Partner von Fantastic Zero

 
MsPoints – Xbox Live Points sofort – Downloaden!










  Reviews - Kingdoms of Amalur: Reckoning  Bookmark and Share
Kingdoms of Amalur: Reckoning
von Manuel S. vom 20.02.12, 22:07 Uhr
Neues Spiel, neues Glück?!

Neue Marken braucht die Welt. Getreu diesem Motto hat Electronic Arts das neue "Kingdoms of Amalur: Reckoning" aus dem Boden gestampft. Damit möchte man auch im Genre der Rollenspiele reichlich Boden gut machen, und hat bereits im Vorfeld nach der Krone gewettert, vertreten durch den Genrekönig Skyrim. Aber hat ein komplett neues RPG, an das man eigentlich keinerlei Erwartungen hat, das Können eine alt eingesessene Spielereihe vom Thron zu stürzen? Es wird auf jeden Fall sehr spannend!
Screenshots zu Kingdoms of Amalur: Reckoning




 
Viele, viele Köche...

Wenn man sich auf das Risiko einlässt, eine neue Marke auf die Beine zu stellen, bleibt das weiterhin ein sehr großes Wagnis, und eigentlich jeder Publisher kann genau davon ein Lied singen. Alleine im letzten Jahr gab es genügend Bruchlandungen. Ob THQ mit Homefront oder Codemasters mit Bodycount, das sind nur 2 Beispiele dafür wie deutlich man mit so etwas eingehen kann.
Um dieses Risiko auf ein Minimum zu reduzieren setzt Electronic Arts auf große Namen bei der Entwicklung. Die drei Persönlichkeiten sind Todd McFarlane, Comic-Guru und Schöpfer des legendären Spawn, der jetzt für die grafische Gestaltung von Reckoning zuständig war. Daneben gesellt sich ein wahrer Profi in Sachen erzählerischer Inszenierung: R.A. Salvatore, der ebenso kein unbeschriebenes Blatt ist. Und die Spitze des Dreierteams bildet Lead Designer Ken Rolston, den man von der Elder Scrolls Reihe kennt, und der dieser Reihe bis hin zu Oblivion auch erfolgreich zur Seite gestanden ist. Damit, und natürlich mithilfe der beiden Entwickler Big Huge Games (Rise of Nations) und 38 Studios, hat EA sich zumindest schon einmal gut eingedeckt in Sachen Fachwissen. So viel davon auch bei der Entwicklung anwesend gewesen ist, muss man leider jetzt schon eines sagen. Die einzige große Ähnlichkeit die KoA wirklich mit Skyrim hat ist eigentlich gar nicht vorhanden. Wenn denn eine Art Verwandtheit besteht, dann nur in dem Sinne, dass eben Rolston früher an der Elder Scrolls Serie mitgearbeitet hat.


Willkommen in Amalur

Aber jetzt zu dem, was viel mehr interessiert: Das Spiel selbst.
Ich bin ich und das ist auch gut so, trifft hier perfekt zu. Denn man ist in KoA wirklich ein Ich. Ein Ich ohne Name, ohne Stimmt und ohne Schicksal. Letzteres lässt sich ändern, was aber noch ausführlicher erklärt wird. Warum man gerade den Held des Spiels aber ohne Stimme und Name in diese gefährliche Welt lässt, wird wohl eine unbeantwortete Frage. Dennoch fängt das Spiel so an. Kurz nachdem man sich seinen wahlweise männlichen oder weiblichen Charakter ausgesucht, nach Wunsch ausgestattet und nach den eigenen Vorstellungen optisch angepasst hat, beginnt man sein Spiel. Ein Leben als Toter, den man zusammen mit hunderten anderen Leichen auf einem Haufen entsorgen will. Aber man ist nicht tot, und macht das auch schnell klar. Als misslungenes Experiment des Gnomenwisschenschaftlers Hugues ist man nicht davon ausgegangen, dass man noch leben könnte. Dementsprechend erschreckt und überrascht sind alle Personen, denen man im Spiel begegnet, dass man noch lebt. Das muss scheinbar etwas mit Schicksal zu tun haben. Und Schicksal scheint es auch zu sein, warum dieses RPG das ist was es ist. Natürlich ist es nicht gerade einfach nach einem solchen Brett wie Skyrim sein eigenes Release zu feiern, aber dennoch hat sich EA strikt FÜR diesen Termin entschieden.


Was ist das eigentlich?

