspannen. Daraus wird aber nichts, aber träumen darf man ja mal. Dafür ist die offene Spielwelt aber dieses mal fast ein Traum geworden. Während in Far Cry 2 die Spielwelt...naja...einfach riesengroß war, um daneben einfach...riesengroß zu sein, hat man sich hier mächtig ins Zeug gelegt.
Eine große Welt braucht dennoch auch etwas, was man neben den eigentlichen Aufgaben mit Ihr anfangen kann. Und dazu gibt es hier mehr als genug, wenn nicht sogar Unmengen davon. Überall auf der ganzen Karte verstreut kann man z.B. verschiedene Pflanzen finden, die in 4 Farbrichtungen aufgeteilt sind. Diese wiederrum kann man dann mittels erlernter, handwerklicher Fähigkeiten zu Spritzen weiterverarbeiten, um sein Leben wieder herzustellen oder im Kampf mehr aushalten zu können.
Das ist aber erst der Anfang der Fähigkeitenkette. Je mehr Erfahrung man ersammelt, mit Haupt- und Nebenaufgaben, aber auch mit Autorennen oder den Krieger-Herausforderungen der Rakyat, umso höher steigt man im Rang. Der erreichte Rang schaltet automatisch neue Fähigkeitenpunkte frei, die man dann in mehr als 50 Skills investieren kann. Diese werden in 3 verschiedene Bereiche aufteilt, was ermöglicht dass man sich so seinen eigenen, perfekten Charakter erschaffen kann. Ich für meinen Teil habe dabei viel Wert auf Leben, Rüstung, handwerkliches Können und das Können im Kampf gelegt. Leben hat man nie genug, gerade nicht in solch einer riesigen Welt, und die anderen Punkte sind ebenfalls sehr empfehlenswert, wenn man weit kommen möchte in diesem Spiel.
Wie gesagt gibt es aber über 50 Skills, und da wird für jeden etwas dabei sein.


Sammeln, jagen und ein Funkturm!

Ehe ich es vergesse, noch ein weiterer wichtiger Punkt, der auch zum normalen Alltag von Jason gehört. Er kann aus erlegten Tieren Felle herstellen, um diese dann in Ausrüstung zu verarbeiten. Geld, Waffen, Munition und Lebensspritzen hat man nie genug, und wenn man die bestehenden Taschen dafür vergrößern will, braucht er dafür Tierfelle. Auf der ganzen Karte verstreut finden sich daher Symbole zu den jeweiligen Tieren. Brauche ich beispielsweise ein Ziegenfell, suche ich auf der Karte nach Ziegen und begebe mich dort auf die Jagd. Brauche ich das Fell eines Wildschweins, Geparden oder Tapirs, suchen ich eben nach genau diesen Tieren, um dann auch in deren Territorien Ausschau zu halten.
Mit der Zeit wirkt dieses Jagdsystem allerdings etwas aufgesetzt, und gerade weil man Felle braucht, um nicht dauernd mit überfüllten Rucksack oder zu kleinem Geldbeutel durch die Pampa gammeln zu müssen, ist das Ergattern von Fellen ein tragender Part des Spiels. Gerade deswegen wundert es ein wenig, warum man dem Ganzen nicht mehr Tiefgang und vor allem mehr Herausforderung verliehen hat. Man sucht sich seinen Punkt, jagt das Vieh, erlegt es und fertig. Und das beim ersten, zweiten und auch hundertsten Male.

Umso mehr freut man sich dann aber, wenn man während der aktuellen Safari einen neuen Funkturm entdeckt hat, der seine Fähigkeiten beim hauseigenen Kollegen Assassins Creed abgekupfert hat. Diese Funktürme sind dazu da, um an ihnen in die Höhe zu klettern. Ganz oben angekommen, gibt es einen Schaltkasten, mit dem man den Turm aktiviert, und dieser dann einen neuen Bereich auf der Karte abgleicht. Diese Technik gibt es 1 zu 1 seit je her bei Assassins Creed. Schlecht ist sie aber keinesfalls, vielleicht nur etwas ideenarm.

