Partner von Fantastic Zero

 
MsPoints – Xbox Live Points sofort – Downloaden!










  Reviews - Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds  Bookmark and Share
Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds
von Kevin vom 27.02.11, 00:59 Uhr
Bei uns im Test

Beinahe könnte man den Eindruck erhalten, das Prügelspiel-Genre sei derartig ausgelutscht, dass man ohne Überkreuzungen diverser Franchises kaum noch von sich Reden machen kann. Der Großvater dieses Crossover-Prügelgenres ist die "Marvel vs. Capcom"-Reihe, welche sich jetzt dem interessierten Spieler - nach rund zehn Jahren Pause - zum dritten Mal in Form von "Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds" feilbietet. Unser Review soll jetzt einen Einblick in das Spiel bieten - lohnt sich die Neuentwicklung oder bieten die alten Klassiker etwa mehr?
Screenshots zu Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds




 
Zwei Welten treffen aufeinander

Wie der Name von "Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds" vielleicht schon nahelegt, treffen sich in dem Titel zwei große und nicht ganz unbekannte Faktionen - für Marvel treten die Superhelden und -Schurken an, und Capcom hat zahlreiche Charaktere aus der Videospielwelt im Programm. Doch wer jetzt erwartet, dass diese Gruppen sich einfach so bekämpfen, liegt falsch.
Tatsächlich hat man sich eine Story dazu ausgedacht - diese ist aber wie erwartet relativ schlichter Natur. Die Rolle der Bösewichte übernehmen dieses Mal Doctor Doom aus der Marvel-Familie und Albert Wesker aus der Capcom-Abteilung. Diese zwei Stinkstiefel haben sich zusammengetan und scharen die nicht minder garstigen Dauermobber um sich, nur um einmal mehr die Welt zu terrorisieren. Was liegt da näher, als die guten Seelen aus den Marvel- und Capcom-Clans zusammenzuführen und gegen die Unterjochung der Menschheit anzutreten?

Mit Rang und Namen

Das unter Umständen wichtigste Element von Prügelspielen ist in aller Regel das Line-Up (und die damit verbundenen Fähigkeiten und Attacken). "Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds" hat hier natürlich sehr bekannte und somit auch intensive Charaktere integriert. Während Marvel die Superhelden und Schurken Captain America, Deadpool, Doctor Doom, Dormammu, Hulk, Iron Man, Magneto, M.O.D.O.K., Phoenix, Sentinel, She-Hulk, Spider-Man, Storm, Super-Skrull, Taskmaster, Thor, Wolverine und X-23 beisteuert, bringt Capcom Akuma (Street Fighter), Albert Wesker (Resident Evil), Amaterasu (Okami), Arthur (Ghost'n'Goblins), Chris Redfield (Resident Evil), Chun-Li (Street Fighter), Crimson Viper (Street Fighter), Dante (Devil May Cry), Felicia (Darkstalkers), Hsien-Ko (Darkstalkers), Jill Valentine (Resident Evil), Mike Haggar (Final Fight), Morrigan Aensland (Darkstalkers), Nathan Spencer (Bionic Commando), Ryu (Street Fighter), Trish (Devil May Cry), Tron Bonne (Mega Man Legends), Viewtiful Joe und Zero (Mega Man) mit zur Party.

Neue Gewänder

Bei jedem anderen Genre würde man ständige technische Verbesserungen erwarten - allerdings ticken die Uhren im Prügelgenre deutlich anders. Viele Prügelspielreihen basieren auch heute noch auf einer jahrealten 2D-Pixelengine als würde Technik bei diesen Spielen so gar keine Rolle spielen. Glücklicherweise hat man das bei "Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds" etwas anders gesehen. Zwar kann wohl nicht ganz so weit gehen und völlig neue technische Höchstleistungen deklarieren, allerdings hat man sich vergleichsweise ziemlich ins Zeug gelegt, was die optischen Attribute angeht. Sowohl Charaktere als auch Hintergründe sind bunt und comichaft gestaltet, vor allem bei der Hintergrundgrafik kann man aber auch eine immense Liebe zum Detail erkennen, die über ordinäre Comic- oder Cellshading-Grafik hinausgeht. Insgesamt hat man also vielleicht den bestmöglichen Mittelweg für das Genre gefunden - auf jeden Fall ist die Optik überraschend gut gelungen.
Auf der akustischen Seite sieht es auch nicht so schlecht aus - vor allem die Hintergrundgeräusche sind sehr stimmig geworden. Manchmal fühlt man sich allerdings etwas durch die geschwätzigen Charakter überfordert, die sich ständig gegenseitig verhöhnen und ihre markigen Sprüche zum Besten geben. Für die Hintergrundmusik muss man vermutlich auch ein besonderes Faible haben, den heutigen Durchschnittszocker dürfte sie allerdings kaum vom Durchschnittshocker reissen, soviel ist klar.

