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Metal Gear Rising: Revengeance
von Kevin vom 21.02.13, 00:31 Uhr
Bei uns im TEST!

Ganz neue Wege beschreiten soll "Metal Gear Rising: Revengeance" - alten Ballast wirft man ab und das Gameplay soll verjüngt werden. Das ist natürlich eine gefährliche Sache, denn wenn man als routinierter Zocker "Metal Gear" hört, dann hat man ja schon so seine Vorstellungen, was ein entsprechender Titel bieten soll und muss. Ob man mit dieser riskanten Aktion Erfolg hat? Diese Frage beantwortet Euch unser Test.
Screenshots zu Metal Gear Rising: Revengeance




 
Schlangenlos

"Metal Gear Rising: Revengeance" spielt rund vier Jahre nach den Ereignissen von "Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots". Ganz wichtig ist natürlich, dass man nicht etwa Solid Snake durch ein großes Abenteuer begleitet - stattdessen ist der Cyborg-Ninja Raiden an der Reihe. Der verdient seine Kohle mittlerweile als privater Sicherheitsdienstleister für die Reichen und Mächtigen der Gesellschaft.

Ganz routinemäßig verläuft eine Mission in Afrika - zunächst. Seine Aufgabe lautet, den Ministerpräsidenten N'Mani zu beschützen, und das funktioniert auch eigentlich ganz gut. Doch wie aus dem Nichts erscheinen die Bösewichte der Desperado Enforcement und schnappen sich den Politiker. Damit aber nicht genug: Sie meucheln den armen Tropf auch gleich noch dahin, und selbst Raiden muss ein paar Federn lassen. Mit moderner Cyborg-Technik wieder instand gesetzt, macht sich Raiden jetzt auf den Weg, die Schuldigen ausfindig zu machen - wie so oft ist aber alles anders, als es zunächst erscheint.

Es hat sich was mit Schleichen!

Teil der neuen "Metal Gear"-Philosophie ist natürlich die Tatsache, dass man sich ab sofort nicht mehr auf Zehenspitzen Pixel für Pixel durch das Spiel schleichen muss. Stattdessen ist sich Raiden sehr wohl über seine übermenschlichen Fähigkeiten bewusst - und weiß diese auch adäquat einzusetzen. Das hat natürlich einen Paradigmenwechsel zufolge, denn ab sofort läuft das Spielgeschehen deutlich schneller ab, als es früher der Fall war. Darüber mag sich mancher Hardcore-Fan beschweren, allerdings steht es "Metal Gear Rising: Revengeance" recht gut zu Gesicht - und sei es auch nur der Abwechslung halber.

Kampfsporterprobt

Jetzt könnte sich natürlich der Verdacht aufdrängen, dass "Metal Gear Rising: Revengeance" einfach nur ein simples Massengekloppe ist - das täuscht aber. Tatsächlich hat die Kampfmechanik so einigen Anspruch, und da gilt es natürlich zuerst einmal, die verschiedenen Techniken zu erlernen. Hat man das aber auf dem Kasten, dann gehen die Kämpfe erstaunlich flüssig von der Hand - und das macht so richtig Spaß. Insofern stimmt zumindest das wichtigste Kern-Element des Titels, und darauf baut die ganze Sache auch auf.

Klingenspiele

Ganz besonders eindrucksvoll ist allerdings das, was unser Cyber-Ninja Raiden so mit seinem Katana anzustellen weiß. Neben einfacher Gegnerklopperei kann man nämlich auch gezielte Schnitte durchführen - und somit allerhand von der Levelgarnitur in kleine Scheibchen schneiden. Man ertappt sich schnell dabei, dass man lange Minuten damit vertrödelt, mit seinem Schwert Ersatzteile für Ikea-Regale aus den Palmen zu schnitzen. Das ist schwer witzig, hat aber tatsächlich auch einen ernsthaften Hintergrund, denn manche Gegner sind nur an bestimmten Stellen verwundbar. Dadurch erhält die Kampfmechanik noch eine weitere Dimension.

Einfach gerade aus!

Eine stimmige Spielmechanik ist doch schon einmal eine gute Voraussetzung für so einen Titel - allerdings muss man sich auch darauf gefasst machen, dass man praktisch japano-typisch am roten Faden durch das Spiel gezerrt wird. Das bedeutet, dass es praktisch keinerlei Freiräume für selbstständige Erkundungen in der Spielwelt von "Metal Gear Rising: Revengeance" gibt. Das mag zwar viele Spieler gar nicht weiter stören, manchmal ist es aber auch einfach schön, wenn man nicht alles auf dem silbernen Tablett serviert bekommt, sondern sich dieses und jenes über eine schöne Erkundungstour auch erarbeiten muss. Immerhin unterstreicht man damit sehr eindrucksvoll, dass man es mit der Action dieses Mal so richtig ernst meint.

