Partner von Fantastic Zero

 
MsPoints – Xbox Live Points sofort – Downloaden!










  Reviews - Grand Slam Tennis 2  Bookmark and Share
Grand Slam Tennis 2
von Tom D. vom 15.02.12, 18:08 Uhr
Und der erste HD-Auftritt ist gelungen...

Wer eine Nintendo Wii sein Eigen nennt, der hat den Vorgänger unter anderem schon einmal in seinen Händen gehalten. Mit dem aktuellen "Grand Slam Tennis 2" hat der aber eigentlich nur die zugrunde liegende Sportart gemein: Den Tennis-Sport. Mit "Grand Slam Tennis 2" möchte EA Sports nun einen deutlich erwachseneren Weg gehen und das scheint ihnen angesichts der Grafik und der in Videos gezeigten Spielmechanik auch zu gelingen. Doch erst unser Test wird euch die klärende Antwort liefern, ob "Grand Slam Tennis 2" endlich mal wieder ein richtig gutes Tennis-Videospiel geworden ist.
Screenshots zu Grand Slam Tennis 2




 
SCHLÄGT DER LIZENZ-GOTT WIEDER ZU?

Wer FIFA, NBA Live, NHL und wie sie alle heißen kennt, der weiß, dass EA Sports eine riesen Kiste vollgepackt mit Lizenzen besitzt. Kaum ein anderes Studio bezahlt dermaßen viel Kohle, um im Besitz jeder noch so kleinen Lizenz für die diversen Sportarten zu sein. "Grand Slam Tennis 2" geht da einen ähnlichen Weg, auch wenn die 23 Sportler auf dem ersten Blick geradezu armselig wirken. Doch im Prinzip hat man alle großen Namen mit dabei, etwa Roger Federer oder Pete Samprus. Selbst Profis aus vergangenen Tagen wie Boris Becker sind in "Grand Slam Tennis 2" vertreten und können vom Spieler über den Platz dirigiert werden. Da man in der heutigen Zeit aber Unmengen an Tennisprofis vorfindet, fragt man sich, warum EA Sports die eher unbekannten, oder besser gesagt zweitrangigen Profis außeracht gelassen hat. So erblickt man in der Meisterschaftsliste allerlei Pseudo-Namen, die so gar nicht zum restlichen Lizenzpaket passen wollen.

Denn "Grand Slam Tennis 2" besitzt in Sachen Meisterschaften wirklich sehr überzeugende Argumente. Es darf so ziemlich jedes Grand Slam-Turnier nachgespielt werden. Egal ob nun die Australian Open, oder die weltbekannte Wimbledon-Meisterschaft. Der Spieler kann sich mit seinem persönlichen Profi durch jede erdenkliche Meisterschaft kämpfen und erlebt dabei sogar eine fähige KI.

In den niedrigeren Schwierigkeitsgraden besitzen die virtuellen Tennis-Burschen noch nicht allzu viel Gehirnschmalz, machen sich aber noch lange nicht zum Deppen. Die Schwierigkeit ist in diesen Modi's zwar kaum vorhanden, aber die KI führt nachvollziehbare Aktionen aus. Doch erst in den höheren Schwierigkeitsgraden geht es dann so richtig ab auf dem Grün. Dann ist jeder Gegner eine echte Herausforderung. Der Spieler muss sich auf unerwartete Balltricks einstellen, muss blitzschnell auf einen aggressiven Ballwechsel reagieren und wer wirklich Punkten möchte, muss sich schon wirklich was einfallen lassen. Denn ein Roger Federer lässt sich nicht so einfach ausspielen. Allerdings bleibt die Spielmechanik stets fair und nachvollziehbar. Übernatürliche Gegner bekommt man hier zum Glück nicht auf die andere Hälfte des Platzes gestellt.