Die Türme sind aber dringend notwendig, wenn man sich im aktuellen Bereich zurecht finden will, da ansonsten rein gar nichts markiert und aufgezeigt wird, und man selbst nur blaue Muster anstatt einer Karte zu sehen bekommt.
Markiert werden neben den angesprochenen Pflanzen und auch den Lebensräumen der Tiere Fahrzeuge, Funktürme, von den Piraten eroberte Lager und Schnellreisestationen. Dazu kommen noch Schatztruhen und Holzkisten, in denen immer etwas zu finden ist. Geld ist immer darin verstecke, daneben Munition oder sammelbare Gegenstände, die sich bei Händlern oder an Automaten schnell zu barer Münze machen lassen. Von den Truhen und Kisten gibt es aber fast zu viele, sodass Geldbeutel und Rucksack sehr oft am Limit ankommen.
Daneben gibt es natürlich noch viel mehr zu sammeln. Versteckte Briefe von inzwischen verstorbenen Menschen, die in diesem Eck der Welt gestrandet sind, und auch diverse antike Schätze in Form von steinernen, kleinen Statuen gibt es in Unmengen. Da erschrickt man gerne mal, wenn man sieht wie viel man erst von der ganzen Menge gefunden hat.


Rasende Gegner!

Während das indirekten Stolperns über Schätze und allerlei anderem Sammelkram gibt es aber auch nützliche Dinge, die man so findet. Gegner oder auch Freunde lassen gerne mal Ihre Gefährte irgendwo im nirgendwo herumstehen, und kurzerhand sitzen dann eben wir am Steuer der diversen Jeeps, Autos oder Umbauten um damit über die staubigen Straßen zu rasen. Das Handling ist dabei für einen Shooter allererste Sahne, und so macht das Fahren deutlich mehr Spaß als in anderen Vertretern des Genres. Das verdeutlicht sich am besten dann, wenn man für eine neue Mission ans andere Ende der Karte muss, und anstatt der Schnellreise lieber ein Quad oder ein Jet-Ski benutzt. Die Gegner sind aber auch nicht gerade mit dem Holzbein geboren, und sind fahrerisch nicht zu unterschätzen. Wem es nicht reicht von Vaas´s Männern verfolgt zu werden, der kann sein Können aber auch in diversen Rennen beweisen. Wer das Ganze dann ohne Fahrzeuge will, der schmeißt sich einfach in das nächste Schießspiel.


Geh mir nicht auf den Sack!

Wo ich gerade schon mal beim Thema wäre, und das ist so gesehen für mich auch der größte Kritikpunkt an der wunderbar prächtigen und perfekt inszenierten Welt von Far Cry 3.
Warum in Gottes Namen müssen gerade erledigte Gegner sich binnen 2 Minuten wieder an der selben Stelle respawnen, um das eben gespielte Spiel, bei dem ich um ein Haar drauf gegangen wäre, wieder von vorne starten zu lassen? Und warum bitte allgemein soooo viele Unmengen von dieser Armee rund um Vaas? Zu wenig Gegner sind natürlich auch nichts, aber wenn binnen einer einzigen Minuten nachdem ich erkannt worden bin, bis zu 8 Leute nach mir suche, ist das schon ein wenig paradox oder? Man kann es vielleicht auch meckern im großen Stil nennen, aber es geht wirklich an gewissen Punkten schon sehr auf den Sack.

Und da wäre direkt auch noch was anderes. Speicherpunkte schön und gut. In den Missionen speichert das Spiel selbst, und das ist absolut vorbildlich, vor z.B. jedem Lager der Gegner das ich erobern will. Falls ich dabei drauf gehe, bin ich wieder genau davor um es nochmals zu versuchen. Wenn ich allerdings ab von einer Missionen speichere, was ja problemlos geht, dann speichert das Spiel zwar meinen Fortschritt, widerbelebt werde ich dann aber an der nächstgelegenen Schnellreisestation. Gerade wenn man einen weiten Weg hinter sich hat, und man noch nicht die dortigen Bereiche erkundet hat, nagt das schon sehr am Nervenkostüm.

Dafür entschädigt dann allerdings die wunderschöne Spielwelt, wenn man bei einem prächtigen Sonnenaufgang oder einem malerischen Sonnenaufgang erneut diesen Weg auf sich nehmen muss. Während das Meer sanfte Wellen an den Strand spült, ertappt man sich dabei, wie einen schon wieder dieses Gefühl überkommt, und man schon wieder einfach nur an diesem wunderschönen Fleck Erde sitzen bleiben möchte, um die Schönheit des Ganzen genießen zu können. Dieses Mal bin es aber nicht ich, der sich selbst aus diesen so unglaublichen Träumereien heraus reißt, sondern die 3 tollwütigen Hunde die mich gerade attackieren....so ein....MIST!!!
Sightseeing entfällt also für heute...


Kein Flop...der Co-op!

