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Halo 4
von Kevin vom 05.11.12, 20:55 Uhr
Bei uns im Spartaner-TEST!

Vor über fünf Jahren hatte die "Halo"-Reihe mit "Halo 3" ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht - zumindest, was den ikonischen Master Chief angeht. Zwar gab es zwischenzeitlich durchaus Neues aus dem Halo-Universum, aber wie es mit unserem Lieblingsspartaner weitergeht, erfahren wir erst jetzt in "Halo 4". Unser Test zeigt Euch, ob sich das Warten gelohnt hat.
Screenshots zu Halo 4




 
Bruchlandung

Erinnern wir uns doch einmal an die Ereignisse, die "Halo 3" zum Abschluss brachten: Eigentlich befand sich der Master Chief schon auf seinem Weg nach Hause - nachdem er mit seinem ausserirdischen Kollegen die Selbstzerstörung des Rings ausgelöst hat. Das war zwar eine Notwendigkeit, brachte aber gleichsam ein Übel mit sich: Die "Forward Unto Dawn", das Schiff, das unsere Helden aus der Gefahrenzone bringen sollte, zerbrach durch die Druckwelle in der Mitte - und das Heckstück taumelte - zusammen mit Master Chief und Cortana - ziellos durch das Weltall. Unser Held hat das natürlich ohne weiteres überstanden, da es aber lange dauern kann, bis man über Funk Hilfe rufen kann, lässt er sich in Cryoschlaf versetzen.
Zwischenzeitlich glaubt man bei der UNSC, dass der Chief Geschichte ist und schmeisst schon eine zünftige Trauerfeier. Alle sind fürchterlich traurig - haben aber nicht mit der Zähigkeit des Master Chiefs gerechnet. Der ist - noch im Tiefschlaf - mittlerweile auf einen völlig fremden Planeten abgestürzt, was Cortana endlich mal dazu veranlasst, ihn zu wecken. Ab sofort ist der Spartaner wieder im Alarmzustand!

Wir machen da weiter, wo wir aufgehört haben!

Spielerisch eröffenen sich dem Zocker bei "Halo 4" natürlich keine völlig neuen Welten - noch immer haben wir einen Ego-Shooter vor uns, der mechanisch seinen Vorgängern in vielerlei Hinsicht gleicht. Kennern der Materie ist natürlich klar, dass dies keine schlechte Sache sein kann - und tatsächlich ist das Gameplay überragend ausgewogen ganz ohne jeden Anflug von Rost und Alterserscheinungen. Garniert wurde das alles mit kleineren Verbesserungen - man kann also ganz beruhigt da weitermachen, wo man vor fünf Jahren aufgehört hat.

Nur echt mit dem "Episch!"-Stempel

Noch wichtiger als ein solides Gameplay war bei Halo aber schon immer das Drumherum - und wer schon in einen der Vorgänger komplett versunken ist, weiß auch ganz genau, wovon die Rede ist. Die Atmosphäre ist so dicht wie es nur bei wenigen Spielen der Fall ist. Die Leute von den 343 Industries haben hier tolle Arbeit geleistet - und wer glaubt, dass ein Nachfolger, der nicht aus der Feder von Bungie stammt, nicht so richtig ins Bild passt, täuscht sich. "Halo 4" packt den Spieler nach einer kurzen Eingewöhnungsphase und entlässt ihn nicht aus dem eisernen Griff der Spannung. Die Sache mit dem Spannungsbogen haben die Entwickler jedenfalls meisterlich auf dem Kasten.