Daneben bleibt auch noch eine andere wichtige Frage. WAS ist Reckoning? Es wurde als Rollenspiel angepriesen, präsentiert sich jedoch mit starken Hack n Slay Einlagen, die man so eher selten von einem Genrevertreter erwartet, der Skyrim vom Throns stoßen will. Aber das ist eigentlich gar kein Nachteil, denn egal was Amalur macht, macht es auf seine ziemlich eigene Art, zumindest spielerisch. Die Hack n Slay Einlagen sind immer gegenwärtig, genauso wie viele und abwechslungsreiche Gegner. Daneben eine ungeheuer riesige Spielwelt und ein geradezu als Suchtmittel eingestuftes Spielprinzip, fertig ist etwas, das zwar nicht auf Anhieb gefällt, aber es mit einem Schlag nicht mehr zulässt, die Finger vom Controller zu lassen. Die ersten Stunden sind wie im Nichts verflogen, und schnell waren die 20 Stunden erreicht. Aber damit hat man im Spiel selbst eigentlich noch nicht viel erreicht. Zwar ist deutlich für Abwechslung gesorgt, aber dennoch ist die gesamte Welt einfach so riesig, und die Quests so langwierig, dass man sich darüber klar sein sollte mit ein paar Spielstunden nicht weit voran zu kommen. Aber das erwartet man ja eigentlich auch von einem Rollenspiel. Es soll nicht innerhalb von ein paar Stunden der Abspann über den Bildschirm laufen, sondern viel mehr unser Charakter auf der Suche nach neuen Waffen, Arealen und Quests.


Frisch, fromm, fröhlich, frei ?!

Und dabei ist KoA keinesfalls so schwerfällig und lang gezogen wie ein alter, harter Kaugummi. Man räumt viel mehr mit vielen Vorurteilen des Genres auf, und versucht den Spieler eigentlich so viel Zeit wie nur möglich im Spiel zu überlassen. Das soll so viel heißen, als dass man versucht so wenig Aufenthalte im Inventar und den Upgradefenstern zu vergeuden. Und das ist sogar sehr gut gelungen. Zwar ist es ein großes Kritikpunkt, dass man sein Inventar nicht über eine Schnellwahltaste erreicht, sondern immer unnötig langwierig über den Start-Knopf, aber davon ab ist es geschickt gelöst worden, wie man den Spieler durch seinen virtuellen Rucksack schickt, den man obendrein in diversen Läden noch erweitern kann. Größerer Rucksack bzw. Inventar heißt aber gleichzeitig auch, dass man versucht ist zum virtuellen Messie zu werden. Lieber mal jeweils 2 Rüstungsgegenstände und Waffen aufheben, ebenso bei Tränken und Gemmen. Man weiß ja schließlich nie wann der der nächste Laden aufzufinden sein wird. Aber nachdem man einen Ort einmal besucht hat, wird dieser auf der Karte dauerhaft markiert, und fortan kann man zwischen den Punkten via Schnellreise zu Potte kommen. Also bringt es nichts wenn man alles hortet, und obendrein ist auch das erweiterte Inventar schnell vollgestopft mit vielen nötigen aber auch unnötigen Dingen.


Mach was draus!

Was dabei wichtig und eher unwichtig ist hängt von der anfangs gewählten Klasse ab, und wirkt sich auf Waffen, Tränke und auch Fähigkeiten aus. Während der Krieger eher der Hau-Drauf Typ mit Hammer und Schwert ist, macht es sich der Magier eher mit Zauberei und Chatraums gemütlich. Im Laufe seiner virtuellen Karriere kann man aber sein persönliches Schicksal immer wieder in andere Richtungen lenken. Hat man einmal sein Schicksal besiegelt könnte man meinen, dass das auch endgültig ist. Aber wie man woanders mit Karten spielt, so spielt man hier mit dem Schicksal des Spielers. Möglich ist das durch diverse Personen, die man hier und da mal trifft, und die für einen bestimmten Betrag das Schicksal wieder auf null zurücksetzen, falls man es sich doch noch mal anders überlegt hat.
Für jeden anderen kann man seine Fähigkeiten dann aber immer weiter ausbauen, und sich zum Beispiel als Kämpfer spezialisieren, der aber auch mit magischen Fähigkeiten kombinierten werden kann. Das Ergebnis ist ein erstklassiger Kampfmagier, der sowohl auf Distanz aber auch im Nahkampf eine gute Figur abgibt.


