Reviews - Kinect Star Wars  Bookmark and Share
Kinect Star Wars
von Kevin vom 07.04.12, 14:41 Uhr
Bei uns im Lichtschwert-Test

Als Kinect seinerzeit angekündigt wurde, sahen sich die Xbox-Freunde schon in allerhand interessante Situationen versetzt. Natürlich gibt es da Sportspiele, aber warum soll man sich nicht auch knietief in die Action stürzen? Da liegt natürlich nichts näher, als mit dem Lichtschwert zu schwingen - und genau hierzu bietet uns „Kinect Star Wars“ eine Chance. Wir schauen genauer hin und zeigen Euch, ob der Kauf lohnt.
Screenshots zu Kinect Star Wars




 
Luke und sein Vater

Über die Hintergründe von Star Wars muss man sicherlich keine Worte mehr verlieren. Bei „Kinect Star Wars“ geht es vornehmlich um die Episoden 1-3, aber es gibt auch Ausflüge in die Gefilde der ursprünglichen Filme. Alleine schon das Setting der ersten drei Episoden dürfte bei echten Star-Wars-Fans bereits für die erste Enttäuschung sorgen.
Ebenfalls unangenehm fällt die Tatsache auf, dass man keine zusammenhängende Story bekommt - vielmehr ist „Kinect Star Wars“ wieder einmal eine mehr oder minder zusammenhanglose Ansammlung von Minispielen. Da stellt man sich natürlich schon die Frage, wieso man es nicht auf die Reihe bekommt, Kinect-Spiele mit Story und Tiefgang auf den Markt zu bringen.

Moderner Fünfkampf

„Kinect Star Wars“ ist eingeteilt in fünf Spiele, darunter „Jedi-Vorsehung“, „Podrennen“, „Galaktischer Tanzwettbewerb“, „Rancor Zerstörungswettbewerb“ sowie „Duelle des Schicksals“. Diese sind tatsächlich recht abwechslungsreich durchmischt, allerdings von ebenso wechselhafter Qualität und Anspruch. Präsentiert wird all dies durch die beliebten Droiden R2D2 und C3PO - und zwar mit schauerlicher deutscher Sprachausgabe.

Lernprogramm

Die „Jedi-Vorsehung“ kommt einem Story-Modus am nächsten. Hier startet der Spieler als Jedi-Schüler und bekommt nach und nach die Grundkniffe der Macht beigebracht. Auch wenn es hier etwas nach „Schema F“ abläuft, so gibt es doch durchaus etwas Tiefgang und Action. Mit von der Partie sind neben Lichtschwert-Kämpfen auch diverse Jedi-Macht-Einsätze sowie Ausritte auf Pods. Wie man sich vorstellen kann, ist das zu großen Teilen natürlich „On the Rails“, was aber prinzipbedingt an Kinect liegt.

Flotte Flitzer

Ausserdem auf dem Programm steht das Podrennen. Worum es hierbei geht, ist offensichtlich: Wie seinerzeit in „Star Wars: Episode 1" nimmt man an Rennen auf den schwebenden Flitzern teil, um natürlich möglichst als erster durchs Ziel zu kommen. Diese „Disziplin“ sieht gut aus und macht tatsächlich Spaß, wenn es auch ein wenig an Tiefgang mangelt. Insgesamt aber eines der besseren Spielchen, die „Kinect Star Wars“ zu bieten hat.

Es darf getanzt werden

Ja, Ihr habt richtig gelesen: „Kinect Star Wars“ hat tatsächlich ein Tanz-Spiel mit an Bord. Keine Ahnung, was die Verantwortlichen da geritten hat, aber das hat ja nun so überhaupt keine Verbindung mit der Film-Reihe. Hier werden Pop-Songs mit Pseudo-Star-Wars-Texten aufgeführt, und der Spieler soll nach vorgegebenem Schema tanzen. Auch wenn das - rein von der Spielmechanik her - funktioniell ist, so hat es dennoch nichts mit Star Wars zu tun. Das grenzt schon fast an Frechheit, den Zockern derartiges Füllmaterial ins Spiel zu packen.

Auf Konfrontationskurs

Wer hat sich als Kind nicht schon einmal vorgestellt, ein Riese zu sein, der die zuvor mühevoll aus Bauklötzen gebastelte Kleinstadt ohne weiteres zertrampeln kann? Auch hierzu erhält man bei „Kinect Star Wars“ eine Gelegenheit, und zwar in der Rubrik „Rancor Zerstörungswettbewerb“. Hier übernimmt man die Rolle eines riesigen Ungetüms, das... tatsächlich, alles kurz und klein macht, was ihm im Weg steht. Das ist sicherlich ein paar Mal unterhaltsam, bringt aber keine echte Langzeitmotivation mit.