Neue Widersacher

So einiges an Faszination bezieht "Halo 4" durch die neuen Gegner, denen sich der Master Chief entgegengestellt sieht. Wie man sich vorstellen kann, birgt so ein fremder Planet natürlich auch unbekannte Rassen - und zum größten Teil hat man hiermit eine neue Herausforderung für die alten Hasen geschaffen. Doch dieser Aspekt ist noch lange nicht alles - damit hätte man die Spieler wohl nicht abendfüllend unterhalten können.
Das wichtigste Handlungs-Element spielt sich aber zwischen Master Chief und Cortana ab. Tatsächlich, so erfährt man nach und nach, haben die Künstlichen Intelligenzen der UNSC so eine Art Verfallsdatum - und davon ist jetzt scheinbar auch die blaue Helferin unseres Spartaners betroffen. Zugegebenermaßen kann man der Idee einer langsam verrückt werdenden künstlichen Intelligenz etwas kritisch gegenüberstehen - wirkt das doch etwas an den Haaren vorbeigezogen. Dafür ersetzt es etwas die respektvolle Beziehung, die der Chief in "Halo 3" zu seinem ausserirdischen Kollegen, dem Gebieter, hatte. Ganz ohne rührselige Partnerschaften geht es also auch in "Halo 4" nicht vonstatten.

Dick verpackt

Die Kampagne von "Halo 4" ist qualitativ eine wirklich große Nummer. Zugegebenermaßen ist sie mit rund 8 Stunden Spielzeit nur etwa im Mittelfeld, was den Umfang angeht. Doch erfreulicherweise ist das lange nicht alles, was "Halo 4" zu bieten hat.
Wichtigstes Extra-Element ist hier seit jeher der Online-Multiplayer. Fast wie bei der "Call of Duty"-Reihe soll es ja Spieler geben, die sich wenig bis gar nicht für die Kampagne interessieren und sich einfach nur mit Volldampf in die Multiplayer-Gefechte stürzen. Fans sollen diesbezüglich auch dieses Mal nicht enttäuscht werden, denn man hat so einige Asse im Ärmel. Zunächst hat man sich noch einmal auf das Feature der Spezialfähigkeiten aus "Halo Reach" verlassen - nicht jedoch, ohne hier noch den einen oder anderen Skill hinzuzufügen. Zusätzlich darf man sich jetzt über eine Art Kill-Streaks freuen, die man augenscheinlich von der "Call of Duty"-Reihe ausgeliehen hat. Das Ganze passt prima zusammen und ist überdies sehr fein ausbalanciert, so dass einem zünftigen Mehrspielergefecht nichts mehr im Weg stehen dürfte.

Fleißarbeit

Doch auch mit dem weiter verbesserten Multiplayer-Aspekt ist der Spielumfang von "Halo 4" noch nicht erschöpft. Erstmalig kommt hier der "Spartan Ops"-Modus zum Einsatz, der ebenfalls eine Anleihe an die "Modern Warfare"-Serie darstellt. Ähnlich wie beim "Spec Ops"-Modus handelt es sich hierbei um einzelne Missionen und Aufgaben, die der Spieler durchführen soll - das reicht von "Radiere alle Gegner aus" bis hin zu etwas komplexeren Aufgaben, bei denen man irgendwelches Level-Inventar zerstören soll. Das Ganze funktioniert wie auch die Kampagne sowohl als Einzelspieler als auch per Multiplayer-Koop und macht wirklich eine Menge Spaß - vor allem, weil man sich nicht gleich eine Stunde lang durch die Kampagne schleifen muss, sondern auch mal zwischendurch ein, zwei Runden einlegen kann.
Der Oberhammer kommt aber noch: Man ist nicht auf die enthaltenen "Spartan Ops"-Missionen beschränkt, denn man verspricht uns mindestens eine Staffel an zusätzlichen Aufgaben - und das völlig kostenfrei. Zehn Wochen lang erscheint im Rahmen dieser ersten Staffel wöchentlich fünf Missionen, und wenn wir Glück haben, schieben die Entwickler noch ein wenig Material hinterher. Fasst man all diese Extras zusammen, erhält man einen bombastischen Spielumfang, wie man ihn bei einem Shooter nur sehr selten zu Gesicht bekommt.