Kein Grund zur Langeweile

Das Inventar und die gesamten Stufenaufwertungen inkl. den Charaktereigenschaft ist zwar ein wirklich umfangreiches und zeitaufwendiges Thema, aber dabei ist es zu keiner Zeit zu trocken umgesetzt worden. Jeder Schritt ist einfach nachvollziehbar, und es wird deutlich und verständlich beschrieben, was man mit den jeweiligen Gegenständen auslöst oder welche Fähigkeiten man mit seinen Punkten erweitert. Das kommt auf der einen Seite natürlich dem Kampf und dem Umgang mit den Waffen zugute, auf der anderen Seite aber auch den Rüstungen, die man mit selbstgeschliffenen Gemmen (Edelsteinen) besetzen kann. Auch das ist wieder ein Thema für sich, das neben dem Schmieden eigener Rüstungen und dem Mischen von selbst herausgefundenen Tränken einfach aber gut gelöst worden ist. Und was es an sich zu einem solch umfangreichen Spiel macht. Wer also ein stupides Geschnetzel mit einer rasanten Spielweltdurchquerung erwartet wird dementsprechend enttäuscht. Wohl aber leider auch der "festgefahrene" Rollenspiel-Enthusiast, der mit KoA einfach kein reines Rollenspiel vorgesetzt bekommt, sondern vielmehr eine Art Verjüngungskur, die davon profitiert, dass man bestimmte Dinge einfach und locker gelöst hat. Dabei hat man die Gratwanderung aber immer so gut beherrscht, dass es deswegen keineswegs überzogen oder unreif wirkt. Man kann es sich eher so vorstellen, dass man zu Spielbeginn ein "Irgendetwas" vorgesetzt bekommt, und damit weiß man eigentlich nicht so recht etwas anzufangen. Mit der Zeit wird daraus aber etwas "bestimmtes", und irgendwann etwas sehr "besonderes". So könnte man ungefähr die Wirkung beschreiben, die Reckoning mit der Zeit auf den Spieler hat. Während man anfangs noch etwas unbeholfen und voller Unlust sein Schwert schwingt, ändert sich das alles ziemlich schnell. Aber genau so, dass man es erst dann merkt, wenn es um einen geschehen ist.


Einfach schön hier

Daran hat nicht nur das Spielprinzip Schuld, sondern natürlich auch die Aufmachung der Spielwelt samt Gegner und vielerlei unterschiedlichen Charakteren. Alles wirkt stimmig aber vielleicht nicht ganz eigenständig. Die Mischung aus Fable, WoW und minimalen Teilen von Oblivion/Skyrim ist sicherlich in Teilen etwas abgekupfert worden. Aber das macht alles nichts. Um genau das zu verstehen, muss man nur dieses Gesamtwerk auf sich wirken lassen. Alleine die Bereiche der Karte die man erkunden kann sind eigentlich schon Bestätigung genug, dass man verstanden hat, was der Spieler erwartet. Von saftigen grünen Wiesen und dichtbewachsenen Wäldern geht es über steppenartige Landschaften weiter bis in trockene und verdorrte Regionen, die einst der Sahara entsprungen sein könnten. Und so abwechslungsreich und liebevoll die virtuelle Welt gestaltet wurde, so abwechslungsreich und angepasst sind auch die Gegner. Es gibt nicht nur Unterschiede in Größe und Kraft, sondern je nach Region auch völlig unterschiedliche Gattungen. Von kleinen aber nervigen Elfen, über diverse Spinnenarten, bis hin zu haushohen Monstern, die keiner Rasse gerecht werden könnten. Aber all diese Abwechslung hilft leider nichts, wenn man selbst einen höheren Level erreicht hat, und solche Gegner mit ein paar Schlägen den Garaus macht. Das ist mit der Zeit etwas langweilig, weil es irgendwie immer das gleiche ist, lässt sich aber mitunter nur dadurch ändern, dass man dann in einer anderen Region weitermacht, oder eine der diversen anderen Neben. oder Hauptquests annimmt.


Abzüge in der B-Note

In Sachen Grafik und Performance kann man da eigentlich nicht mehr viel hinzufügen. Es wurde alles schick verpackt, zwar nicht in eine Grafikhuren-Engine, aber in eine liebevoll gestaltete Grafik, die genau zu so einem Spiel passt. Dort wo die Qualität auf der Strecke geblieben ist, bekommt man dafür aber liebevoll gestaltete Umgebungen präsentiert. Lediglich könnte es passieren, dass man sich in Höhlen oder größeren Städten schnell mal verläuft, da alles irgendwie ähnlich aussieht, und man sich auf die Hilfe der Minikarte nur bedingt verlassen kann. Wenn es in Sachen Performance etwas zu beanstanden gibt, dann die Videos und die Dialoge. Weder in dem einen noch in dem anderen hat unser Charakter eine eigene Stimme, nicht einmal eine aussagekräftige Mimik. Er hat in jeder noch so unterschiedlichen Situation immer die gleiche Reaktion im Gesicht stehen, und die ist gleich Null. Da kann man es durchaus auch verstehen, wenn das Gegenüber dann mit seinem Blick in irgendwelche undefinierbaren Richtungen abschweift oder einfach nur abartig ins Nichts schielt.


