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Reviews - Soul Calibur 5
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Soul Calibur 5
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von Kevin vom 04.02.12, 22:57 Uhr
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Bei uns im Test
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So mancher Zocker wird sich unter Umständen noch daran erinnern, als sich der Erstling zu „Soul Calibur“ (zumindest, wenn man von Soul Edge absieht) anno 1999 auf der Sega Dreamcast den Weg in die heimischen Wohnzimmer bahnte. Die Jahre vergingen, und die Reihe entwickelte sich stetig weiter - und jetzt ist es soweit: „Soul Calibur 5“ steht in den Startlöchern. Grund genug, sich das neueste Machwerk aus dem Hause Namco Bandai etwas genauer anzuschauen.
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Screenshots zu Soul Calibur 5
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Adel verpflichtet
„Soul Calibur 5“ hat keinen leichten Stand - gilt der erste Teil doch als eines der besten Prügelspiele aller Zeiten. Nachdem es in diesem Genre nach all diesen Jahren nur noch schleichend zu echten Innovationen kommt, muss der fünfte im Bunde ganz Besonderes bieten - schliesslich erreichen mindestens zwei oder drei Beat-em-Ups aus ähnlich gutem Hause die Spielerschaft - jedes Jahr.
Doch zurück zum aktuellen Vertreter der Reihe. Natürlich gibt es auch dieses Mal wieder einen Story-Modus. Wie bei den Vorgängern und Genre-Kollegen ist die Hintergrundgeschichte mal wieder ziemlich unwichtiger Murks. Die Japaner sind ja bekanntermassen recht besessen, was die europäische Geschichte angeht, und so spielt auch „Soul Calibur 5“ im Europa des 17. Jahrhunderts. Genauer gesagt, nur 17 Jahre nach den Geschehnissen des Vorgängers. Hauptsächlich übernimmt man die Rolle von Patroklos und Pyrrha, zwei Geschwistern, die einer etwas komplizierten und verzerrten Wahrnehmung unterliegen, was Gut und Böse angeht. Wichtig ist aber wohl hauptsächlich, dass es ordentlich zur Sache geht - mit Fäusten, Tritten und natürlich auch mit Waffen.
Erster Schritt: Story
Für die meisten Zocker dürfte der erste Gang in „Soul Calibur 5“ tatsächlich zum Story-Modus führen. Je nach Fähigkeiten des Spielers ist man damit zwischen drei und vier Stunden beschäftigt - eine knappe Stunde davon entfällt allerdings auf Cutscenes, die den Spieler auf halbwegs spannende Art und Weise durch die Handlung führen. Natürlich liegt das nicht jedem Spieler gleichermassen - vor allem, weil sich in Hinsicht auf das Spielgeschehen selbst nur wenig Dynamik und ergibt - echte Höhepunkte sucht man hier praktisch vergebens. Dennoch erfüllt der Storymodus - im strengen Gegensatz zu so mancher Genre-Konkurrenz - schon alleine vom Umfang her mehr als eine blosse Alibi-Funktion.
Zu bemängeln ist allerdings, dass ein grosser Teil dieser Cutscenes einfach nur in Form von Zeichnungen vorliegt. Hier wäre es doch wünschenswert gewesen, durchgängig mit Videomaterial zu arbeiten. Das wäre für ein aktuelles Videospiel durchaus die bessere Wahl - zumal die Zeichnungen nicht unbedingt von höchstem künstlerischem Anspruch sind.
Ein Blick auf die Belegschaft
Wichtiger als eine Einzelspielerkampagne ist bei Beat-em-Ups in aller Regel das Kämpfer-Roster. Im Vorfeld der Veröffentlichung von „Soul Calibur 5“ gab es schon reichlich Gelegenheit zur Spekulation, und tatsächlich hat man es geschafft, einige recht interessante Recken zu versammeln. Die enthaltenen 27 Kämpfer sind vielleicht keine rekordverdächtig umfangreiche Kollektion, dafür kann das Spiel mit so mancher Überraschung punkten.
So sind logischerweise ein paar alte Bekannte mit von der Partie - Kenner der Serie erinnern sich sicherlich an Mitsurugi, Cervantes und Yoshimitsu. Aber die Uhren sind auch bei „Soul Calibur 5“ nicht stehengeblieben: So gibt es neben dem versprochenen Gastauftritt von Ezio Auditore (aus der „Assassin‘s Creed“-Reihe) auch neue Spielfiguren wie etwa den charismatischen Z.W.E.I., der von seinen Werwolf-Genen geplagt wird. Letztendlich kommt wieder ein Vorteil der „Soul Calibur“-Reihe zum tragen - die Kämpfer aus dem Roster sind (und wohl nicht zuletzt, weil es sich um eine überschaubare Anzahl handelt) gefühlt deutlich charismatischer, als es etwa bei der „King of Fighters“-Reihe der Fall ist.
