|
|
|
|
|
|
|
|
|
Reviews - Splinter Cell: Double Agent
|
|
|
|
Splinter Cell: Double Agent
|
|
von Tom D. vom 05.11.06, 10:55 Uhr
|
|
|
Der Doppel-Agent im Test!
|
|
Sam Fisher is back. Fast 2 Jahre mussten Fans nun auf den 4. Teil der beliebten Splinter Cell-Serie warten. Mit einiger Verspätung hat das Warten nun aber ein Ende. Und Sam Fisher ist stärker und härter wie noch nie zuvor. Und es ist sein erster Auftritt auf einer Next-Generation-Konsole. Schon damals konnte Splinter Cell: Chaos Theory grafisch alles in die Tasche stecken. Das lag aber auch zum Teil daran das der 3. Teil zum großen Teil in der Dunkelheit spielte. In Splinter Cell: Double Agent seit ihr aber sehr oft unter scheinender Sonne unterwegs, was natürlich auch neue Taktiken hervorruft. Doch was bietet das neue Gameplay? Denn als Doppel-Agent arbeitet Sam Fisher für 2 Seiten. Hat es UbiSoft geschafft daraus ein neues Spielgefühl zu basteln? All das erfahrt ihr in diesem Gametest.
|
|
Screenshots zu Splinter Cell: Double Agent
|
|
|
|
|
|
|
|
VERPATZTER EINSATZ, TOCHTER GESTORBEN…GEHT’S NOCH SCHLIMMER?
Der Singleplayer-Modus von Splinter Cell: Double Agent beginnt gleich mit einem Einsatz aus früheren Tagen. Darin bekommt ihr noch erste Tipps wie ihr euch am besten im Level fortbewegt. Für den Start des Einsatzes haben sich die Entwickler gleich etwas Besonderes einfallen lassen. Denn typisch für einen Agenten läuft man nicht einfach zum Einsatzgebiet. Nein ein Geheimagent springt samt Fallschirm aus dem Flugzeug um dann unter Wasser zum Einsatzgebiet zu schwimmen. Hier raubt einem das Spiel eigentlich schon den Atem. Die Bewegungen, Die Welt, alles sieht einfach nur perfekt aus. Wer aber nicht gleich mit diesen Einsatz beginnen möchte hat auch noch die Möglichkeit 2 Trainingsmissionen zu absolvieren. Diese laufen virtuell in Sam Fishers Kopf ab. Daher befindet ihr euch immer nur ein einem weißen Raum mit dem Notwendigsten. Da hat sich UbiSoft wirklich was einfallen lassen. Profis rennen aber ruckzuck durchs Level weil sich der 4. Teil genauso wie seine Vorgänger spielt.
Doch zurück zum ersten Einsatz. Da der Spieler zusammen mit einem Kollegen in diesen Level unterwegs ist, ist die Gefahr natürlicher größer erwischt zu werden. Und da euer Kollege noch einen Anfänger darstellt ist die Gefahr ungemein höher erwischt zu werden. Und so kommt es auch früher oder später. Euer junge Kollege wird erschossen und ihr müsst die Mission alleine bewältigen. Und genau hier beginnt auch das ganze Übel für Sam Fisher. Nachdem er zu Hause angekommen ist muss er feststellen dass seine Tochter bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Somit fällt Sam in ein tiefes Loch und hängt seinen Job bei der NSA erstmal an den Nagel.
ACHTUNG EINE WELTBEDROHUNG
Doch sein ehemaliger Boss bei der NSA hat noch einen Job für ihn. Dieser ist diesmal ganz anders als alle anderen. Sam Fisher soll sich bei der JBA einschleusen. Die JBA, genannt James Brown Army, ist eine Terrorgruppe die nur eines im Kopf hat: Die Welt zu vernichten. Und da unser Sam Fisher so etwas überhaupt nicht mag nimmt er den neuen Job natürlich an. Doch dafür muss er diesmal einen Doppelagenten spielen. Und so beginnt seine Karriere als Doppelagent im Gefängnis. Anhand von sehr atmosphärischen Videos kann man mit ansehen das man dort Sam nicht anders behandelt wie die anderen Gefangenen. Im Gefängnis freundet sich Sam mit einem Führungsmitglied der JBA an und verhilft diesen zur Flucht. Hier muss Sam komplett ohne Waffen auskommen, erst später bekommt er Rauchgranaten oder eine Schrotflinte mit Gummigeschossen.