DIE STEUERUNG

Damit man seinen zuvor ausgewählten Spieler auch stets und ständig unter Kontrolle hat, gibt es gleich zwei verschiedene Steuerungs-Optionen. Während die Bewegung auf dem Platz stets mit dem linken Stick ausgeführt wird, hat man die Wahl, ob man die verschiedenen Aufschläge und Konter mittels Button-Kreuz, oder aber mit dem rechten Stick ausführen möchte. Spielt man mit dem rechten Stick, ist die Kontrolle über Kraft und Präzision natürlich um einiges besser, doch auch die Steuerung mit den uttons geht wunderbar von der Hand und erinnert leicht an einen Arcade-Sportler. Generell stellt die Spielmechanik von "Grand Slam Tennis 2" einen gesunden Mix aus Arcade und Realismus dar. Diesen oft sehr schwierigen Spagat hat man bei EA Sports sehr gut hinbekommen und sowohl Profis als auch Gelegenheitsspieler werden auf ihre Kosten kommen.

Schade finden wir hingegen die Tatsache, dass die Bewegungssteuerung Kinect draußen bleiben muss. Dabei zeigt EA Sports mit der Unterstützung von Playstation Move, wie eine präzise Kontrolle auszusehen hat. Denn dort spielen sich die Matches mittels Körpereinsatz herrlich direkt und Verzögerungen sind quasi nicht spürbar. Die Kinect-Steuerung mag um einiges komplexer umsetzen sein, aber das Endergebnis hätte sicherlich für ein Spielspaß-Plus gesorgt.

DER KARRIEREMODUS

Ja, wir waren regelrecht erschrocken, als wir mitbekommen haben, wie wenig Ideenreichtum im Karrieremodus steckt. Während man in anderen Disziplinen eine nahezu erstklassige Arbeit abliefert, fällt die Qualität des Singleplayer-Modus deutlich ab. An Umfang ist die Karriere kaum zu überbieten, muss man sich doch innerhalb von zehn Jahren an die Spitze der Weltrangliste hocharbeiten. Und diese Liste führt natürlich genau 100 Spieler auf, von denen es 99 zu besiegen gilt. Die Präsentation dieser Jagd nach dem Erfolg ist aber alles andere als motivierend. Denn eigentlich spielt man nur ein Match nach dem anderen, um zwischendurch immer wieder ein aus dem Trainings-Modus entliehenes Mini-Game zu spielen, um seinen Charakter in den Statuswerten aufzufrischen. Das mag ja Anfangs durchaus motivieren, doch die ganze Karriere über wird an diesem Karriere-Gerüst kaum gewackelt. Da fehlen uns echt die Ideen, die einem immer wieder zum weitermachen motivieren. Schade drum, denn im Kern ist die Karriere spaßig, zumal man mit seinem eigens erstellten Charakter antritt, der auf Wunsch sogar die eigene Visage über den Platz trägt.

Interessanter ist da schon der "ESPN Grand Slam Classics"-Modus. Hier kann man denkwürdige Matches aus vergangenen Zeiten nachspielen und zumindest ein kleines "Mittendrin statt nur dabei"-Gefühl erleben. Die obligatorischen Multiplayer-Varianten, etwa ein ganzes Turnier, sind natürlich auch mit an Bord, genauso wie Weltranglisten und Statistiken. Hier hat EA Sports einen routinierten und wirklich guten Job abgeliefert.

DIE TECHNIK

Wir wollen jetzt nicht behaupten, dass ein Sportspiel mit einer gescheiten Technik steht und fällt. Aber es kann nicht schaden, wenn die Präsentation überzeugt. Im Falle von "Grand Slam Tennis 2" fallen sofort die gelungenen Charakter-Modelle ins Auge. Sie wirken modern, bewegen sich natürlich und geschmeidig, und vor allem sehen sie ihren Vorbildern zum Teil zum verwechseln ähnlich. Hier hat EA Sports gezeigt, wie eine vernünftige Tennis-Umsetzung auszusehen hat. In anderen Bereichen kann der zweite Teil aber nicht ganz so gut überzeugen. Der Schiedsrichter sieht aus wie eine matschige Figur aus früheren Videospiele-Zeiten, wie man es heute eigentlich nicht mehr sehen möchte. Das gilt natürlich, fast schon obligatorisch, auch für die Zuschauer. Schlimmer finden wir jedoch das Fehlen kleiner Details. Haut man zum Beispiel den Ball gegen das Netz, würde sich normalerweise der Balljunge auf den Weg machen, um das verirrte Kügelchen vom Platz zu entfernen. Doch in "Grand Slam Tennis 2" bewegt sich der faule Hund kein Stück. Der Atmosphäre tut man so jedenfalls keinen Gefallen.