Und noch ein Meilenstein

Als vor rund zwei Jahren "Halo: Reach" erschien, waren die meisten Spieler mit der Optik recht zufrieden, einige fanden aber, dass die Aufmachung der epischen Handlung nicht ganz gerecht wird. Darüber kann man geteilter Meinung sein, dieses Problem hat man aber bei "Halo 4" ganz sicher nicht. Die Grafik gehört technisch wie auch qualitativ unstrittig zum Besten, was die Xbox360 zu bieten hat. Selten bekommt man derartig eindrucksvolle Bilder zu sehen - vor allem die riesigen Außenareale und die teilweise gewaltigen Raumschiffe und Bauten sind einfach ganz großes Kino.
Auch hinsichtlich der Soundkulisse hat sich einiges getan. Zugegeben: Der neue Soundtrack ist vielleicht nicht jedermanns Sache, weil man sich ein wenig vom Gewohnten entfernt hat. Qualitativ ist dieser aber wieder einmal erste Garde - immerhin hat man Neil Davidge dafür gewinnen können, der nicht nur einige Film-Soundtracks komponiert hat, sondern auch als Produzent von Massive Attack fungierte. Ähnlich hochkarätig sind dieses Mal auch die Soundeffekte, für die man sich Sotaro Tojima eingekauft hat. Dieser hat schon so einige Arbeit für Konami erledigt und mit seinem Team umfangreiche Aufnahmen durchgeführt, die "Halo 4" gleich noch ein wenig mehr Bums und ungewöhnliche Atmosphäre verleihen.

Das Spiel des Jahres!

2012 war ein wirklich gutes Jahr für Spieler - völlig egal, welches Genre sie bevorzugen. Doch ganz ehrlich: An "Halo 4" kommt in diesem Jahr absolut nichts ran. Hier passt praktisch alles - von der Aufmachung über das fein ausbalancierte Gameplay bis hin zum Spielumfang. Großes Lob an die Entwickler von 343 Industries - hier hat man aus einem großartigen Erbe einen noch besseren Nachfolger gemacht.
Fazit zu Halo 4
Egal, welche Befürchtungen man in Bezug auf "Halo 4" hatte - die waren alle völlig unbegründet. Uns präsentiert sich hier ein in jeglicher Hinsicht hervorragendes Spiel - tolle Grafik, gewohnt flottes Gameplay, verbesserter Multiplayer und obendrauf gibt es noch den "Spartan Ops"-Modus, der nicht nur sehr unterhaltsam ist, sondern auch jede Menge Umfang nach sich zieht. Insgesamt also ein absolut phänomenaler Nachfolger der Reihe - viel besser hätte man es nicht machen können!
 
Halo 4

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  Erschienen: 06.11.2012
  Hersteller: Microsoft Studios
  Entwickler: 343 Industries
  System: Xbox 360
  Spieler: 16
  Genre: Ego-Shooter
  USK: USK 16
  Sprache: Deutsch
  Texte: Deutsch
  Onlinefähig: Ja
  Webseite: halowaypoint.com
  Preis: 59,90 €
 
Bewertungen

 

  Grafik:
96 %
  Sound:
94 %
  Gameplay:
93 %
  Umfang:
95 %
  Multiplayer:
94 %
  Gesamt: 94 %
 Userwertung: 
 
+
+ Grafik der Spitzenklasse
+ tolle Story
+ gewohnt gute Spielmechanik
+ sehr abwechslungsreiche Kampagne
+ Spartan-Ops-Modus hat reichlich Potential
+ insgesamt sehr umfangreich
-
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Screenshots zu Halo 4








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Kommentare zu Halo 4
Betreff: Kein Betreff
#1 verfasst am 07.11.12, 01:34 Uhr

braver bub, ganz brav gemacht!!



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Da gibt's nur Mist!
Die meisten Sachen habe ich schon
Kostet nix, kann also nicht schaden
Habe so schon einige tolle Spiele für lau bekommen
Eine rundum tolle Sache!
Da muss sich im Vergleich zu PS+ noch einiges tun
Ich hab' eh kein Xbox Live Gold


  
 

 

 
 



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