Ein Augenschmaus?
Die graphischen Qualitäten von „Soul Calibur 5“ kann man tatsächlich nur noch als ausserordentlich bezeichnen. Wo andere Genre-Vertreter auf alte Engines oder auf mehr oder minder gelungene 2D-Pixelkunst setzen (die zugegebenermassen durchaus ihren Reiz haben kann), bekommt man bei „Soul Calibur 5“ beinahe technisches State-of-the-Art zu sehen. Die 3D-Modelle der Kämpfer sind sehr gut gelungen, besonders die Animationen wissen nicht zuletzt durch extrem flüssige Bewegungen zu gefallen. Aber auch die Umgebungsgrafik ist vom Feinsten - zahlreiche Details sind vorhanden, obwohl die meisten Spieler kaum die Gelegenheit haben werden, diese zu bemerken. Toll sind auch die Lichteffekte - insgesamt bekam man eine solche Aufmachung bislang noch nicht bei einem Beat-em-Up zu sehen. Richtig überraschend ist das nicht, denn „Soul Calibur“ hatte da ja schon immer die Nase etwas vorne.
Über die Beschallung kann man nicht ganz so viele Worte verlieren. Die Musik kann trotz westlicher Orchestration einen japanischen Touch nicht verheimlichen - wer seine Freizeit häufiger mit japanischen Videospielen verbringt, wird die Stilrichtung sicherlich gut kennen. Auch die Soundeffekte sind ziemlich genau das, was man bei einem derartigen Spiel erwarten würde. Ebensowenig überrascht die Tatsache, dass man mit englischer Sprachausgabe vorlieb nehmen muss. Das ist zwar im Rahmen der Kämpfe kaum störend, bei den umfangreichen Zwischensequenzen im Story-Modus hätte so mancher Spieler aber sicherlich lieber deutsche Sprachausgabe als deutsche Untertitel.
Was es sonst noch so gibt
Natürlich gibt es auch bei „Soul Calibur 5“ mehr als nur einen schnöden Story-Modus. Ein Arcade-Modus gibt dem Einzelspieler noch weitere Möglichkeiten, seine Technik zu perfektionieren, während man im Multiplayer-Modus sowohl online als auch offline ans Werk darf. Das funktioniert soweit recht gut, wie stark die Online-Funktionalität des Spiels angenommen wird, zeigt sich freilich erst im Verlauf von Wochen und Monaten.
Eine schöne Sache ist auch der Charakter-Editor. Während ein solcher in vielen westlichen Spielen praktisch unerlässlich ist, gilt dies nicht unbedingt für japanische Beat-em-Ups. So bleibt das Spiel auch nach längerer Spielzeit frisch, denn man muss sich Multiplayer-technisch immer wieder auf neue Gegner gefasst machen.
Ein neuer Stern am Prügelhimmel
Während man in der Vergangenheit - gerade bei den japanischen Prüglern - häufig das Gefühl hatte, dass die Technik sich nur schleppend vorwärts bewegt, haut „Soul Calibur 5“ anständig auf den Putz. Natürlich gibt es auch hier Unstimmigkeiten beim Balancing, das lässt sich aber kaum verhindern, zumal es sich teilweise um subjektive Empfindungen handelt. Letztendlich hat aber vor allem die technische Seite eine neue Ära bei den Prügelspielen eingeläutet. Weniger als das hier Gebotene wollen wir in Zukunft bitte nicht mehr sehen!
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Mit „Soul Calibur 5“ ist dem Entwicklerstudio Project Soul und dem Publisher Namco Bandai ein für das Genre ungewohnt grosser Wurf gelungen. Wo andere Serien aus der Kategorie „Beat em Up“ nur wenig Fortschritt zeigen, kann „Soul Calibur 5“ zumindest in technischer Hinsicht voll punkten. Die Grafik ist genreweit wohl ungeschlagen, und der Grossteil des Spielrahmens geht auch absolut in Ordnung. Da kann man kleinere Mängel in der Präsentation - eben die ausschliesslich englische Sprachausgabe sowie die Tatsache, dass zu viele statische Bilder in den Cutscenes des Story-Modus vorkommen - durchaus verschmerzen. Wer also auch nur das geringste Interesse an derartigen Prügelspielen hat, kommt an „Soul Calibur 5“ einfach nicht vorbei.
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Screenshots zu Soul Calibur 5
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Kommentare zu Soul Calibur 5
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