Ach ja, und wenn wir schon bei obligatorischen Sportspiel-Fehlern sind, kommen wir doch gleich noch zu den Kommentatoren. Mit John McEnroe und Pat Cash hat man sich zwei sehr gute Vertreter herausgepickt. Sie sprechen zwar nur Englisch, aber was solls, der Atmosphäre sollte es keinen Abbruch tun. Tut es aber. Denn EA Sports ist mit der Fülle an Sprüchen und Kommentaren etwas knauserig umgegangen und so dauert es nicht lange und man hört die verschiedenen Sprüche immer und immer wieder. Mehr Abwechslung wäre hier ein Segen gewesen. Die restliche Soundkulisse kann aber überzeugen und passt wunderbar zum eher ruhigeren Sport, in dem aber auch mal ausgeflippt werden darf.
Fazit zu Grand Slam Tennis 2
Im Kern ist "Grand Slam Tennis 2" eine wirklich gelungene Mischung aus Arcade- und Simulations-Tennis. Die Spielmechanik ist fordernd, bleibt aber stets fair. Das gilt auch für die KI-Gegner. Doch für eine Wertung in den obersten Regionen reicht es dann doch nicht. Denn EA Sports schlampt ausgerechnet in der Parade-Disziplin - der Präsentation. Drumherum ist nicht viel los und die Kommentare wiederholen sich viel zu schnell. Dazu gesellt sich dann noch eine Karriere, die zwar umfangreich, aber wenig abwechslungsreich ist. Nichtsdestotrotz bekommt man mit "Grand Slam Tennis 2" eine gelungene Tennis-Simulation, die mit spannenden Matches und solider Technik überzeugen kann. Der erste HD-Auftritt der noch jungen Lizenz-Serie darf als gelungen bezeichnet werden.
 
Grand Slam Tennis 2

Bestellen @ amazon.de


  Erschienen: released
  Hersteller: EA Sports
  Entwickler: EA Sports
  System: Xbox 360
  Spieler: 4
  Genre: Sport
  USK: Ohne Altersangabe
  Sprache: Englisch
  Texte: Deutsch
  Onlinefähig: Ja
  Webseite: ea.com
  Preis: 59,02 €
 
Bewertungen

 

  Grafik:
80 %
  Sound:
79 %
  Gameplay:
85 %
  Umfang:
82 %
  Multiplayer:
86 %
  Gesamt: 82 %
 Userwertung: 
 
+
- eingängige Steuerung mit dem Controller
- toll modellierte Lizenz-Sportler
- alle Grand Slam-Turniere sind mit dabei
- fähige KI-Gegner, die aber niemals unfair werden
- ein gesunder Mix aus Arcade und Simulation
- Karriere-Modus mit großem Umfang...
-
- ...dem es allerdings an Abwechslung fehlt
- Kommentare und Sprüche wiederholen sich zu oft
- drumherum ist einfach zu wenig los
- der Soundkulisse fehlt es an Dramatik
 
Screenshots zu Grand Slam Tennis 2







Komplette Screenshot-Gallery öffnen

 
Kommentare zu Grand Slam Tennis 2
Information:
Zu diesem Eintrag befinden sich noch keine Kommentare im System.

Einen Kommentar schreiben
 

 




















Passwort vergessen?

 


 
 




Was ist euer Spielehighlight im Mai?


DiRT Showdown
Ghost Recon - Future Soldier
Game of Thrones: Das Lied von Eis und Feuer
Men in Black
Max Payne 3
Dragons Dogma
Ravens Cry
Alvin und die Chipmunks 3 - Chipbruch


  

 


 




xbox-newz.de ist Partner von Fantastic Zero und unterliegt als Bestandteil des Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW.
0.020149