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Reviews - The Darkness 2
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The Darkness 2
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von Kevin vom 13.02.12, 22:35 Uhr
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Bei uns im Horror-Test
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Gerade hierzulande hatten viele Spieler eine sehr gespaltene Meinung zu „The Darkness“. Zwar waren Story und Spielidee durchaus interessant und auch von eher ungewöhnlicher Art, aber nachdem die USK-bedingten Schnitte das Spiel auf ein verkaufsfreundliches Level gebracht hatten, war davon nicht mehr allzuviel übrig. Kein Wunder also, dass der Nachfolger „The Darkness 2“ ausserordentlich kritisch beäugt wird. Schauen wir doch mal genauer hin, was uns Entwickler und Zensurmassnahmen dieses Mal bescheren.
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Screenshots zu The Darkness 2
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Die dunkle Seite
Die Handlung von „The Darkness 2“ knüpft an die des Vorgängers an - so übernimmt man einmal mehr die Rolle des Jackie Estacado. Der hat es nach den Ereignissen von „The Darkness“ geschafft, in der Mafia-Hierarchie ganz noch oben aufzusteigen. Natürlich waren hierfür nicht Glück und gute Beziehungen ausschlaggebend, sondern eher die Tatsache, dass er die Finsternis in sich trägt. Auch wenn er mit Hilfe des Geisterbeschwörers Johnny Powell diese Finsternis gewissermassen kontrollieren und eindämmen kann, gestaltet sich diese Aufgabe zunehmend schwieriger.
Als ein mysteriöser Überfall auf Jackie stattfindet, bricht die Finsternis - zugegebenermassen kommt das nicht ungelegen - aus und rettet ihm sein Leben. Keine Frage, hinter diesem brutalen Angriff steckt die Bruderschaft, und das ist definitiv Grund genug, um das Kriegsbeil auszugraben. Jetzt gibt‘s Saures!
Verdammt blutig... oder auch nicht!
Schaut man sich das Intro zu „The Darkness 2“ an, stellt man schnell fest, wie der Hase läuft - und zwar unabhängig davon, ob man die deutsche, entschärfte Fassung oder die Uncut-Version spielt. Bei ersterer gibt es nämlich deutlich weniger zu sehen - was sich über den weiteren Spielverlauf erstreckt. Das geht sogar so weit, dass am Gameplay herumgefummelt wurde: Wo man in der ungeschnittenen Variante Körper kunstgerecht zerteilen kann oder gar tote Körper auf die Gegner schleudern kann, um diese kurzzeitig ausser Gefecht zu setzen, gibt es in der hiesigen Version nichts dergleichen. So wird einem sogar ein strategisches (wenn man das in diesem Zusammenhang überhaupt so nennen darf) Mittel genommen.
Das geht doch ein wenig weit - man mag sich ja hervorragend über Sinn und Unsinn von Zensur- und Schnittmassnahmen streiten können, aber muss das auf Kosten des Spielgeschehens passieren? Reduzierte Blutigkeit mag ja noch in Ordnung gehen, aber jedes Mal wenn man in Deutschland als Erwachsener ein Spiel zocken soll, dass sich von den anderen Fassungen mehr oder minder deutlich unterscheidet, merkt man doch, dass irgendwas an diesen „Jugend“-Schutzmassnahmen nicht stimmen kann.
Teilweise gewöhnlich
Im Kern ist „The Darkness 2“, wie auch schon der Vorgänger, ein Shooter. Dabei bietet der Einsatz der Finsternis (die sich vor allem in Form zweier scharfzähniger Tentakel äussert) eine interessante Abwechslung von üblicher Genre-Kost. Damit kann man Gegenstände schleudern, zuschlagen, Schutzschilde vorhalten und natürlich auch Gegner fertigmachen - in der Uncut-Version entsprechend in brutalstmöglicher Art und Weise. Tote Gegner versorgen den Spieler mit „Essenz", womit man sich neue Fähigkeiten oder „Talente" erkaufen kann. Davon gibt es eine ganze Menge, aufgeteilt in vier Grundrichtungen. Tatsächlich kann man dem Spielgeschehen dadurch noch einen gewissen Twist verpassen - jeder hat so seine Lieblingstalente.
Ansonsten gibt es natürlich sehr viele Parallelen zu anderen Vertretern des Shooter-Genres. Egal ob es das herkömmliche Ballern ist, das trotz der Tentakelaktionen nicht zu kurz kommt, oder eben Hüpf- und Klettereinlagen - die meisten Zocker dürften sich hier ohne grosse Eingewöhnungszeit zurechtfinden. Schade nur, dass die Steuerung nicht frei von Makeln ist - da hätte man noch ein wenig dran schrauben müssen.