Hier bin ich Zuhause!

Musikalisch wurde das gesamte Paket dann noch perfekt verpackt, und man fühlt sich eigentlich nach einem erneuten Spielstart wieder wie Zuhause. Es ist dieses Gefühl, wenn es draußen stürmt und schneit, und man es sich in seinen 4 Wänden wohlig warm und gemütlich hält. Genau dieses Gefühl wird alleine durch den Soundtrack perfekt aus den Lautsprechern hin zum Spieler transportiert, und genau das wird es sein, warum man am Ende eigentlich IMMER länger spielt, als man es eigentlich will. Zu tun gibt es dafür aber mehr als genug.
Fazit zu Kingdoms of Amalur: Reckoning
Neues Spiel, neues Glück. In diesem Fall dürfte man "Kingdoms of Amalur: Reckoning" eher in den Bereich des Glückes einordnen. EA hat es gewagt, und zusammen mit dem hochwertigen Team das man geschaffen hat, eine wirklich interessante und sehr lebendige neue Marke auf die Beine gestellt. Man hat im direkten Vergleich mit den Rollenspiel-Gottheiten zwar nicht das Recht auf den Thron, verstecken muss man sich deswegen aber nicht. Reckoning ist viel mehr eigener geworden, als man es von neuen Spielemarken erwartet. Neben diversen, abgekupferten Dingen bringt man richtig viel Eigenständigkeit mit, die für viel Leichtigkeit und Spielvergnügen sorgen. Technisch präsentiert man sich vielleicht nicht auf dem neuesten Stand, und gerade die Texturen lassen Kritik zu, aber es hält sich im Rahmen. Es ist einfach gerade das gesamte Paket, dass sich nach ungefähr 10 Stunden Spielzeit für den Besitzer eröffnet. Und da blickt man auch gerne über merkbare Negativpunkte hinweg, wenn der Spielspaß dafür stimmt. Und der stimmt hier, ohne es auch nur im Ansatz schön reden zu wollen. Wenn man sich für die Zukunft ein besseres Inventarsystem und ein noch eigenständigeres Auftreten als Ziel setzt, dann könnte man locker höhere Wertungen einfahren. Aber auch so ist Reckoning einem Kauf mehr als nur gerecht.
 
Kingdoms of Amalur: Reckoning

Bestellen @ amazon.de


  Erschienen: Released
  Hersteller: Electronic Arts
  Entwickler: Big Huge Games, 38 Studios
  System: Xbox 360
  Spieler: 1
  Genre: Action - RPG
  USK: USK 18
  Sprache: Englisch
  Texte: Deutsch
  Onlinefähig: Nein
  Webseite: ea.com
  Preis: 56,90 €
 
Bewertungen

 

  Grafik:
80 %
  Sound:
90 %
  Gameplay:
85 %
  Umfang:
88 %
  Multiplayer:
0 %
  Gesamt: 86 %
 Userwertung: 
 
+
-Verliebte, eigenständige Spielwelt
- Schicke Lichteffekte
- Viel Abwechslung
- Sehr schön erzählte Geschichte
- Toller Soundtrack
- Richtig viel zu tun
-
- Keine Abwechslung beim Wetter
- Hier und da fehlende Texturen
- Zu wenig Detail, zu viel Matsch
- Kaum große Bosskämpfe
- "Online"Pass, wofür?!
 
Screenshots zu Kingdoms of Amalur: Reckoning






Komplette Screenshot-Gallery öffnen

 
Kommentare zu Kingdoms of Amalur: Reckoning
Information:
Zu diesem Eintrag befinden sich noch keine Kommentare im System.

Einen Kommentar schreiben
 

 




















Passwort vergessen?

 


 
 




Was ist euer Spielehighlight im Mai?


DiRT Showdown
Ghost Recon - Future Soldier
Game of Thrones: Das Lied von Eis und Feuer
Men in Black
Max Payne 3
Dragons Dogma
Ravens Cry
Alvin und die Chipmunks 3 - Chipbruch


  

 


 




xbox-newz.de ist Partner von Fantastic Zero und unterliegt als Bestandteil des Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW.
0.401099