Eine Frage brennt in diesem Zusammenhang natürlich ordentlich unter den Nägeln - wie sieht es mit dem Spielumfang aus? Immerhin gab es ja schon vor Release erste Gerüchte, dass man in rund fünfeinhalb Stunden mit "Metal Gear Rising: Revengeance" durch sein könnte. Tatsächlich bestätigt sich das fast - wenn man es drauf anlegt, ist man in sechs bis sieben Stunden durch, selbst wenn man sich dabei dämlich anstellt dürften zehn Stunden lange nicht erreicht werden - und das ist natürlich schon eher durchwachsen.

Wenig Drumherum

Über eine derartig kurze Kampagne kann man unter Umständen gerne hinwegsehen, wenn es noch irgendwelche Extras gibt, die man abseits der Hauptstory zocken kann. Aber ganz ehrlich - viel gibt es diesbezüglich bei "Metal Gear Rising: Revengeance" nicht zu holen. Effektiv kann man die Kampagne in höherem Schwierigkeitsgrad durchspielen, oder auf die Suche nach versteckten Geheimnissen gehen (was aber, wie bereits erwähnt, keine allzu große Herausforderung darstellt). Letztendlich bleibt dann noch die VR-Missionen, die aber auch keinen echten Mehrwert darstellen. Das macht die Sache natürlich nicht unbedingt attraktiver.

Technisch, graphisch, akustisch

Kommen wir zu den inneren und äußeren Werten, die "Metal Gear Rising; Revengeance" ausmachen. Zunächst fallen da natürlich die 60FPS auf, die fast durchgängig erreicht werden. Richtige Ruckler gibt es nicht - und trotzdem ist die Technik nicht ganz fehlerfrei. So gibt es bisweilen Clippingfehler zu beklagen - darüber kann man aber in der Hitze des Gefechts hinwegsehen.

Optisch ist das Ganze auch recht gut gelungen - vielleicht nicht ganz so bombastisch, wie man es sich gewünscht hätte, aber dennoch ganz ordentlich und zusammen mit den imposanten Zwischensequenzen auch durchaus atmosphärisch. Da passt sich auch die Musikuntermalung prima an - da gibt es nichts zu meckern. Dass es aber nur englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln gibt, wird so manchem Zocker etwas schwerer im Magen liegen - es ist aber wohl immer noch ganz klar besser als das, was uns beispielsweise in "Aliens: Colonial Marines" vorgesetzt wurde.

Da kann man kaum meckern!

An und für sich ist "Metal Gear Rising: Revengeance" eine runde Sache - wenn da nicht die Sache mit dem Umfang wäre. Das ist definitiv die größte Schwäche für ein Spiel, das mit knapp 60 Euro zu Buche schlägt. Zwar gibt es durchaus Triple-A-Titel mit einer derartig kurzen Kampagne, die haben dann aber noch einen substantiellen Multiplayer-Part oder ähnliche Goodies.

Will man sich daran nicht stören, dann wird man "Metal Gear Rising: Revengeance" aber mögen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass man mit der Fokussierung auf schnelle Action ein Risiko eingegangen ist - und die Aufgabe souverän gemeistert hat.
Fazit zu Metal Gear Rising: Revengeance
"Metal Gear Rising: Revengeance" ist ein Spiel, das durchaus zu überzeugen weiß - nur eben in einer einzigen Disziplin nicht: Dem Spielumfang. Zu schnell ist man damit durch, und es gibt auch wenig Anlass dazu, sich noch einmal davor zu setzen. Sieht man davon ab, so haben die Entwickler trotz des gewagten Schrittes, den Großteil der Schleicherei hinter sich zu lassen und sich dafür auf die Action zu konzentrieren, ein mehr als ordentliches Spiel entwickelt. Hier liegt es natürlich wieder einmal am Spieler selbst, ob der schmale Storymodus einen Kauf rechtfertigt. Spaß macht's allemal, und das ist auch das wichtigste.
 
Metal Gear Rising: Revengeance

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  Erschienen: 21.02.2013
  Hersteller: Konami
  Entwickler: Platinum Games
  System: Xbox 360
  Spieler: 1
  Genre: Action
  USK: USK 18
  Sprache: Englisch
  Texte: Deutsch
  Onlinefähig: Nein
  Webseite: konami.jp
  Preis: 49,99 €
 
Bewertungen

 

  Grafik:
83 %
  Sound:
85 %
  Gameplay:
86 %
  Umfang:
68 %
  Multiplayer:
0 %
  Gesamt: 81 %
 Userwertung: 
 
+
+ reichlich Action
+ tolle Schwertphysik
+ läuft flüssig mit 60FPS
+ atmosphärisch gelungen
+ leicht zu erlernen, schwer zu beherrschen
-
- sehr kurz
- wenig Wiederspielwert
- Kamera neigt zum Nerven
 
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Da gibt's nur Mist!
Die meisten Sachen habe ich schon
Kostet nix, kann also nicht schaden
Habe so schon einige tolle Spiele für lau bekommen
Eine rundum tolle Sache!
Da muss sich im Vergleich zu PS+ noch einiges tun
Ich hab' eh kein Xbox Live Gold


  
 

 

 
 



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