Sechs Fäuste für ein Ziel

Soviel zu den harten Fakten - doch worauf muss man sich in spielerischer Hinsicht einstellen? Wenig überraschend ist, dass man sich vom Grundkonzept her an den Werten des Vorgängers orientiert hat. Das bedeutet im Detail, dass jeder Spieler mit gleich drei Kämpfern antritt, die er sich im Vorfeld aussuchen darf. Natürlich kommen diese nicht gleichzeitig zum Einsatz, sondern in bester Tradition eben nacheinander - auch Schurken haben ihre Ehre. Einzige Ausnahme ist das gelegentliche Eingreifen eines Kollegen ins Geschehen, wenn es ganz hart kommt.
Wie auch schon bei den Vorgängern wird bei "Marvel vs. Capcom: Fate of Two Worlds" der Reihenfolge der eingesetzten Kämpfern eine wichtige strategische Rolle eingeräumt. Gerade in Multiplayer-Kämpfen kann die Reihenfolge durchaus entscheidend sein.
Doch mit herkömmlichen Fusstritten und Schlägen kommt man bei keinem Prügelspiel wirklich weit. Nicht nur gilt es, sich die extremsten Kombos zu verinnerlichen (die tatsächlich epochale Trefferkombos im zwei- bis dreistelligen Bereich verursachen), auch die Spezialattacken sind von höchster Wichtigkeit. Hierzu gibt es am unteren Bildschirmrand eine Leiste, die man aufladen kann und soll - und das in bis zu fünf Stufen. Je höher man das auf die Reihe bekommt, umso intensiver wird dadurch auch die Spezialattacke, die unter Umständen auch die zwei Kollegen mit einschliesst.

Bedienungsfragen

Vemutlich wichtiger als die Grafik eines Prügelspiels dürfte eine angemessene Steuerung sein. Hier bietet "Marvel vs. Capcom: Fate of Two Worlds" tatsächlich etwas Neues. Klassische Buttonmashing-Kombos gehören der Vergangenheit an - vielmehr kommen dieses Mal auch Digital- oder Analogstick zum Einsatz. Kommt man von anderen Prügelspielen und sondiert die Lage jetzt bei "Marvel vs. Capcom", so muss man sich vermutlich erst ein wenig an diese Änderungen gewöhnen, allerdings funktioniert diese schon nach kurzer Einarbeitung verblüffend gut.
Für Neulinge im Prügelgenre (falls es solche überhaupt noch geben sollte) gibt es ausserdem einen stark vereinfachten Steuerungsmodus, der gerade die Sache mit den Kombos deutlich entschärft - das ist eine durchaus sinnvolle Ergänzung.

Kloppe zu zweit

Hat man sich in kürzester Zeit (gegebenenfalls in rund 25 Minuten) durch den Arcade-Modus geprügelt, wird es Zeit, dass man sich dem spielerischen Höhepunkt von "Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds" widmet - dem Mehrspielermodus. "Mehrspieler" ist hierbei allerdings etwas übertrieben, denn effektiv läuft es auf einen Zweispielermodus hinaus - allerdings sowohl online als auch offline. Zum Angeben bei Freunden und Feinden gibt es so eine Art Führerschein, der die Statistik über Siege, Niederlagen und ähnliches aufführt.
Wenig überraschend macht der Kampf gegen menschliche Gegner auch nach dutzenden Kämpfen immer noch jede Menge Spass. Das ist aber auch nicht weiter erstaunlich, schliesslich kann man bei Capcom auf einen wirklich großen Genre-Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Schicksal der Welten