Ein echter Sam Fisher schafft die Flucht natürlich locker vom Hocker. Und so hat er es geschafft und wird bei der JBA als neues Mitglied aufgenommen. Und hier bekommt es der Spieler zum ersten Mal mit einem neuen Spielablauf zu tun. Das Hauptrevier der JBA ist in verschiedene Zonen unterteilt. In einigen darf sich Sam aufhalten, in Anderen nicht unbedingt und rot markierte Zonen sind Tabuzone. Da aber Sam Fisher auch für die NSA arbeitet muss er früher oder später auch in die verbotenen Zonen. Dafür bekommt er Gelegenheit wenn ihm eine Führungsperson der JBA eine interne Aufgabe verpasst. Im ersten Level sollt ihr einen Hindernissparcour bewältigen und einen Safe knacken. Dafür bekommt Sam Fisher 25 Minuten Zeit. Natürlich ist man schon nach ca. 5 Minuten am Safe angekommen und auch dieser ist in einer Minute zu öffnen. Danach hat Sam Fisher 20 Minuten Zeit sich innerhalb des JBA-Hauptquartiers umzusehen. Die NSA stellt dafür verschiedene Aufträge. So soll Sam einmal Krankenakten der Terroristen besorgen und ein anderes Mal den Safe vom obersten Boss knacken.
Das hört sich alles nach alter Taktik an, das ist es aber nicht. Denn Sam Fisher darf sich nicht auffällig verhalten. Somit ist man gezwungen ganz locker durch die erlaubten Räumlichkeiten zu laufen (was natürlich extrem Cool aussieht). Erst in den Sperrzonen wechselt Sam Fisher in die sichere Hock-Stellung. Und diese sind auch nicht gerade einfach gestaltet. Denn Sam Fisher hat kaum Werkzeug dabei. Auf Waffen muss er komplett verzichten. Und die dunklen Stellen sind im Vergleich zum Vorgänger auch mehr als gesunken. Das erfordert eine noch bessere Taktik. Dafür ist das Gefühl umso besser wenn man wieder etwas geschafft hat. Bei der ganzen Schleicherei darf man aber nie die Uhr aus den Augen verlieren. Denn wenn man nach 25 Minuten nicht wieder am vereinbarten Punkt ist gibt es Ärger mit der JBA. Manche mögen jetzt denken „Och nö mit Zeitdruck schleichen, das nervt ja richtig“ aber ich kann euch beruhigen. Das Zeitfenster ist großzügig gesteckt und erlaubt auch ein paar „Leerfahrten“. Neben diesen Aufträgen kommt aber noch eine weitere Neuerung hinzu: Bestimmte Situationen die euer Gewissen beanspruchen. So müsst ihr einmal entscheiden ob ihr einen Agenten tötet um bei der JBA nicht aufzufliegen oder ob ihr es riskiert aufzufliegen aber dafür sein Leben gerettet habt. Solche Situationen ziehen sich durchs ganze Spiel und beanspruchen immer wieder die Handlung.
TRIAL AND ERROR
Splinter Cell war schon immer ein Spiel welches man nie auf Anhieb schaffen konnte. Da macht auch der neueste Teil keine Ausnahme. Oft genug kann man nur probieren um dann wieder erwischt zu werden. Zum Glück kann man jederzeit Speichern und schnell einen alten Spielstand laden. Das ist auch bitter nötig um keinen Frust aufkommen zu lassen. Denn das Trial & Error-Prinzip ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Doch Splinter Cell lebt von seinen vielen kleinen Erfolgserlebnissen die man während der Levels hat. Es beruhigt mich immer wieder aufs Neue wenn ich einen Gegner in der Mangel habe und Sam Fisher mit seiner coolen Synchronstimme für Stimmung sorgt. Überhaupt haben sich die Entwickler wieder erstklassige Levels einfallen lassen. Besonders das Hochhaus im japanischen Raum hat es mir angetan. Selbst Fahrzeuge auf den Straßen kann man vom Hochhaus erkennen. Und der Nervenkitzel steigt in die Höhe wenn man an der Außenwand des Hochhauses entlang schleicht. Die Entwickler haben aus jedem Level etwas Einzigartiges gemacht. Da vergisst man gerne dass man während der Levels bestimmt 20-mal nachlädt.
FISHERS WERKZEUGE
Sam Fisher ist in den Levels aber nicht nur auf seinen gut gebauten Körper angewiesen. Auch altbekannte Waffen aus den Vorgängern sind wieder mit dabei. Normale Schusswaffen benutzt Sam aber auch in diesen Teil nicht, was auch gut ist. Dafür bietet seine Zukunftswaffe allerhand Zusatzfunktionen. So habt ihr die Möglichkeit Ringflächengeschosse oder Schrotaufsätze anzubauen. Außerdem gibt es Haftkameras die man an jeder beliebigen Stelle anbringen kann. Im neuen Splinter Cell können diese sogar explodieren und Zerstörung herbeirufen. Doch man sollte gewarnt sein: Diese Dinger sind laut. Ich hatte da eher so einen kleinen Knall erwartet der lediglich die nahe liegende Kamera mit sich reißt. Doch leider wurde das halbe Zimmer zerfetzt und die umstehenden Wachen hatten auch Wind bekommen.
