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Reviews - Lego Pirates of the Caribbean
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Lego Pirates of the Caribbean
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von Kevin vom 23.05.11, 22:34 Uhr
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Bei uns im Test
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Kaum eine Filmreihe war in den letzten zehn Jahren so beliebt wie die „Fluch der Karibik“-Serie. Immerhin ist seit ein paar Tagen schon die vierte Auflage des Piraten-Epos um Jack Sparrow in den Kinos - das muss dringend auch in Hinsicht auf Videospiele genutzt werden. Was liegt da näher, als die Thematik mit Lego zu koppeln und als „Lego Pirates of the Caribbean“ zu verkaufen? Schauen wir mal, was der Titel auf dem Kasten hat.
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Screenshots zu Lego Pirates of the Caribbean
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Lego und die Videospiele
Schon seit über zehn Jahren werden die Spieler mit wahrlich unzähligen Neuauflagen der Lego-Videospiele eingedeckt - manche waren von eher durchwachsener Natur, andere konnten durchaus nicht nur die kleinsten entzücken.
Im aktuellen "Lego Pirates of the Caribbean" gibt es gleich die Inhalte aller vier "Fluch der Karibik"-Streifen nachzuspielen. Da ist also zumindest theoretisch eine Menge an Spielspass und Handlung drin. Besonders Kenner und Liebhaber der Filme werden darauf wohl total abfahren und sich nicht selten an das grosse Leinwandvorbild erinnert fühlen. Dies hatte man bei den Lego-Spielen aber schon immer recht überzeugend im Griff.
Spielerisches
Für diejenigen, die noch nie ein Lego-Videospiel ausprobiert haben - sofern es das überhaupt noch gibt - sei erwähnt, dass die Klötzchen-Zockereien in Sachen Gameplay normalerweise nahezu identisch sind. Eine recht ordentliche und bewährte "Jump and Run"-Engine wird zusammen mit den wilden Gestiken der Lego-Figuren zu dem entsprechenden Thema verpackt. Die Hintergrundgeschichten der Lego-Spiele werden aber nicht mittels Sprachausgabe erzählt, sondern stummfilmartig nur durch Gestik, Musik und Körperhaltungen vorgeführt. Dass dieses Kasperle-Theater zumeist sehr gut auch bei komplexeren Handlungssträngen funktioniert, zeigt schon auf, dass man bei Traveller's Tales einige Übung darin hat.
Arrrrr! Und 'ne Buddel voll Rum
Prinzipiell ist also alles beim Alten geblieben - doch wie äussert sich das konkret? Man darf mit bis zu zwei Spielern durch "Lego Pirates of the Caribbean" (allerdings nur lokal an der heimischen Konsole) rennen und hüpfen. Im Bedarfsfall - also wenn man alleine vor der Konsole sitzt - übernimmt hierbei die KI die Rolle des zweiten Spielers. Das ist unumgänglich, denn „Lego Pirates of the Caribbean“ ist praktisch für zwei Charaktere gemacht. Stets gibt es dabei Gegner zu bekämpfen, Legosteine einzusammeln und dergleichen - wie schon erwähnt: Hat man eines gesehen, kennt man alle. Dabei muss das noch nicht einmal zwangsläufig schlecht sein. Beispielsweise kann man weitere Charaktere für den Zweitspieler oder die KI freischalten, die dann wiederum unterschiedliche Fähigkeiten bieten - so ändert sich der Spielverlauf etwas. Insgesamt gibt es eine recht imposante Zahl an zusätzlichen Charakteren freizuschalten - über 70 derer, auch wenn diese nicht immer gleich nützliche Features mitbringen.
Wie aus dem Bilderbuch
Was die Grafik von "Lego Pirates of the Caribbean" angeht, so darf man zwar keine technischen Höchstleistungen nach dem Vorbild von "Crysis 2" erwarten, es ist den Leuten von Traveller's Tales aber zweifellos gelungen, ein Miniaturabbild so mancher Filmszene in das Lego-Universum zu versetzen. Dabei ist trotz der bisweilen düsteren Piraten-Thematik eine farbenfrohe und abwechslungsreiche Spielwelt entstanden - damit kann man durchaus zufrieden sein.
Der Soundtrack von "Lego Pirates of the Caribbean" wurde gepflegt aus den Filmen entnommen. Wer die Musik kennt, weiss auch, welche hohe Qualität ihr zugrunde liegt - darüber muss man wohl nicht mehr viele Worte verlieren. Wie erwähnt muss der Spieler lediglich auf Sprachausgabe verzichten - das liegt ganz einfach in der Natur der Lego-Spiele und dürfte wohl daher kaum als ernsthafter Mangel angesehen werden.