Raus mit dem Lichtschwert

Das haben die Fans am sehnsüchtigsten erwartet: Den Lichtschwert-Kampf. Auch hier wirkt das alles eher gescriptet als ein richtig freies Spiel - komplett mit Ortswechseln und dergleichen mehr. Das mag natürlich am Anfang unterhaltsam sein, hat man allerdings das Grundprinzip durchschaut, ist es mit dem Spass auch schon wieder vorbei. Hier fehlt Rafinesse und Tiefgang, um den Spieler längerfristig zu binden.

Zielgruppenfrage

Wie bei fast allen Kinect-Spielen stellt sich auch bei „Kinect Star Wars“ die Frage, ob man als erwachsener Gamer wirklich seine Zeit damit verbringen möchte. Hierfür bietet „Kinect Star Wars“ definitiv zu wenig Tiefgang und Faszination. Ohne Zweifel werden sich aber - wieder einmal - die Kids köstlich amüsieren.
Das ist zwar eine durchaus nette Sache, aber wenn man sich vor Augen hält, was man aus dem Material hätte machen können, wird mal schnell wütend. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass man sich ständig darüber ärgert, dass die Steuerung wieder nervt. Hier kommen einmal mehr die Kinect-typischen Verzögerungen zum Tragen, was natürlich sehr störend ist.

Muss man nicht haben

In der Gesamtheit hinterlässt „Kinect Star Wars“ trotz so manchem lichten Moment einen recht schlechten Eindruck. Da hilft weder Multiplayer-Möglichkeiten noch die zumindest teilweise anständige Präsentation weiter. Insofern haben sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheitet - wieder einmal eine Geldkuh statt eines unterhaltsamen Kinect-Titels.
Fazit zu Kinect Star Wars
„Kinect Star Wars“ lässt die schlimmsten Befürchtungen wahr werden: Anstatt ein interessantes und spannendes Spiel abzuliefern, bekommen wir wieder einmal nur eine Minispielsammlung. Schlimm daran ist, dass noch nicht einmal alle Minispiele auch eine echte Verbindung zu Star Wars haben. Zwar sind die Jedi-Vorsehung, das Podrennen und teilweise auch die Rancor-Zerstoerung zeitweise ganz nett, können aber keinesfalls mit der notwendigen Langzeitmotivation aufwarten. Auch dieses Mal vermag das Spiel lediglich Kids zu begeistern - alle anderen werden nach kurzer Zeit entnervt aufgeben.
 
Kinect Star Wars

Bestellen @ amazon.de


  Erschienen: 03.04.2012
  Hersteller: LucasArts
  Entwickler: Terminal Reality
  System: Xbox 360
  Spieler: 2
  Genre: Genre Mix
  USK: USK 12
  Sprache: Deutsch
  Texte: Deutsch
  Onlinefähig: Nein
  Webseite: lucasarts.com
  Preis: 37,00 €
 
Bewertungen

 

  Grafik:
68 %
  Sound:
70 %
  Gameplay:
48 %
  Umfang:
50 %
  Multiplayer:
61 %
  Gesamt: 59 %
 Userwertung: 
 
+
+ teilweise ordentliche Atmosphäre
+ brauchbar für Kids
-
- Steuerung funktioniert nicht reibungslos
- Mehr Minispiel-Sammlung als echte Story
- Tanz-Spiel hat so wirklich gar nichts mit Star Wars zu tun
- kaum Langzeitmotivation
- deutsche Synchronstimmen teilweise übel
 
Screenshots zu Kinect Star Wars








Komplette Screenshot-Gallery öffnen

 
Kommentare zu Kinect Star Wars
Information:
Zu diesem Eintrag befinden sich noch keine Kommentare im System.

Einen Kommentar schreiben
 
 





Passwort vergessen?

 


 
 




Was haltet Ihr vom aktuellen Remake-Wahn?


Ich will neue Spiele, keine alten!
Wenn es Kultspiele sind, geht es in Ordnung
Ich nehme alles, was ich kriegen kann!
Nur wenn sie billiger sind und/oder mehr bieten als damals
Früher oder später gibt's die sowieso via PS+/GwG
Ist mir völlig latte!


  
 

 

 
 



xbox-newz.de ist Partner von Fantastic Zero und unterliegt als Bestandteil des Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW.
0.477894