Zum glorreichen Abschluss kommt jetzt aber nicht das Happy End.
Der Koop-Modus erlaubt e uns, dass wir mit bis zu drei Mitspielern in insgesamt sechs Kapiteln eine eigene Story-Kampagne rund um vier Mitglieder einer Schiffsbesatzung erleben dürfen, die von ihrem Kapitän mächtig übers Ohr gehauen wurden. Das Ganze ballert sich launig-flott, überzeugt mit großartig egoistischen Protagonisten und erfordert immer wieder Teamwork, zum Beispiel beim Wiederbeleben von Mitspielern. Gelegentlich allerdings kabbeln wir uns auch untereinander, etwa um bei einem spaßigen Quad-Wettrennen als Erster die fürs Weiterkommen nötigen Bomben einzusammeln und den Weg freizusprengen. Im Laufe der Koop-Kampagne sammeln wir übrigens Erfahrungspunkte, mit denen wir unseren Charakter ähnlich wie im Solo-Spiel verbessern können.
Zwar ist die Story in keinem Punkt langweilig, und auch wenn es in gewissen Bereichen etwas längere Laufwege gibt, die so aber auch in anderen Spielen zuhauf vertreten sind, aber der Ko-op ist die gelungene Erfrischung für zwischendurch. Wenn man also gerade mal richtig angefressen von der aktuellen Mission ist, und jemanden am liebsten den Kopf vom Hals reißen würde, rein in den Co-op und ab geht´s!
Fazit zu Far Cry 3
Ach du herrliche Videospielwelt. Während uns dieses Jahr leider wieder viele Titel den Angstschweiß auf die Stirn getrieben haben, soll es nun Far Cry 3 sein, dass wieder Tränen der Freude über die angespannten Wangen fließen lässt. Nach dem desaströsen zweiten Teil war die Zukunft der Serie völlig ungewiss, trotzdem hat sich Ubisoft ein weiteres Mal daran gewagt, und gezeigt dass man aus einer zuvor erreichten Niederlage jetzt auch wieder als absoluter Gewinner hervorgehen kann. Schon lange hat mich alleine ein Bösewicht, der so einen psychopathischen Charakter in seinem Wesen beherbergt, nicht mehr so gefesselt. Ach was rede ich da, noch nie hat das ein Bösewicht geschafft. Vaas ist das gelungene Beispiel, wie man ein Spiel alleine an einem hervorragenden, eigenständigen Charakter aufziehen kann, und wie dieser irgendwann sogar meine Gedanken für kurze Zeit besessen hat. Der Grat zwischen Wahnsinn und Realität ist unglaublich schmal, und im gleichen Verhältnis steht Far Cry 3 zum perfekten Spiel. Nur durch Abstriche bei den zu häufig spawnenden Gegnern, fehlenden Speichermöglichkeiten, zu viel Sammelgegenständen und den etwas aufgesetzten Treibjagden ist man an der Perfektion vorbei geschlittert. Für mich dennoch bis jetzt mit Abstand der beste Shooter des Jahres 2012!
 
Far Cry 3

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  Erschienen: 29.11.2012
  Hersteller: Ubisoft
  Entwickler: Ubisoft
  System: Xbox 360
  Spieler: 1
  Genre: Ego-Shooter
  USK: USK 18
  Sprache: Deutsch
  Texte: Deutsch
  Onlinefähig: Ja
  Webseite: far-cry.ubi.com
  Preis: 64,90 €
 
Bewertungen

 

  Grafik:
90 %
  Sound:
89 %
  Gameplay:
90 %
  Umfang:
95 %
  Multiplayer:
88 %
  Gesamt: 90 %
 Userwertung: 
 
+
- Herrliches, frisches Tropensetting
- Tag- und Nachtwechsel
- Erstklassige Synchro, tolle Sprecher
- Knackige Sounds
- Viel zu sammeln und entdecken
- Umfangreiche Story
- Viele Wow Momente
- Der perfekte Bösewicht
-
- Jagen nicht intensiv genug
- Zu schnell zu viel Geld
- Speichern etwas nervig
- Leicht überladenes Menu
- Gegner-Respwans
 
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Ich will neue Spiele, keine alten!
Wenn es Kultspiele sind, geht es in Ordnung
Ich nehme alles, was ich kriegen kann!
Nur wenn sie billiger sind und/oder mehr bieten als damals
Früher oder später gibt's die sowieso via PS+/GwG
Ist mir völlig latte!


  
 

 




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