Darstellerische Qualitäten
Wie bei jedem Spiel sind natürlich auch bei „The Darkness 2“ Optik und Sound von grossem Interesse. Bezüglich der Grafik gibt es nichts Aussergewöhnliches zu berichten: Zwar gibt es keine eklatanten technischen Mängel wie fiese Ruckler oder Clipping-Fehler, eine neue Ära in Sachen Grafikqualität weiss „The Darkness 2“ aber nicht anzubrechen. In der ungeschnittenen Variante wird man ohnehin von wahren Blutmassen erschlagen - diesen „Vorteil“ hat man in der USK-Fassung nicht, weshalb der Blick etwas freier für die „wahre“ Optik hinter dem Blutschleier ist. Trotzdem braucht sich das Spiel nicht verstecken, wenngleich es nicht für Begeisterungsstürme ausreicht.
Erfrischend ist hingegen die akustische Seite des Spiels. Das liegt in erster Linie an der deutschen Synchronisation, die zwar nicht über jeden Zweifel erhaben ist - allerdings erhält ja längst nicht jedes Spiel eine solche Vorzugsbehandlung. Dafür ist das Ganze in den Zwischensequenzen fern von jeglicher Lippensynchronität - technisch ist das sicherlich überholt, aber es gibt ja auch Schlimmeres als das.
Basisausstattung
Auch wenn Story, Handlung und Spielgeschehen in der Einzelspielerkampagne durchaus in Ordnung gehen, so muss man wieder einmal die Länge dieser bemängeln. Nach fünf bis sechs Stunden hat man die Story durchgeprügelt. Natürlich kann man einen neuen Anlauf in Angriff nehmen, gerne mit neuen Talenten - aber irgendwann ist eben die Luft raus.
Dann bleibt noch der mit „Blutrausch“ betitelte Koop-Modus, der es tatsächlich in sich hat. Wo man bei anderen Shootern häufig Aufgewärmtes aus der Einzelspielerkampagne vorgesetzt bekommt, gibt es bei „The Darkness 2“ hingegen eine artverwandte Story, die vom eigentlichen Hauptgeschehen losgelöst ist, aber dennoch im gleichen Dunstkreis spielt. Hinzu kommt die Tatsache, dass man sowohl online als auch offline mit bis zu vier Spielern ans Werk schreiten darf, und sogar die Charaktere der Spieler und deren Talent-Möglichkeiten unterscheiden sich von dem der Kampagne. Insofern kann man durchaus von einem richtiggehend autarken Koop-Modus sprechen - und der weiss wirklich zu gefallen.
Noch ein Shooter - mit Unterschieden
Letztendlich ist „The Darkness 2“ trotz der Finsternis-Elemente auch „nur“ ein Shooter. Dafür macht das Spiel dennoch eine Menge Spass, da die Story eine willkommene Abwechslung von den üblichen Kriegsgeschichten oder Weltraumabenteuer bietet. Zu kritisieren ist hingegen der geringe Umfang, der nur durch den gelungenen Koop-Modus aufgefangen wird.
Allerdings muss man auf eines aufmerksam machen: Man sollte schon in Erwägung ziehen, sich die ungeschnittene Fassung zu besorgen. Das hat nichts mit Blutdurst oder sonstigen Abartigkeiten zu tun - man wird sich einfach nur ständig über die geschnittene USK-Variante ärgern und sich fragen, ob man da jetzt etwas verpasst hat, was in anderen Fassungen enthalten ist.
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„The Darkness 2“ überzeugt mit einem interessanten Mafia-Setting und ungewöhnlicher Finsternis-Action. Da ärgert man sich schnell, dass das Spiel vor allem für den Einzelkämpfer etwas zu kurz geraten ist. Positiv zu erwähnen ist hingegen, dass der Koop-Modus wirklich wenig zu wünschen übrig lässt (auch wenn ein „klassischer“ Multiplayer-Modus mit Team Deathmatch und dergleichen fehlt) und den Spielumfang deutlich erhöht. Letztendlich macht das Spiel genug Spass, um über die Mängel hinwegsehen zu lassen - vorausgesetzt, man besitzt die ungeschnittene Version.
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Screenshots zu The Darkness 2
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Kommentare zu The Darkness 2
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