Knifflige Angelegenheiten
Damit das eher gewöhnliche Hüpfen und Kämpfen nicht zu schnell langweilig wird, gibt es bei "Lego Pirates of the Caribbean" eine nicht zu unterschätzende Anzahl kleiner Rätsel nach dem "Baue XYZ"-Prinzip, was tatsächlich aber auch der einzige wirkliche Zusammenhang zu Lego ist - sieht man von der Optik einmal ab. Zum grössten Teil funktioniert das mit den Puzzles recht reibungslos - so dass auch Kinder damit zurechtkommen können. Manchmal verkommt das Ganze allerdings aufgrund fehlender klarer Anweisungen zu einer Art Such-Spiel. Was muss denn jetzt genau getan werden? Das ist nämlich die Kehrseite der Medaille - davon abgesehen ist das Gameplay tatsächlich recht kurzweilig.
Neues? Fehlanzeige!
Dem treuen Lego-Veteranen ist es schon klar: Spielerisch gibt es hier nichts Neues zu holen. Dabei darf man sich zwar über solide Kost freuen, es ist aber fraglich, wie oft man diese schmerzfrei geniessen kann - irgendwann wird eben alles altbacken. Für Kinder ist das wohl weniger ein Problem, aber erwachsene Gamer haben nach einem Lego-Spiel wohl genügend gesehen, um ihre Zeit in Zukunft lieber mit anderen und anspruchsvolleren Titeln zu nutzen.
Hier wäre es durchaus wünschenswert, dass Travellers‘ Tales für die nächste Runde Lego ein etwas frischeres Konzept aus dem Hut zaubert. Auch wenn die Technik solide und die Geschichte gut umgesetzt und erzählt ist - irgendwann reicht das einfach nicht mehr aus, um noch ein Spiel auf den Markt zu drücken.
Weltweit ausgesperrt
Zwar bietet „Lego Pirates of the Caribbean“ einen lokalen Multiplayermodus per Splitscreen (der im Übrigen zwar vom Stil her recht apart anzuschauen ist, bisweilen aber den Blick auf das Wesentliche verwehren kann), wer aber darauf hofft, die Erlebnisse und Abenteuer vom Freibeuterfürsten Jack Sparrow auch mit Freunden über das Internet spieln zu können, wird zwangsläufig enttäuscht werden. Gerade in Hinsicht darauf, dass es sich bei den Lego-Spielen in aller Regel um sehr ähnliche Technik handelt, sollte man doch wirklich einmal die Engine dergestalt aufwerten, dass es einmal eine Möglichkeit gibt, auch mit Leuten zusammenzuspielen, die sich nicht im gleichen Raum befinden.
Hauptsache Lego
Was ist also von „Lego Pirates of the Caribbean“ zu halten? Wie bereits erwähnt, handelt es sich um einen spielerisch durchaus soliden Titel - allerdings sind die Unterschiede zum letzen „Lego Star Wars“ auch verschwindend gering - sogar der neue variable Splitscreen ist mit von der Partie. Insofern bietet sich das Spiel eher für diejenigen an, die bislang noch wenig Erfahrung mit den Lego-Spielen haben - oder eben knallharte Fans der Spiele- oder der Filmreihe sind. Insofern ist es natürlich nicht einfach, eine objektive Bewertung oder eine Kaufempfehlung auszusprechen. Deshalb der Rat: Für Fans empfehlenswert.
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Fazit zu Lego Pirates of the Caribbean
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„Lego Pirates of the Caribbean“ unterscheidet sich nur marginal von anderen Lego-Titeln. Vor allem mit dem letzten „Lego Star Wars“ hat es unglaublich viel gemeinsam. Vom Kerngameplay bis hin zu technischen Elementen wie dem Splitscreen hat sich praktisch nichts verändert. Glücklicherweise bedeutet das aber auch, dass das recht solide Gameplay noch da ist - selbst, wenn es nichts neues bietet. Zu kritisieren gibt es darüberhinaus hauptsächlich, dass manche Rätsel nur sehr schlecht verständlich sind und es immer noch keinen Online-Multiplayer gibt. Für das nächste Lego-Spiel wünschen wir uns vor allem letzteres in Verbindung mit ein paar wirklich frischen Elementen. Dann hat die Spielereihe nämlich auch weiterhin eine Chance auf Verkaufserfolge.
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Lego Pirates of the Caribbean
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Screenshots zu Lego Pirates of the Caribbean
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Kommentare zu Lego Pirates of the Caribbean
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