Wer aber keine Lust auf diesen Technik-Schnickschnack hat kann auch auf körperliche Methoden zurückgreifen. Hierfür stehen Sam jede Menge Aktionen zur Verfügung, wobei eine cooler ist als die andere. Besonders finde ich die Unterwasseraktion. Wenn Sam unter Wasser schwimmt und sich über ihm ein Feind befindet hat er die Möglichkeit das Eis zu brechen und diesen in die tödliche Kälte zu ziehen. Das zieht einfach nur cool aus. Aber auch wenn man einen unwissenden Gangsterboss aus dem Fenster eines Hochhauses zieht kommt Stimmung auf.
ALTBEKANNTES IM MULTIPLAYER
Im Multiplayer gibt es eigentlich nichts Neues zu berichten. Noch immer ist es Aufgabe der Agenten Geheime Daten zu beschaffen und zu flüchten. Die Söldner müssen dies verhindern und sind klar im Vorteil. Sie besitzen Lampen und Bewegungsmelder. Was soll man da als Geheimagent noch machen? Irgendwie bewegen muss man sich ja nun auch noch. Trotzdem wird der Multiplayer-Modus wieder viele Anhänger finden. Denn die Agenten-Jagd ist eine gelungene Abwechslung zum alltäglichen Deathmatch. Das Spiel macht dabei Platz für bis zu 6 Spieler und bietet logischerweise neue Multiplayer-Maps.
TECHNISCH EINE ATOMBOMBE
Splinter Cell war schon immer ein Technik-Ass. Das ändert sich auch mit dem 4. Abenteuer kein bisschen. Splinter Cell: Double Agent sieht einfach nur fantastisch auch. Sicherlich gibt es hier und da einige Ruckler und Framerate-Einbrüche. Aber da Splinter Cell: Double Agent eher ruhig abläuft stören diese nicht wirklich. Und den kleinen Rucklern steht eine einzige Grafikbombe gegenüber. Jeder Level bietet einen einzigartigen Stil sodass nie Langeweile aufkommt. Doch besonders das japanische Hochhaus stellt alles in den Schatten was man vorher gesehen hat. Eine riesige Weitsicht, Sylvesterfarben und ein riesiges Hochhaus, was will man mehr? Aber auch die Innenlevels sehen erstklassig aus und sind voll gepackt mit unendlich vielen Details. Doch nicht nur die Welt sieht erstklassig aus, auch unser Sam Fisher sieht lebensecht aus. Sein Glatzenkopf sieht dermaßen echt aus das man zeitweise das Gefühl hat einen echten Kopf vor sich zu haben. Schärfere Texturen wird man wohl erst in Gears of War zu Gesicht bekommen. Doch besonders die Bewegungen von Sam Fisher sind konkurrenzlos gut. So geschmeidig bewegt sich noch nicht einmal Lara Croft aus Tomb Raider. Es sieht einfach perfekt aus wie eine Animation von Sam in die andere übergeht.
Und der Sound ist dabei mindestens genauso gut. Besonders im musikalischen Bereich haben die Entwickler ordentlich nachgelegt. Je nach Situation ist die Musik treibend oder ruhig. Auf jeden Fall wirkt sie frisch aus Hollywood. Dazu kommen natürlich die sehr gelungenen Soundeffekte und die erstklassige Sprachausgabe. Sam Fisher hat wie immer seine altbekannte Stimme vom deutschen Nicolas Cage. Hier hat UbiSoft auf keinen Fall gespart. Splinter Cell: Double Agent gehört technisch auf jeden Fall zu den Top-Titeln auf der Xbox360.
|
|
|
|
|
Fazit zu Splinter Cell: Double Agent
|
|
|
|
Splinter Cell: Double Agent bietet gewohnte Schleichkost mit gut eingebauten Neuerungen. Das Doppelagent-Feeling kommt sehr gut rüber und bringt besonders im Hauptquartier der Terroristen Spannung ins Spiel. Doch Sam Fisher ist einfach einer der coolsten Helden auf der Xbox360. Technisch haut ein das Spiel einfach nur um. Grafik, Sound, Synchronstimmen, Animationen, alles passt einfach perfekt zusammen. Da stören auch einige Ruckler nicht. Denn wenn ich von einem riesigen Hochhaus herunterschaue und eine ganze Stadt sehe weiß ich warum es kleine Ruckler gibt. Das Spiel ist aber nichts für Anfänger. Denn selbst Profis beißen oft genug ins Gras und probieren die gleiche Stelle 3-mal ehe sie weiterkommen. Wer damit aber klarkommt bekommt einen erstklassigen Film zum selber spielen.
|
|
|
|
|
|
Splinter Cell: Double Agent
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Screenshots zu Splinter Cell: Double Agent
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Kommentare zu Splinter Cell: Double Agent
|
|
|
|
|
|
|
|

|
|
|
|
|
|

|
|
|
|
|
|
|