Für Fans der gepflegten Videospielprügelei ist "Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds" tatsächlich so eine Art Offenbarung. Allerdings gibt es auch dieses Mal diverse Schwächen. Erneut ist den Leuten von Capcom kein auch nur annähernd perfektes Balancing gelungen. Das ist man aber von der Spielereihe schon fast gewohnt. Ärgerlicher ist hingegen - und da darf man absolut nicht vergessen, dass wir mittlerweile das Jahr 2011 schreiben - dass es ausser dem Arcade- und dem Multiplayer-Modus praktisch keinerlei Extras gibt. Während andere Prügelspiele in aller Regel wenigstens einen Survival-Modus oder vergleichbares mitbringen, sieht es bei "Marvel vs. Capcom: Fate of Two Worlds" echt ein wenig düster aus. Diese Problematik offenbart gleichzeitig, welche Alibifunktion die Hintergrundstory doch erfüllt, wenn man sich auf den Multiplayermodus als Heilsbringer verlässt.
Das wird den knallharten Prügelfan vermutlich nicht gross stören - allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass Capcom nicht ausschliesslich einen Titel für alte "Marvel vs. Capcom"-Hasen töpfern wollte - das erkennt man schon am Vorhandensein des vereinfachten Steuerungsmodus. Kann man sich mit der verhältnismässig sparsamen Ausstattung arrangieren, ist "Marvel vs. Capcom" aber wahrlich einen Versuch wert.


Fazit zu Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds
Der König ist tot - es lebe der König! "Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds" dürfte für viele Zocker tatsächlich die Rolle des Prügelmeisters einnehmen. Erfreulich ist vor allen Dingen, dass man im Vergleich zum Vorgänger deutlich an der Optikschraube gedreht hat, und auch das aktuelle Kämpfer-Roster steht dem Spiel sehr gut zu Gesicht. Genre-Neulingen hilft das Spiel überdies mit einem Anfängermodus über den Berg, der die Steuerung erheblich vereinfacht. Unschön hingegen, dass es über Arcade-Modus und Mehrspielermodus hinaus praktisch keinen weiteren Spielwert mehr gibt, und auch dass die Story extrem simpel ist und lediglich eine Nebenrolle einnimmt, hätte man deutlich besser machen können. Dennoch ist man, wenn man auf gepflegte Prügeleien steht, bei "Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds" gut aufgehoben.
 
Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds

Bestellen @ amazon.de


  Erschienen: 18.02.2011
  Hersteller: Capcom
  Entwickler: Capcom
  System: Xbox 360
  Spieler: 2
  Genre: Beat 'em Up
  USK: USK 12
  Sprache: Englisch
  Texte: Deutsch
  Onlinefähig: Ja
  Webseite: marvelvscapc...
  Preis: 48,93 €
 
Bewertungen

 

  Grafik:
79 %
  Sound:
76 %
  Gameplay:
82 %
  Umfang:
73 %
  Multiplayer:
88 %
  Gesamt: 80 %
 Userwertung: 
 
+
+ vergleichsweise anständige Optik
+ aufregendes Roster
+ reichlich Action
+ Detailreichtum
+ Anfängermodus enthalten
-
- Abwechslungsarmut bei den Spielmodi
- Erneut kein perfektes Balancing
- Alibi-Story
 
Screenshots zu Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds








Komplette Screenshot-Gallery öffnen

 
Kommentare zu Marvel vs. Capcom 3: Fate of Two Worlds
Information:
Zu diesem Eintrag befinden sich noch keine Kommentare im System.

Einen Kommentar schreiben
 

 




















Passwort vergessen?

 


 
 




Was ist euer Spielehighlight im Mai?


DiRT Showdown
Ghost Recon - Future Soldier
Game of Thrones: Das Lied von Eis und Feuer
Men in Black
Max Payne 3
Dragons Dogma
Ravens Cry
Alvin und die Chipmunks 3 - Chipbruch


  

 


 




xbox-newz.de ist Partner von Fantastic Zero und unterliegt als Bestandteil des Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW.
0.111371